Absage als OB-Kandidat Palmer kandidiert nicht in Stuttgart
Jörg Nauke, 09.03.2010 22:19 Uhr
 Foto: dpa
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Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist Palmer klar geworden, dass er die Spekulationen über eine Kandidatur für die Nachfolge von OB Schuster, dem nicht einmal mehr seine Parteifreunde eine dritte Amtszeit zutrauen, zu stark nährte und ihnen ein Ende setzen musste, wollte er in Tübingen weiter in Ruhe arbeiten können. Werner Wölfle, Fraktionschef der Grünen im Rathaus, hat Palmers Ausstieg aus dem Stuttgarter Rennen als "vorläufig" bezeichnet und einen Vergleich aus dem Fußball bemüht: "Je heftiger ein Spieler beteuert, er bleibe bei seinem alten Verein, desto sicherer ist sein Wechsel." Er respektiere aber jede Entscheidung des Tübinger OB, betonte der Fraktionschef, für den das Bekenntnis zu einem ungünstigen Zeitpunkt kommt.

Er verhandelt derzeit als Chef der stärksten Ratsfraktion über die künftige Besetzung der Bürgermeisterbank, auf der er als Nachfolger der Sozialbürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch Platz nehmen will. Aber auch seine Mitvorsitzende Muhterem Aras plant den Wechsel; sie will in den Landtag. Als Stimmenkönig der Gemeinderatswahl wird die Allzweckwaffe Wölfle nun selbst als OB-Kandidat gehandelt. Damit wolle er sich derzeit nicht beschäftigen, sagt der Diplom-Sozialarbeiter.
Kommentare (36)
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MRZ
10
Stuttgarter, 19:35 Uhr

Ach wie Schade!!!

Schade, schade, eine zweite Niederlage für Boris Palmer wäre doch so schön gewesen. Tja, da muss Tübingen halt noch ein paar Jahre leiden.

MRZ
10
Interessierter, 18:35 Uhr

Jenseits des Charakters!

"K. Sandra, 10.03.2010 Vorschlag: Stuttgart wird in Tübingen eingemeindet. Man kann gegen den Tübinger Bürgermeister sagen was man will, eine derart desaströse Amtsführung wie in Stuttgart hat Boris Palmer nicht zu verantworten. Er hat Tübingen weder desaströse Cross Border-Deals aufgezungen noch den Tübingern in Sachen Bürgerbescheid die Hucke voll gelogen und er regiert schon gar nicht wie der Schwaben-Ceauscu Schuster gegen den erklärten Willen seiner Bevölkerung. Palmer braucht weder pro Monat einen neuen Pressesprecher noch eine Phalanx von Leibwächtern. Er regiert noch nicht mal auf Kosten von Kindern, denen man die viele Jahre bestens bewährte Verkehrserziehung stielt! Gegen OB Wolfgang Schuster ist OB Boris Palmer de facto eine ehrliche Lichtgestalt." Es gibt Grenzen in der Diskussion. Wenn da nicht dieser kleine Rechtschreibfehler wäre - dann wäre das für mich ein klarer Fall für den Staatsanwalt. Meinten Sie Schwaben-Ceau-se-scu??? Also ein Vergleich mit Nicolae Ceausescu????? Wow! Da könnte man eine Drohung gegen Wolfgang Schuster erkennen! Und zwar einer der übelsten Sorte! Den von Ceeausescu betriebenen Personenkult werden Sie nicht meinen? Das dieser Kinder in Waisenhäuser verrotten lassen hat, meinen Sie das? Oder meinen Sie das Ende des Ehepaares Ceausescu??? Ich halte von Boris Palmer nicht viel. Aber ihn in solch einen Zusammenhang zu vergleichen - das beleidigt auch Boris Palmer! Und die Aussage zu Wolfgang Schuster. Erschütternd! Die Teufel die ich rief, die werde ich nicht mehr los! Auch ein Punkt den ich Boris Palmer, Cem Özdemir und den Stuttgarter Grünen vorwerfe. Das war mit Sicherheit nicht gewollt - nur das sind Aussagen die auf der Projektgegner-Seite getätigt werden. Und da würde ich eine Distanzierung erwarten! Vielleicht gerade auch von Boris Palmer - mit seiner Familiengeschichte!

MRZ
10
Respekt Herr Palmer, 15:47 Uhr

Kluger Palmer ...

Man kann über Herrn P. sagen was man will - er ist ein kluger Kopf. Er hat nämlich schon erkannt, dass er mit seinen S 21 Aussagen nie mehr den vollen Rückhalt in Stuttgart bekommen würde. Ihm ist bewußt geworden, dass er die Erwartungen der S 21 Gegner nie erfüllen kann und damit bei einer Wahl recht schnell von allen abgeschrieben würde. Gerade auch von jenen, welche ihn kurz zuvor gefeiert hätten. Das ist fast kurios, dass gerade die S 21 Gegner nun seinen Entschluß bestimmt haben. Insofern ist seine Absage jetzt konsequent, denn niemand läuft gerne in ein offenes Messer und läßt sich gerne demontieren. Das er diese Erkenntnis hat und auch danach handelt verdient meinen Respekt. Das Ablenkungsmanöver mit Finanzen der Stadt Tü oder seiner Familie können wir hingegen gerne ins Reich der Fabeln verweisen... Ein Palmer würde sich nie wegen seiner Familie abhalten lassen zu tun, was er für richtig hält. Auch Tübingen wäre ihm - so er an eine Chance in Stuttgart glauben würde - völlig gleichgültig.

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