625 Stimmen im dritten Wahlgang
Wulff hat es geschafft
dpa,
30.06.2010 21:36 Uhr
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Christian Wulff (CDU) umarmt nach der Wahl seine Frau Bettina. Foto: ddp
Fraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier (CDU) sprach von Denkzetteln der Abweichler. "Das waren welche, die uns sagen wollten: Ihr müsst besser werden. Ihr müsst Euren öffentlichen Streit beenden", sagte er im Sender Phoenix. "Diese Botschaft haben wir natürlich auch verstanden. Das wird in den nächsten Wochen analysiert und diskutiert."
Bis zuletzt hatte es Kritik gegeben, dass die schwarz-gelbe Koalition ihren Kandidaten Wulff vor allem aus machtpolitischem Kalkül aufgestellt habe.
In Umfragen unter der Bevölkerung hatte Gauck vor Wulff gelegen. Das Staatsoberhaupt wird aber nicht vom Volk direkt, sondern von der Bundesversammlung gewählt.
Über Köhlers Nachfolger entschieden 1244 Wahlleute. Die absolute Mehrheit in den ersten beiden Wahlgängen lag bei 623 Stimmen. Die Bundesversammlung setzte sich zusammen aus den 622 Abgeordneten des Bundestags sowie ebenso vielen Mitgliedern, die von den Landesparlamenten entsandt wurden.
Die NPD teilte am Abend auf ihrer Website mit, ihre drei Wahlleute hätten für Gauck als das "kleinere Übel" gestimmt.
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@ Jan
Meine Theorie: Gauck ist ein Ausserirdischer, der vom weltallumspannenden Springerimperium auf die Erde entsandt wurde, um den Sieg der Guten zu verhindern!
Vom Wert der Demokratie
@Marat Es klingt immer so heroisch, wenn Dichter und Denker sich den Niederungen des menschlichen Seins annehmen und verkünden, der Mensch bestehe aus ... u.a. Nichtsen. Was für eine Überheblichkeit und was für eine der Nichtse, von anderen Solidarität zu fordern. Kann denn einer mal für sich selbst reden in dieser Gnomenwelt?
Viel lieber Wulff - als der von Springer gemachte Gauck!
Die Medienkampagne zugunsten Gaucks diente so nebenbei auch anderen Zwecken. Die aggressive Parteinahme der Springer-Presse, die neben dem Spiegel ("Der bessere Bundespräsident") mit zu den eifrigsten Befürwortern Gaucks gehörte ("Yes, we Gauck") ist als Warnschuss an Merkel zu verstehen, die sich bisher der uneingeschränkten Unterstützung von Friede Springers Medienimperium sicher sein konnte. Dieses "Gegauckel" hat gezeigt, wie mächtig bestimmte Medien in Deutschland sind. Und damit gefährlich für eine Demokratie. Und sPD und die grünen Politiker haben dieses böse Spiel leider nicht durchschaut und sogar freiwillig mitgespielt. Das Amt des Bundespräsidenten wurde dabei in politische Niederungen verschoben, in denen es nichts zu suchen hat. Deshalb bin ich im Nachhinein froh, dass Christian Wulff im 3. Teil überzeugend das Rennen machen konnte - als Widerspruch gegenüber der Presse-Kampagne von Springer und Konsorten und der von ihnen benutzten SPD + Grün.