Alfa-Vorsitzender Bernd Lucke „AfD ist zu 90 Prozent pro Putin“

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Bei Meinungsumfragen wird die „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ (Alfa) kaum wahrgenommen. Das ist doppelt bitter für ihren Vorsitzenden Bernd Lucke, der einst die AfD hochgezogen hat und nach der Abspaltung deren Durchmarsch verfolgen muss.

Bernd Lucke muss zusehen, wie seine frühere  Partei  heute Erfolge feiert. Foto: Lg/Zweygarth
Bernd Lucke muss zusehen, wie seine frühere Partei heute Erfolge feiert.Foto: Lg/Zweygarth

Stuttgart - Bernd Lucke kennt die große politische Bühne. Dort stand er bis zum vorigen Sommer – bis er im Streit von seinem politischen Ziehkind, der „Alternative für Deutschland“ (AfD), vertrieben wurde und mit Getreuen die „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ (Alfa) gründete. Deren Vorsitzender ist er nun, zudem Abgeordneter im Europaparlament. Doch gefragt ist er kaum noch: Seit einem dreiviertel Jahr wird der Wirtschaftsprofessor nicht mehr zu Talkshows eingeladen, in denen über die AfD geredet wird. Das wundert Lucke: „Ich habe gedacht, dass dies nahe gelegen hätte.“ Er sei doch derjenige, der die AfD maßgeblich geprägt hat.

Zu Alfa, so ist zu erkennen, muss er noch seltener Stellung nehmen. Deren Zustimmungswerte sind vor den drei Landtagswahlen aus Sicht der Meinungsforscher kaum messbar. „Wir wissen, dass unser Problem die mangelnde Bekanntheit ist“, sagt Lucke in der StZ-Redaktion. Alfa habe keine Mandatsträger und sehr wenig Geld für Plakatwerbung zur Verfügung. Die Situation sei schwierig und habe sich anders entwickelt, als man es sich bei der Parteienspaltung erhofft hätte. „Durch die Fokussierung auf ein Thema, die Flüchtlinge, sind mit einer differenzierteren Argumentation nicht viele Blumentöpfe zu gewinnen.“ Derweil profitiere die AfD von der Stimmung auf der Straße – „das bedaure ich“.

„Alfa ist nicht fremdenfeindlich“

Seine Kernaufgabe bleibt es zwangsläufig, eine Abgrenzung von der AfD vorzunehmen, zumal viele ihrer Anhänger noch nicht mal erkannt hätten, dass der einstige Mitbegründer Lucke gar nicht mehr in der AfD sei. „Alfa ist völlig frei von fremdenfeindlichen Ressentiments und nicht der Auffassung, dass man die Flüchtlingskrise dadurch löst, indem man sagt: Wir wollen die Flüchtlinge einfach nicht haben – egal, was aus ihnen wird“, betont Lucke. Er plädiert stattdessen für eine „atmende Obergrenze, die von den Kommunen unter Berücksichtigung ihrer Aufnahmefähigkeit bestimmt wird“. Damit nehme man eine Position zwischen der AfD und den etablierten Parteien ein. Auch habe Alfa eine kritische, aber grundsätzlich positive Einstellung zu Europa. „Bei uns will niemand aus der EU austreten, was in der AfD eine weit verbreitete Stimmung geworden ist.“

Einst hat Lucke fast ausschließlich gegen den Euro gewettert – heute ist die frühere politische Heimat der Hauptgegner: „Mir tut nicht der Erfolg der AfD an sich weh, sondern ihre Entwicklung zu einer Partei, die ähnlich wie der Front National oder Geert Wilders in den Niederlanden mit latent ausländerfeindlichen Inhalten in den zweistelligen Bereich vordringt.“ Damit sei die Chance vorerst verpasst, eine Erneuerung im bürgerlichen Lager anzustoßen. An der AfD-Spitze um Frauke Petry stellt der 53-Jährige „noch mal eine deutliche Radikalisierung“ fest. „Die AfD wird nicht geführt von ihrer Führung, sondern getrieben von Stimmungen an der Basis.“ Diese äußere sich vielfältig etwa im Internet und erwarte, dass die Spitze dies aufnimmt. „Entweder man passt sich an oder leistet Widerstand und wird überrollt.“ Der Mann spricht aus leidvoller Erfahrung.

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50 Kommentare Kommentar schreiben

AfD: Herr Lucke hätte innerhalb der AfD bleiben sollen... es gibt andere Volkswirtschaftler z.B. Meuthen, die sind geblieben... er ist halt kein "Parteiführer"... aber er wollte unter Petry nicht arbeiten... also hat er sich in Wirklichkeit aus der Politik ausgeschlossen.. die EU-Abgeordneten-Sitze laufen aus und gehörten eigentlich der AfD!

Pro Putin: Na dann verschiffen wir sie doch ins Zarenreich des Vladis.

