2:2 gegen Bremen
VfB Stuttgart vergibt 2:0-Führung
StZ, dpa, Fotos. dpa, apn, ddp,
07.03.2010 13:05 Uhr
Foto: dpa
Bremen - Zumindest bis zur 75. Minute hatte der VfB Stuttgart wie der sichere Sieger ausgesehen. Für den VfB hatten Pawel Pogrebnjak (15.) und Sami Khedira (43.) getroffen - Bremen blieb anderthalb Stunden lang ohne Treffer. Doch dann kamen Hugo Almeida (75.) und Torsten Frings (81. per Foulelfmeter) und das Unentschieden. Und wenn es einen - moralischen - Sieger gab, dann waren das angesichts der furiosen Aufholjagd die Gastgeber aus Bremen. Im Kampf um die internationalen Startplätze hat Werder Bremen einen Punkt gegen Verfolger Stuttgart gerettet. Die Bremer liegen in der Tabelle der Fußball-Bundesliga weiter vier Punkte vor dem direkten Konkurrenten um die Spielberechtigung für die Europa League.
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"Wir haben es verpasst, drei Punkte zu holen", kommentierte VfB-Trainer Christian Gross: "Wir hätten nach der Führung das dritte Tor machen müssen." Zum Anschluss durch Almeida, bei dem Lehmann nicht gut aussah, erklärte er: "Ich habe es noch nicht aus einer Perspektive gesehen, aus der ich das endgültig beurteilen kann." Die Gastgeber hatten anfangs mehr Ballbesitz. Bei den Chancen scheiterten Naldo (21.) und Claudio Pizarro (31.) aber am bis dahin starken Lehmann. "Da hätten wir schon ein Tor machen müssen", sagte Werder-Clubchef Klaus Allofs. Insgesamt bot Werder jedoch zu wenig. "Die erste Halbzeit war zu passiv", kritisierte Trainer Thomas Schaaf.
Die Stuttgarter verlegten sich aufs Kontern. Und das machten sie lange Zeit gut, spielten bei fast jeder Gelegenheit schnell nach vorne und zeigten sich anfangs vor dem Tor effektiver als die Bremer. Zunächst legte Alexander Hleb, der im Mittelfeld trotz der wachsenden Kritik erneut von Beginn an spielte, den Ball für Pogrebnjak ab, der nur einschieben musste. Beim zweiten Treffer drückte Khedira die von Timo Gebhart von rechts geflankte Kugel ins Netz.
Wieder einmal zeigte sich, wie anfällig die Bremer auf den Außen sind. Rechts spielte Sebastian Prödl für den zum zweiten Mal in Folge ausfallenden Clemens Fritz, links der unsichere Aymen Abdennour für den Langzeitverletzten Sebastian Boenisch, da auch noch Dauerersatz Petri Pasanen ausfiel. Diese Probleme nutzten die Stuttgarter, allerdings nicht mehr zu Toren. Cacau ließ schon in der 37. Minute eine hundertprozentige Chance aus, und eine weitere große Möglichkeit vergab er 20 Minuten später. Das rächte sich.
Die Bremer, die auch auf Philipp Bargfrede und Peter Niemeyer verzichten mussten, drehten stattdessen das Spiel. Trainer Schaaf stellte auf die Mittelfeld-Raute um, brachte mit Almeida zur Halbzeit einen zweiten Angreifer und später mit Markus Rosenberg einen Stürmer als rechten Verteidiger. Die Stuttgarter hatten indes nur wenige brenzlige Situationen zu überstehen, bis Lehmann bei Almeidas Tor nach Vorlage von Per Mertesacker patzte. Ohne Chance war er beim nicht unumstrittenen Strafstoß, den Frings sicher verwandelte.
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"Wir haben es verpasst, drei Punkte zu holen", kommentierte VfB-Trainer Christian Gross: "Wir hätten nach der Führung das dritte Tor machen müssen." Zum Anschluss durch Almeida, bei dem Lehmann nicht gut aussah, erklärte er: "Ich habe es noch nicht aus einer Perspektive gesehen, aus der ich das endgültig beurteilen kann." Die Gastgeber hatten anfangs mehr Ballbesitz. Bei den Chancen scheiterten Naldo (21.) und Claudio Pizarro (31.) aber am bis dahin starken Lehmann. "Da hätten wir schon ein Tor machen müssen", sagte Werder-Clubchef Klaus Allofs. Insgesamt bot Werder jedoch zu wenig. "Die erste Halbzeit war zu passiv", kritisierte Trainer Thomas Schaaf.
Die Stuttgarter verlegten sich aufs Kontern. Und das machten sie lange Zeit gut, spielten bei fast jeder Gelegenheit schnell nach vorne und zeigten sich anfangs vor dem Tor effektiver als die Bremer. Zunächst legte Alexander Hleb, der im Mittelfeld trotz der wachsenden Kritik erneut von Beginn an spielte, den Ball für Pogrebnjak ab, der nur einschieben musste. Beim zweiten Treffer drückte Khedira die von Timo Gebhart von rechts geflankte Kugel ins Netz.
