Altenclub Zuffenhausen Altenclub macht das halbe Jahrhundert voll

Von Bernd Zeyer 

Im November 1967 ist der Altenclub Zuffenhausen vom damaligen Bezirksvorsteher Gustav Ohmenhäuser ins Leben gerufen worden. Der runde Geburtstag wird am Donnerstag, 16. November, von 14 Uhr an im Franz-Josef-Fischer-Haus gefeiert.

Gemütliches Beisammensein: Das Bild zeigt eine ACZ-Veranstaltung aus den 1980er Jahren im Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Foto: privat
Gemütliches Beisammensein: Das Bild zeigt eine ACZ-Veranstaltung aus den 1980er Jahren im Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Foto: privat

Zuffenhausen - Fast auf den Tag genau 50 Jahre ist es nun her, dass der Altenclub Zuffenhausen (ACZ) ins Leben gerufen wurde. Damals, im Jahr 1967, war Kurt-Georg Kiesinger Bundeskanzler, Heinrich Lübke Bundespräsident und Lyndon B. Johnson lenkte die Geschicke der USA. Für die Geschicke Zuffenhausens war seinerzeit Gustav Ohmenhäuser zuständig. Der damalige Bezirksvorsteher gründete im November 1967 den ACZ. Die erste offizielle Veranstaltung gab es am 16. November im Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Der Andrang war derart, dass im Bezirksrathaus Platzkarten ausgegeben werden mussten.

50 Jahre später ist der Zulauf zwar nicht mehr so groß wie in den Gründungstagen, dennoch finden durchschnittlich zwischen 60 und 80 Besucher den Weg zu den regelmäßigen Veranstaltungen. Die gehen seit 2014 nicht mehr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, sondern im Franz-Josef-Fischer-Haus über die Bühne, und zwar an jedem dritten Donnerstag eines Monats von 14 bis 16.30 Uhr. „Es werden weniger Leute“, sagt Lieselotte Scharnbeck, die den Altenclub zusammen mit Helmut Mattern und Ital Schadewaldt leitet. Senioren von heute stehe ein ganz anderes Freizeitangebot als früher zur Verfügung. Sportvereine, Volkshochschule, Theater und andere Institutionen haben die ältere Generation längst als Klientel entdeckt. Wer zum ACZ kommt, ist meistens ein Stammgast und weiblich. „Wir brauchen dringend Männer“, sagt Scharnbeck und spielt damit nicht zuletzt auf die körperliche Stärke der Herren an: Um für die Veranstaltungen Tische und Stühle auf- und abzubauen, hätten viele der älteren Damen einfach nicht mehr genug Kraft.

Der ACZ setzt auf ein abwechslungsreiches Programm mit Niveau

Am Sinn und Zweck des Altenclubs hat sich seit 1967 nichts geändert. Vornehmste Aufgabe, das hatte Ohmenhäuser damals gesagt, sei es, „den älteren Menschen von Zuffenhausen an den monatlichen Unterhaltungsnachmittagen all dies zu bieten, was diesen Menschen in ihrem Alter und ihrem Alleinsein Freude und Geborgensein vermittelt: Ernstes, Heiteres, Ausflüge und Besichtigungen, Spaziergänge und Basteln.“ Als erster Vorsitzender leitete Ohmenhäuser den ACZ von Anfang an. Als Träger konnte er die evangelische und die katholische Kirchengemeinde ebenso gewinnen die die Arbeiterwohlfahrt (Awo) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Alle vier sind heute noch mit im Boot. Ebenso wie Gründungsmitglied Ilse Rätz aus dem Helferteam. Für ihr unermüdliches Engagement wird sie bei der „Geburtstagsfeier“ des ACZ, die am Donnerstag, 16. November, (also genau 50 Jahre nach der ersten Veranstaltung) von 14 Uhr an im Franz-Josef-Fischer-Haus, Besigheimer Straße 19, stattfindet, mit der Ehrenamtsmedaille der Stadt Stuttgart ausgezeichnet.

1975 hatte Wolfgang Zeller, Pfarrer im Ruhestand, die Leitung des ACZ übernommen, 1991 trat Helmut Mattern für 20 Jahre in dessen Fußstapfen. Nach wie vor tritt Mattern regelmäßig bei ACZ-Veranstaltungen auf, oftmals mit seinem Spezi Herbert Schneider. Zudem ist Mattern Mitglied im dreiköpfigen Führungsteam.

„Wir setzen auf ein ansprechendes und abwechslungsreiches Programm mit Niveau“, sagt Scharnbeck. Sehr gut kämen Ausflüge und Spaziergänge an, gut besucht werde auch die Gymnastikgruppe. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stünden musikalische Veranstaltungen und die traditionelle Weihnachtsfeier. Großartige Honorare für Unterhaltungskünstler kann der ACZ nicht zahlen, da er sich ausschließlich durch Spenden finanziert.

Auch wenn die Zeiten sich weiter wandeln, Scharnbeck ist sich sicher, dass es den ACZ auch in 50 Jahren noch geben wird. Denn das Beisammensein in gemütlicher Runde wird bis zum Jahr 2067 kaum aus der Mode kommen – der unpersönlichen Digitalgesellschaft zum Trotz.

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