1,8 Milliarden Euro Gewinn
Bahn fährt gutes Ergebnis ein
StZ,
07.03.2010 17:56 Uhr
Foto: dpa
Allein das Sparprogramm "reACT 09" habe die Zahlen um 600 Millionen Euro verbessert. Die Netzsparte der Bahn, zu weiten Teilen steuerfinanziert, soll nach einer Meldung der "Frankfurter Rundschau" rund 750 Millionen Euro Gewinn abführen, was bereits zu heftigem Protest der Grünen im Bundestag geführt hat. Bahnchef Rüdiger Grube sagte der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe), der Umsatz des Konzerns sei um rund 12 Prozent gesunken. Dies entspräche einem Erlös von etwa 29,5 Mrd. Euro. In der Logistik seien zumindest ab September wieder durchgehend schwarze Zahlen geschrieben worden - auch im besonders krisengeschüttelten Schienengüterverkehr. Die DB AG will ihre Bilanz am 25. März in Frankfurt präsentieren. Tags zuvor soll der Aufsichtsrat das Ergebnis absegnen und sich neu personell aufstellen.
Ramsauer kämpft für elf Milliarden
Ramsauer sagte dem "Handelsblatt", er kämpfe dafür, dass in den nächsten Jahren jeweils ein Betrag von rund elf Milliarden Euro für Verkehrsinfrastrukturinvestitionen zur Verfügung steht. Dies wären gut eine Mrd. Euro im Jahr mehr als derzeit vorgesehen.
Ein dreistelliger Millionen-Betrag soll für wichtige Bahnprojekte reserviert werden. Nach der derzeitigen Mittelfristplanung sinkt der Verkehrsetat bis 2013 auf unter zehn Mrd. Euro. Derzeit finden bereits erste Gespräche für die Etatplanung 2011 statt. In der vergangenen Woche hatte Grube gewarnt, dass sein Unternehmen etliche Schienenbauprojekte nicht umsetzen könne, wenn die Mittel nicht von 1,2 auf 1,8 Milliarden Euro erhöht würden.
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1,8 Milliarden Euro Gewinn: Bahn ...
Vor wenigen Jahren wurde ja mal aufgedeckt, dass die DB Netz Einnahmen aus Grundstücksverkäufen an den Konzern abführte anstatt wie vorgeschrieben zur Instandhaltung des Netzes zu verwenden. Ist das eigentlich im Sande verlaufen, oder passiert da noch mal was...? Schreibt Jan am 5.3.2010 in FR-online.de Wir müssen Grube auf´s Korn nehmen, wenn wir den Kopfbahnhof retten wollen.
Kohle...
Die arme Bahn aber auch! Das kann dann ja mal schön investiert werden, auf dass uns bloß nicht die Infrastruktur weiter vergammelt. Frage mich bloss, wo das Problem dieser Tage sein soll - Geld ist doch da! Für die Gegner von S21 folgendes noch hinterher: Dieses Geld wurde mit PERSONENVERKEHR und NETZ erwirtschaftet (bzw. erspart), euer "Güterverkehrs-Mantra" existiert ja kaum noch! Das liegt aber kaum an der Bahn, sondern an der dafür existierenden Nachfrage. Und wer glaubt, die lenken zu können, lustwandelt im Irrgarten des Sozialismus mit grünem Antlitz. Sobald die Bahn einen logistischen Kosten-/Zeitvorteil bietet, wird sie genutzt, ideologiefrei übrigens. Leider löst die Umkehrung dieser Zustände bei manchen den Reflex der Zwangsbeglückung aus. Freue mich schon auf die "aber, aber"-Kommentare, wonach die blöde Bahn zwischen Wilferdingen und Horb von zehn Jahren mal`n richtig tiefes Loch gegraben hat, was den bundesweiten Ausbau des Güterfernverkehrs zwangsläufig torpediert, usw., bla. Der übliche, "Kompetenz" ausstrahlende Detailtod in Schriftform, der euch so eigen ist!
Bahnpreise
Bei den Bahnpreisen ist das Ergebnis auch kein Wunder. Beispiel: Hin- und Rückfahrt Stuttgart-München kostet über 100,- Euro!