Afghanistan Deutscher Soldat getötet
dpa, 07.10.2010 14:24 Uhr
 Foto: dpa
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Berlin - Ein deutscher Soldat ist in Afghanistan bei einem Selbstmordanschlag getötet worden. Das sagte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) am Donnerstag, dem neunten Jahrestag des Beginns des Afghanistankrieges, im Bundestag. Sechs Soldaten seien verletzt worden. Es handle sich um einen Einsatz der ISAF-Patrouille, "der unserer Sicherheit dient". Er sei mit den Gedanken bei den Soldaten und Angehörigen.

Damit sind bisher insgesamt 44 deutsche Soldaten am Hindukusch ums Leben gekommen. Von ihnen starben 27 bei Anschlägen und Gefechten.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt sagte, die Bundeswehrtruppe sei mit den verletzten Soldaten noch auf dem Weg zurück ins Camp. Man hoffe, dass sie dort heil ankämen.

Nach Angaben des Gouverneurs der afghanischen Provinz Baghlan, Munschi Abdul Madschid, zündete der Attentäter den seinem Körper befestigten Sprengsatz in der Nähe der Provinzhauptstadt Puli Khumri neben einem deutschen Militärkonvoi. Das Gebiet sei von Bundeswehr-Soldaten weiträumig abgesperrt worden. Die radikal- islamischen Taliban bekannten sich zu der Tat und erklärten, der Attentäter habe acht ausländische Soldaten mit in den Tod gerissen. Angaben der Aufständischen sind in der Regel stark übertrieben.

Seit genau neun Jahren kämpft eine internationale Schutztruppe in Afghanistan gegen die aufständischen Taliban. Rund 120.000 Soldaten gehören zur ISAF, 47 Länder sind an dem Einsatz beteiligt. Deutschland ist mit 4800 Soldaten der drittgrößte ISAF-Truppensteller nach den USA und Großbritannien.
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