625 Stimmen im dritten Wahlgang
Wulff hat es geschafft
dpa,
30.06.2010 21:36 Uhr
|
|
Bild 1 von 4 |
|
Christian Wulff (CDU) umarmt nach der Wahl seine Frau Bettina. Foto: ddp
Berlin - Christian Wulff wird nach einem nervenzehrenden Abstimmungsdrama neuer Bundespräsident. Für die schwarz-gelbe Koalition von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist es ein weiterer Rückschlag, dass der CDU-Politiker erst im dritten Durchgang gewählt wurde. Union und FDP schafften trotz deutlicher rechnerischer Mehrheit nicht die erhoffte Demonstration der Einigkeit.
Der bisherige niedersächsische Ministerpräsident setzte sich am Mittwochabend nach stundenlanger Zitterpartie mit 625 Stimmen gegen den von SPD und Grünen nominierten früheren DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck durch. Er bekam 494 Stimmen. In den ersten beiden Wahlgängen hatten Abweichler im schwarz-gelben Lager noch einen Sieg Wulffs verhindert. Im dritten Wahlgang reichte die einfache Mehrheit.
Wulff nahm nach langem Beifall die Wahl an. Er ist mit 51 Jahren der bislang jüngste Bundespräsident. "Ich nehme die Wahl außerordentlich gerne und aus Überzeugung an und freue mich auf die verantwortungsvolle Aufgabe", sagte Wulff.
Es sei ihm eine besondere Ehre, 20 Jahre nach der Deutschen Einheit zum Bundespräsidenten gewählt worden zu sein. Er wolle sich für die innere Einheit des Landes einsetzen. Mit Blick auf die drei Wahlgänge fügte er hinzu: "Aus Niederlagen habe ich eigentlich immer noch mehr gelernt als aus Siegen."
Seine 36 Jahre alte Ehefrau Bettina Wulff verfolgte die Wahl von der Tribüne im Reichstag. Mit Blick auf den Verlauf der Wahl und seinen Gegenkandidaten Gauck bedankte sich Wulff für einen "sehr fairen Wettbewerb". Auch Gauck lobte die "Fairness" in den vergangenen Wochen. Er erhielt anhaltenden Beifall und zeigte sich bewegt.
Der neue Bundespräsident soll an diesem Freitag in einer gemeinsamen Sitzung von Bundestag und Bundesrat vereidigt werden. Seine Amtszeit dauert fünf Jahre.
Der bisherige niedersächsische Ministerpräsident setzte sich am Mittwochabend nach stundenlanger Zitterpartie mit 625 Stimmen gegen den von SPD und Grünen nominierten früheren DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck durch. Er bekam 494 Stimmen. In den ersten beiden Wahlgängen hatten Abweichler im schwarz-gelben Lager noch einen Sieg Wulffs verhindert. Im dritten Wahlgang reichte die einfache Mehrheit.
Wulff nahm nach langem Beifall die Wahl an. Er ist mit 51 Jahren der bislang jüngste Bundespräsident. "Ich nehme die Wahl außerordentlich gerne und aus Überzeugung an und freue mich auf die verantwortungsvolle Aufgabe", sagte Wulff.
Wulff bedankt sich bei Gauck für "sehr fairen Wettbewerb"
Es sei ihm eine besondere Ehre, 20 Jahre nach der Deutschen Einheit zum Bundespräsidenten gewählt worden zu sein. Er wolle sich für die innere Einheit des Landes einsetzen. Mit Blick auf die drei Wahlgänge fügte er hinzu: "Aus Niederlagen habe ich eigentlich immer noch mehr gelernt als aus Siegen."
Seine 36 Jahre alte Ehefrau Bettina Wulff verfolgte die Wahl von der Tribüne im Reichstag. Mit Blick auf den Verlauf der Wahl und seinen Gegenkandidaten Gauck bedankte sich Wulff für einen "sehr fairen Wettbewerb". Auch Gauck lobte die "Fairness" in den vergangenen Wochen. Er erhielt anhaltenden Beifall und zeigte sich bewegt.
Der neue Bundespräsident soll an diesem Freitag in einer gemeinsamen Sitzung von Bundestag und Bundesrat vereidigt werden. Seine Amtszeit dauert fünf Jahre.
Seite
1
2
3
Weitere Artikel


23 Mal Stuttgart – wir stellen Ihnen alle 23 Stadtbezirke vor >>


@ Jan
Meine Theorie: Gauck ist ein Ausserirdischer, der vom weltallumspannenden Springerimperium auf die Erde entsandt wurde, um den Sieg der Guten zu verhindern!
Vom Wert der Demokratie
@Marat Es klingt immer so heroisch, wenn Dichter und Denker sich den Niederungen des menschlichen Seins annehmen und verkünden, der Mensch bestehe aus ... u.a. Nichtsen. Was für eine Überheblichkeit und was für eine der Nichtse, von anderen Solidarität zu fordern. Kann denn einer mal für sich selbst reden in dieser Gnomenwelt?
Viel lieber Wulff - als der von Springer gemachte Gauck!
Die Medienkampagne zugunsten Gaucks diente so nebenbei auch anderen Zwecken. Die aggressive Parteinahme der Springer-Presse, die neben dem Spiegel ("Der bessere Bundespräsident") mit zu den eifrigsten Befürwortern Gaucks gehörte ("Yes, we Gauck") ist als Warnschuss an Merkel zu verstehen, die sich bisher der uneingeschränkten Unterstützung von Friede Springers Medienimperium sicher sein konnte. Dieses "Gegauckel" hat gezeigt, wie mächtig bestimmte Medien in Deutschland sind. Und damit gefährlich für eine Demokratie. Und sPD und die grünen Politiker haben dieses böse Spiel leider nicht durchschaut und sogar freiwillig mitgespielt. Das Amt des Bundespräsidenten wurde dabei in politische Niederungen verschoben, in denen es nichts zu suchen hat. Deshalb bin ich im Nachhinein froh, dass Christian Wulff im 3. Teil überzeugend das Rennen machen konnte - als Widerspruch gegenüber der Presse-Kampagne von Springer und Konsorten und der von ihnen benutzten SPD + Grün.