1,8 Milliarden Euro Gewinn
Bahn fährt gutes Ergebnis ein
StZ,
07.03.2010 17:56 Uhr
Foto: dpa
Berlin - Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Chemiefirma Degussa, Utz-Hellmuth Felcht, wird neuer Aufsichtsrats-Chef der Deutschen Bahn AG. Das erklärte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer am Sonntagmorgen kurz vor Antritt einer Israel-Reise. Am kommenden Mittwoch soll das Bundeskabinett die Entscheidung absegnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ramsauer hatten sich zuvor auf Felcht als Nachfolger des scheidenden Chefkontrolleurs Werner Müller verständigt. Einer Meldung der "Rheinischen Post" zufolge hatte Ramsauer zuvor ein persönliches Gespräch mit dem 63-jährigen Felcht geführt, der zurzeit Managing Director bei dem Finanzinvestor One Equity Partners ist.
Der Chemieprofessor Felcht begann als Chemiker bei der Hoechst AG, wo er 1992 Vorstand wurde. Von dort wechselte er zur SKW Trostberg, einem Chemieunternehmen mit Sitz im oberbayerischen Trostberg, das inzwischen Teil der Evonik Degussa ist. Ramsauer und Felcht seien seit Jahren eng befreundet, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung aus Koalitionskreise. Amtsinhaber Werner Müller, der unter Kanzler Gerhard Schröder Wirtschaftsminister war, scheidet Ende des Monats aus.
Felcht übernimmt die Aufsicht über einen Konzern, dessen Ergebnis 2009 trotz Wirtschaftskrise überraschend positiv ausgefallen ist. Es beträgt etwa 1,8 Milliarden Euro, wie das Nachrichtenmagazin "Focus" meldete. Zum Jahreswechsel war die Unternehmensspitze nach Informationen der Nachrichtenagentur DAPD noch von 1,5 Milliarden Euro ausgegangen, ursprünglich eingeplant war nur etwa eine Milliarde.
Im ersten Halbjahr 2009 hatte die DB AG 679 Millionen Euro Gewinn gemacht, bei einem Umsatzrückgang von 14 Prozent. Im ganzen Jahr 2008 waren es 2,5 Milliarden. Die DB-Führung sieht in den überraschend guten Geschäftszahlen "weltweit das beste Ergebnis aller Bahnen in der Wirtschaftskrise", wie das Magazin berichtete.
Der Chemieprofessor Felcht begann als Chemiker bei der Hoechst AG, wo er 1992 Vorstand wurde. Von dort wechselte er zur SKW Trostberg, einem Chemieunternehmen mit Sitz im oberbayerischen Trostberg, das inzwischen Teil der Evonik Degussa ist. Ramsauer und Felcht seien seit Jahren eng befreundet, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung aus Koalitionskreise. Amtsinhaber Werner Müller, der unter Kanzler Gerhard Schröder Wirtschaftsminister war, scheidet Ende des Monats aus.
Trotz Krise mehr Überschuss als erwartet
Felcht übernimmt die Aufsicht über einen Konzern, dessen Ergebnis 2009 trotz Wirtschaftskrise überraschend positiv ausgefallen ist. Es beträgt etwa 1,8 Milliarden Euro, wie das Nachrichtenmagazin "Focus" meldete. Zum Jahreswechsel war die Unternehmensspitze nach Informationen der Nachrichtenagentur DAPD noch von 1,5 Milliarden Euro ausgegangen, ursprünglich eingeplant war nur etwa eine Milliarde.
Im ersten Halbjahr 2009 hatte die DB AG 679 Millionen Euro Gewinn gemacht, bei einem Umsatzrückgang von 14 Prozent. Im ganzen Jahr 2008 waren es 2,5 Milliarden. Die DB-Führung sieht in den überraschend guten Geschäftszahlen "weltweit das beste Ergebnis aller Bahnen in der Wirtschaftskrise", wie das Magazin berichtete.
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1,8 Milliarden Euro Gewinn: Bahn ...
Vor wenigen Jahren wurde ja mal aufgedeckt, dass die DB Netz Einnahmen aus Grundstücksverkäufen an den Konzern abführte anstatt wie vorgeschrieben zur Instandhaltung des Netzes zu verwenden. Ist das eigentlich im Sande verlaufen, oder passiert da noch mal was...? Schreibt Jan am 5.3.2010 in FR-online.de Wir müssen Grube auf´s Korn nehmen, wenn wir den Kopfbahnhof retten wollen.
Kohle...
Die arme Bahn aber auch! Das kann dann ja mal schön investiert werden, auf dass uns bloß nicht die Infrastruktur weiter vergammelt. Frage mich bloss, wo das Problem dieser Tage sein soll - Geld ist doch da! Für die Gegner von S21 folgendes noch hinterher: Dieses Geld wurde mit PERSONENVERKEHR und NETZ erwirtschaftet (bzw. erspart), euer "Güterverkehrs-Mantra" existiert ja kaum noch! Das liegt aber kaum an der Bahn, sondern an der dafür existierenden Nachfrage. Und wer glaubt, die lenken zu können, lustwandelt im Irrgarten des Sozialismus mit grünem Antlitz. Sobald die Bahn einen logistischen Kosten-/Zeitvorteil bietet, wird sie genutzt, ideologiefrei übrigens. Leider löst die Umkehrung dieser Zustände bei manchen den Reflex der Zwangsbeglückung aus. Freue mich schon auf die "aber, aber"-Kommentare, wonach die blöde Bahn zwischen Wilferdingen und Horb von zehn Jahren mal`n richtig tiefes Loch gegraben hat, was den bundesweiten Ausbau des Güterfernverkehrs zwangsläufig torpediert, usw., bla. Der übliche, "Kompetenz" ausstrahlende Detailtod in Schriftform, der euch so eigen ist!
Bahnpreise
Bei den Bahnpreisen ist das Ergebnis auch kein Wunder. Beispiel: Hin- und Rückfahrt Stuttgart-München kostet über 100,- Euro!