Wieder einmal zeigte sich, wie anfällig die Bremer auf den Außen sind. Rechts spielte Sebastian Prödl für den zum zweiten Mal in Folge ausfallenden Clemens Fritz, links der unsichere Aymen Abdennour für den Langzeitverletzten Sebastian Boenisch, da auch noch Dauerersatz Petri Pasanen ausfiel. Diese Probleme nutzten die Stuttgarter, allerdings nicht mehr zu Toren. Cacau ließ schon in der 37. Minute eine hundertprozentige Chance aus, und eine weitere große Möglichkeit vergab er 20 Minuten später. Das rächte sich.
Die Bremer, die auch auf Philipp Bargfrede und Peter Niemeyer verzichten mussten, drehten stattdessen das Spiel. Trainer Schaaf stellte auf die Mittelfeld-Raute um, brachte mit Almeida zur Halbzeit einen zweiten Angreifer und später mit Markus Rosenberg einen Stürmer als rechten Verteidiger. Die Stuttgarter hatten indes nur wenige brenzlige Situationen zu überstehen, bis Lehmann bei Almeidas Tor nach Vorlage von Per Mertesacker patzte. Ohne Chance war er beim nicht unumstrittenen Strafstoß, den Frings sicher verwandelte.
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Werder Bremen:
Wiese - Prödl (69. Rosenberg), Mertesacker, Naldo, Abdennour - Borowski (46. Hugo Almeida), Frings - Marin, Özil, Hunt - PizarroVfB Stuttgart:
Lehmann - Celozzi, Tasci, Delpierre, Molinaro - Träsch, Khedira - Gebhart (89. Hilbert), Hleb - Pogrebnjak, Cacau (79. Kuzmanovic)Schiedsrichter:
Brych (München)Zuschauer:
36.000Tore:
0:1 Pogrebnjak (15.), 0:2 Khedira (43.), 1:2 Hugo Almeida (75.), 2:2 Frings (81./Foulelfmeter)Gelbe Karten:
Frings (6) / Delpierre (5)
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Werder - VfB
Ganz klar, wenn man in Bremen einen Punkt holt, ist das sicher ein gutes Ergebnis. Aber nicht, wenn man mit einer 2:0-Führung in die zweite Hälfte geht. Herr Groß, BITTE lassen Sie vermehrt Konter trainieren, vor allem wie man sie erfolgreich und vor allem abgeklärter bzw. konsequenter ausspielt. Es war zum X-ten Male nicht zum Hinsehen, wie leichtfertig wir solch große Möglichkeiten vergeben haben. Es hätte gut und gerne dann mal 4:0 stehen können. Dass man am Ende noch 2:2 spielt, ist aus diesem Grunde eben sehr ärgerlich! Vor allem mit Hinsicht auf die anderen Ergebnisse, bis auf Frankfurt! Jetzt wirds sehr schwer auf Schalke, mit Ziel auf die Euro-League-Ränge MUSS da nun ein Sieg her. Ich hoffe es sehr! VfB - ein Leben lang!!
Ein unnötiges Unentschieden
Das 2:2 tut ein wenig weh, wenn man sieht, dass die Konkurrenz (bis auf Frankfurt) durchgängig gewonnen hat. Aber wenn mir jemand vor dem Spiel ein Unentschieden angeboten hätte, ich hätte es vermutlich unterschrieben. Ärgerlich ist indes nur die Entstehung, denn das bis zur 65 Min. wirklich gute Umschalten von Defensive auf Konter und damit zur 2:0 Führung hat Spaß gemacht. Gegen Ende der Partie hat Werder mit der Auflösung seiner Vierer-Abwehrreihe durch die Hereinnahme von Rosenberg alles auf eine Karte gesetzt und ... "gewonnen". Der Schuss von Almeida war zwar möglicherweise haltbar. Aber an dieser Stelle nur einen kleinen Vorwurf an Lehmann. Schließlich ist Tasci der Portugiese entwischt. Kurz danach kam Celozzi (wieder mal) zu spät. An der vollkommen gerechtfertigten Entscheidung auf Elfer gab es für mich keinen Zweifel. Überhaupt haben der Schiedsrichter und sein Linienrichter-Gespann eine hervorragende Leistung geboten. Schön, so etwas auch einmal sagen zu können. Für das kommende Spiel in Gelsenkirchen würde ich mir wünschen, dass Gross endlich mal Osorio auf der RV-Position bringt. Celozzi hatte genügend Gelegenheiten, Sicherheit zu entwickeln. Sich alle drei Spiele einen entscheidenen Bock zu leisten, ist gegenüber der Mannschaft einfach nur unfair. Denn diese hat auch in Bremen bewiesen, dass sie auf einem richtig guten Weg ist.
Lässigkeit und Auto-Pilot
Wann endlich gelingt es einem Trainer der Mannschaft die Lässigkeit (2. Halbzeit Bremen, gegen HSV und wie so oft in der Vorrunde) und das innere Umschalten auf den Auto-Pilot auszutreiben? Der Vfb war noch nie gut im 'Spiele-Verwalten'!