2:4 gegen Hannover 96 VfB Stuttgart beginnt Aufholjagd zu spät
dpa, 19.02.2012 18:44 Uhr
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Die Stuttgarter müssen sich mit 2:4 gegen Hannover 96 geschlagen geben. Foto: dapd
Die Stuttgarter müssen sich mit 2:4 gegen Hannover 96 geschlagen geben. Foto: dapd

Hannover - Drei Ecken, drei Tore und ein Geschenk als Zugabe: Hannover 96 hat dank seiner Klasse bei Standardsituationen auch den 295. Tag ohne Bundesliga-Heimniederlage überstanden. Der Europa-League-Teilnehmer bezwang drei Tage nach dem Erfolg gegen den FC Brügge den Liga-Rivalen VfB Stuttgart mit 4:2 (2:0). Dank der Tore von Karim Haggui (25.), Mame Diouf (32.), Christian Pander (46.) und Lars Stindl (73.) sowie einem bärenstarken Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler schafften die Niedersachsen am Sonntag einen letztendlich souveränen Sieg in ihrem insgesamt 800. Bundesligaspiel. Die beiden Treffer binnen vier Minuten von Martin Harnik (75.) und Shinji Okazaki (79.) kamen für die Stuttgarter viel zu spät.

Hannover, seit dem 30. April 2011 zu Hause unbesiegt, hat nun 34 Punkte gesammelt. Und ist damit wieder mit Bayer Leverkusen, dem Rivalen um den wichtigen sechsten Tabellen-Platz, gleichgezogen. Durch den sicheren Erfolg im 400. Bundesliga-Heimspiel vergrößerten die Hausherren den Abstand auf die erschreckend abwehrschwachen Schwaben auf acht Punkte. Es war bei fünf Unentschieden der sechste Heimerfolg der Saison für das Team von Trainer Mirko Slomka.

VfB wirkt oft orientierungslos

Vor allem, weil das Team von Trainer Bruno Labbadia bei den brandgefährlichen Ecken der Gastgeber vor 37.800 Zuschauern in der AWD-Arena orientierungslos wirkte. Drei Tore nach Ecken haben schon Seltenheitswert, in dieser Saison gab es das noch nicht. Der überragende Christian Pander war es, der die Stuttgarter Niederlage mit zwei maßgerecht getretenen Eckbällen einleitete. Am Ende besiegelte er sie mit seinem Treffer 56 Sekunden nach Wieder-Anpfiff. Natürlich nach einer Ecke, die Pinto getreten hatte. Zunächst war Haggui nach einer Pander-Ecke hochgestiegen, köpfte aus vier Metern zur Führung ein.

Danach hatte Stuttgart wenigstens ein paar starke Minuten. Doch Zieler machte Werbung in eigener Sache und hielt den Vorsprung fest. Gegen Harnik parierte der Torhüter in der 38. Minute mit einem sensationellen Reflex. Auch gegen den Japaner Shinji Okazaki war er zu Stelle. Sieben Minuten später dann die Vorentscheidung, als Pander die nächste Ecke erneut maßgerecht in den Strafraum brachte. Diesmal war der Senegalese Dioff zur Stelle und bejubelte seinen ersten Treffer für Hannover. „Das ist eine Stärke von uns“, sagte Manager Jörg Schmadtke in der Pause über die Eckbälle.

Plötzlich spielen die Schwaben Fußball

Einen Kunstfehlschuss leistete sich Hannovers Manuel Schmiedebach kurz vor der Pause. Ganz allein tauchte er nach einem haarsträubenden Fehlpass des Dänen William Kvist vor Sven Ulreich auf. Doch statt sich über sein erstes Bundesligator zu freuen, dürfte er nach seinem Außennetz-Treffer den Titel „Fehlschütze des Monats“ bekommen. Nach dem schnellen 3:0 durch Pander, dem 4:0 nach haarsträubenden Fehlern in der Stuttgarter Abwehr, spielte der VfB urplötzlich Fußball. Nach den beiden Treffern der Schwaben hatte Vedad Ibisevic vier Minuten vor Schluss die Chance zu Anschlusstreffer, doch Zieler zeigte erneut seine Klasse.

Kommentare (22)
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FEB
21
Maximilian, 18:54 Uhr

"Aufholjagd"

Sehr geehrte Damen und Herren, die Aufholjagd ist mental nicht in den Spielerköpfen, so wie dies bei der Angst vor dem Abstieg in 2011 der Fall war. Der VfB muß einen Trainer ohne Einflußnahme seines einflußreichen Umfelds arbeiten lassen. In der laufenden Saison war von Anfang an klar, es geht zuallererst um den Klassenerhalt, um den Aufbau eines homogeneren Spielerkaders und um dessen Leistungssteigerung. Dazu muß die sportliche Führung mindestens zwei Jahre investieren - alles andere sind Illusionen. MfG

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FEB
20
Schmidt, 17:04 Uhr

Und plötzlich...

...spielen die Schwaben Fußball? Wer hat diesen Artikel verbrochen? Die richtige Formulierung wäre: Und nach dem 4:0 schaltete Hannover 2 Gänge zurück, weil sie 3 Tage zuvor ein schweres Europapokalspiel hatten. Ohne Konzept wird der VfB auch weiterhin keine gute Bundesliga-Mannschaft besiegen können. Und dieser Trainer hat definitiv kein Konzept.

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FEB
20
Hannes, 16:22 Uhr

JS

Ich kann mich im Kern JS auch anschliessen. 2 Aussagen sind aber etwas weit hergeholt. 1. Kann man nicht die Ablöse von Spieler X mit Ablöse + Gehalt von Spieler Y vergleichen. Und was Diouf in 3 Jahren verdient wissen wir nicht. 2. Habe ich die Freiburger auch gesehen und fand sie sehr gut. Aber trotzdem wollte ich nicht deren Tabellenplatz haben. Von daher finde ich es falsch Freiburg als "Vorbild" zu betrachten. Wenn beide Teams aber ihre Leistung vom vergangenen WE am nächsten WE wiederholen sehe ich für den VfB schwarz.

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