Alpine Bau GmbH Alpine Bau GmbH ist insolvent

Von dpa / StZ 

Die Alpine Bau GmbH hat Antrag auf Insolvenz gestellt. Das österreichische Unternehmen ist Teil eines von Hochtief geführten Konsortiums, das im Rahmen von Stuttgart 21 den Tunnel Bad Cannstatt baut. Außerdem ist die Karlsruher Kombilösung durch die Pleite gefährdet.

Das Foto vom 28.08.2012 zeigt am Durlacher Tor in Karlsruhe eine Baustelle zur sogenannten Kombilösung. Nach der gescheiterten Rettung des österreichischen Baukonzerns Alpine sorgen sich die Karlsruher um ihr Tunnelbauprojekt Kombilösung. Foto: dpa
Das Foto vom 28.08.2012 zeigt am Durlacher Tor in Karlsruhe eine Baustelle zur sogenannten Kombilösung. Nach der gescheiterten Rettung des österreichischen Baukonzerns Alpine sorgen sich die Karlsruher um ihr Tunnelbauprojekt Kombilösung. Foto: dpa

Wien - Die österreichische Alpine Bau GmbH hat beim Handelsgericht Wien einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Das bestätigte ein Gerichtssprecher am Mittwoch auf dpa-Anfrage. Alpine war zunächst nicht erreichbar. Die Alpine Bau GmbH beschäftigt rund 6500 Mitarbeiter. Die gesamte Gruppe hat als zweitgrößter österreichischer Baukonzern nach eigenen Angaben rund 15 000 Mitarbeiter im In- und Ausland, 1900 davon in Deutschland.

Alpine ist Teil eines von Hochtief geführten Konsortiums, das im Rahmen von Stuttgart 21 den Tunnel Bad Cannstatt errichten soll. Dieser Tunnel soll den Hauptbahnhof mit der geplanten Neckarbrücke verbinden. In Karlsruhe ist Alpine sogar Konsortialführer bei der sogenannten Kombilösung, die den Bau einer unterirdischen Stadtbahn sowie einen Autotunnel vorsieht.

Das österreichische Unternehmen hatte bereits am Dienstagabend mitgeteilt, dass der Rettungsversuch gescheitert sei. Bemühungen zur außergerichtlichen Sanierung der Gruppe mit Sitz in Salzburg seien abgebrochen worden. „Trotz beträchtlicher Unterstützung der finanzierenden Banken und intensiven Bemühungen des Eigentümers ist es wider Erwarten nicht gelungen, die Alpine-Gruppe außerhalb eines Insolvenzverfahrens zu sanieren“, hatte es in der Mitteilung geheißen.