AFD ist zu 90% pro Putin: Wieder mal ein Artikel von den gleichgeschalteten Medienschreiberlingen. Pfui !!Was ist so schlecht an Putin ? Dann lest doch mal ein Buch von Thomas Barnett (englisch),dort ist zu lesen was hier gerade passiert. Warum bekommen die angeblichen "Rechten Parteien" Europas so viel Zulauf, daß hängt doch nicht an den von USRAEL gekauften Politikern, die gegen das Volk regieren auch mit bewussten Verletzungen von Gesetzen.

Fällt Ihnen : nicht auf, Herr Schmitt, dass alleine das Erscheinen Ihres Beitrags mit der steilen These von der "Gleichschaltung" der Presse so offenkundig nicht zusammenpassen mag? Thomas Barnett anzuführen, sagt aber mehr als alles andere über ihre Haltung hinter dem Beitrag. Die Aussagen dieses Schwachmaten finden ansonsten Beachtung nur auf Seiten der NPD und irgendwelcher Verschwörungstheoretiker. Man hat fast den Eindruck: wenn es Barnett nicht gäbe, Frauke Petry oder Pegida hätte ihn glatt erfinden müssen. Im Übrigen: wenn es einen De-facto-Fan der "globalisierten" Geisteshaltung von Barnett gibt, dann ist es ... Putin.

Presse in D: Viele "Auslandsjournalisten" -und auch bekannte inländische- kritisieren das Medien - (Alt)Parteien - Kartell in D... Sie kritisieren vor allem das es in D so gut wie keine kritische Berichterstattung zur Regierung gibt.. was eigentlich eine Hauptausgabe der Medien sei!!

„AfD ist zu 90 Prozent pro Putin“ =>: => Dann ist die Politik der AfD mit Lügen verbunden! Die sind je gegen Fluchtlinge. Dabei ist es gerade Herr Putin, der durch seine Unterstützung Assads (auch militärische) Millionen von Menschen in Syrien auf die Flucht bringt.

Und warum flüchten : die Menschen aus Afghanistan, Irak, Libyen, Libanon, aus dem Gazastreifen? Und warum waren die Flüchtlinge schon lange bevor Russland eingegriffen hat auf dem Weg? Die Flüchtlingslager existieren schon seit einigen Jahren. Soviel ich weiß sind ungefähr 46% der Flüchtlinge aus Syrien. Und warum hatten wir aus Syrien bis zum Ausbruch der (gesteuerten) Unruhe keine Flüchtlinge? Es ist einfach unglaublich uns immer wieder zu suggerieren, dass wir keine Flüchtlinge hätten wenn die bösen Russen nicht eingegriffen hätten.

Frau Keppelen: richtig, die Flüchtlinge gab es auch schon vorher. Und warum?? Weil Russland seit Jahren Syrien mit Waffenlieferungen massiv unterstützt u. somit für den Krieg u. die Flühtlingswelle mitverantwortlich ist. Und jetzt mischen sie aktiv mit u. die Flüchtlingswelle ebbt nicht ab. Somit ist alles klar, wer dafür allein verantwortlich ist, Frau Keppelen!!!!!!

Putin: klar.. haben Sie nicht gewusst das Putin bereits kurz nach seiner Geburt -noch als 4 jähriger Junge- damit begonnen hat nicht nur Syrien sondern den gesamten nahen Osten zu destabilisieren.. auch Bush ist erst auf Befehl von Putin im Irak einmarschiert!!!.... lolol....

Stellvertreterkriege: also bitte Herr Graf, auch die Natostaaten schicken Waffen in Kriesenregionen. Jetzt allein die Russen verantwortlich zu machen ist ein bisschen sehr einfach. Woher hat denn der IS seine Waffen? Um den Nahen Osten zu befrieden braucht es ALLE Staaten an einem Tisch die dort sicher auch Geostrategische Interessen haben. Ist blöd aber nicht zu ändern! Sonst werden diese Stellvertreterkriege nur weiter um den Globus geschickt, diese und weitere Regionen destabilisiert. Und das die USA Flüchtlinge aufnehmen können sie sicherlich "vergessen".

Putin...: na alle flüchten wegen Putin.. lol.. glauben unsere "Gutmenschen"... und der überwiegende Teil unserer Medien!!

WIR sind die Betroffenen: und zwar täglich hier in Stuttgart. - - - Es ist bestimmt auch bekannt, daß hier bei uns die amerikanischen Angriffs-Drohnen gesteuert werden ( die USA-Hasser auch ). - - - Es laufen in der US-Zentrale auch weitere Aktionen an die ich gar nicht denken möchte. - - - ALSO, - immer gerecht bleiben. - - - Was das finanzielle Zugrunde richten betrifft, daß haben wir mit den Flüchtlingen und den diversen Handelsabkommen mit den USA, - ALLES noch vor uns. - - - SOMIT ist es EGAL, von wem man in der Vergangenheit oder in Zukunft zur Ader gelassen wird. - - - " USA vs Russland " mit Ihren Auswirkungen, - daß ist für Deutschland mindestens eine Nummer zu groß. - - - Wir agieren als Deutschland nicht mehr, - wir weichen nur noch aus.

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