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Politik
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Afghanistan Nato tötet erneut Zivilisten

dpa, vom 22.02.2010 09:36 Uhr
Kabul - Schwerer Rückschlag für die Nato in Afghanistan: Trotz aller Zusagen, die Zivilbevölkerung besser zu schützen, sind bei einem Luftangriff der Internationalen Schutztruppe ISAF erneut zahlreiche Unbeteiligte getötet worden. Der Gouverneur der südafghanischen Provinz Dai Kundi, Sultan Ali Urusgani, sagte am Montag, 27 Zivilisten seien bei dem Bombardement ums Leben gekommen, darunter vier Frauen und zwei Kinder. Das Innenministerium sprach von 21 toten Zivilisten. Isaf-Kommandeur Stanley McChrystal drückte dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai sein "Leid und Bedauern über den tragischen Vorfall" vom Sonntag aus.

Karsai hatte erst am Samstag vor dem Parlament in Kabul einen erneuten eindringlichen Appell an die Truppen gerichtet, Zivilisten zu schützen. "Wir sind zutiefst betrübt über den tragischen Verlust unschuldigen Lebens", sagte McChrystal der Isaf-Mitteilung vom Montag zufolge. "Ich habe unseren Truppen klar gemacht, dass wir hier sind, um die afghanischen Menschen zu schützen, und dass das versehentliche Töten oder Verletzen von Zivilisten ihr Vertrauen und ihren Glauben in unsere Mission untergräbt. Wir werden unsere Anstrengungen, dieses Vertrauen wiederzugewinnen, erneut verdoppeln." Die Isaf machte keine Angaben zur Zahl der zivilen Opfer bei dem Vorfall.

Nach Angaben des Gouverneurs wurden bei dem Luftschlag in dem Ort Serma an der Grenze zur Unruheprovinz Urusgan außerdem zehn Unbeteiligte verletzt. Den Angaben des Innenministeriums zufolge wurden 14 Menschen verwundet. Die Isaf kündigte an, der Luftschlag werde gemeinsam mit afghanischen Behörden untersucht.
Kommentare (5)
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FEB
22
16:21 Uhr, geschrieben von Hitzer
@jps-mm, 22.02.2010 - zu Kauf-Maul Rüttgers
Bitte setzen Sie Ihren Kommentar dorthin, wo er sicher am Besten passt. Zu dem Artikel über das Kauf-Maul Rüttgers. Besten Gruß Hitzer
FEB
22
13:26 Uhr, geschrieben von jps-mm
NRW-CDU verkauft Gespräche mit Rüttgers 2
„Ungeschickter Sprachgebrauch“ Das Schreiben an potenzielle Sponsoren beginnt mit den Worten: «Die CDU Nordrhein-Westfalen bietet Ihnen wieder die Möglichkeit, sich mit Ihrem Unternehmen auf unserem Landesparteitag zu präsentieren und mit Politik und Medien in einen Dialog zu treten.»Ein Sprecher der NRW-CDU räumte die Existenz der Werbebriefe ein und sprach von einem falschen und ungeschickten Sprachgebrauch einzelner Mitarbeiter. Generalsekretär Hendrik Wüst bedauere, wenn mit den Schreiben ein «falscher Eindruck» entstehe, so der CDU-Sprecher. Grundlage für den Preis der Sponsorenpakete sei allein die Größe der Ausstellungsfläche.Allerdings hat die Union schon früher versucht, Sponsoren mit Terminen beim Ministerpräsidenten zu locken. Für den Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, ist "das nichts anderes als die Anbahnung politischer Korruption", wie er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte. Auch der Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim hat Angebote an Sponsoren, Politikergespräche zu kaufen, scharf kritisiert. Wenn man die Schreiben der CDU ernst nehme, "dann hat das nicht nur ein Geschmäckle, sondern grenzt an Korruption", sagte von Arnim der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse".
FEB
22
13:25 Uhr, geschrieben von jps-mm
NRW-CDU verkauft Gespräche mit Rüttgers 1
Die nordrhein-westfälische CDU verkauft zahlungskräftigen Sponsoren exklusive Gesprächstermine mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Wie das Nachrichtenmagazin «Spiegel» am Samstag berichtete, belegen Briefe der NRW-Union, dass Unternehmen für den Landesparteitag Mitte März nicht nur Ausstellungsfläche erwerben können, sondern auch vertrauliche Unterredungen mit den Mitgliedern der Landesregierung. Für 20 000 Euro können Kunden demnach ein sogenanntes Partnerpaket für den Parteitag kaufen, das neben einem mehr als 15 Quadratmeter großen Stand auch «Einzelgespräche mit dem Ministerpräsidenten und den Minister/innen» verspricht. Für 14 000 Euro bietet die Partei eine Ausstellungsfläche von 10 bis 15 Quadratmetern, eine vertrauliche Unterredung ist dafür allerdings nicht mehr drin, sondern nur noch ein «Fototermin und Rundgang mit dem Ministerpräsidenten und den Minister/innen».
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