Stuttgart/Winnenden - Der Prozess gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden nimmt immer größere Ausmaße an. Bisher sind
laut einem Artikel auf Welt-Online vom Freitag "schon zahlreiche Nebenkläger für den Prozess vor dem Landgericht Stuttgart zugelassen worden. Die 34 Nebenkläger, die von 17 Anwälten vertreten werden, sind Angehörige von Opfern sowie direkt Betroffene.
Die Hauptverhandlung beginnt am 16. September vor der 18. Strafkammer des Landgerichts Stuttgart. Der Vater des Amokläufers Tim K., der sich durch zwei Verteidiger vertreten lässt, muss sich wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. Tim K. hatte bei der Tat die Sportwaffe seines Vaters benutzt, die der Vater unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrte.
Derzeit sind für den Prozess 27 Verhandlungstage angesetzt. Der 17 Jahre alte Tim K. hatte am 11. März 2009 in der Albertville-Realschule in Winnenden bei Stuttgart neun Schüler und drei Lehrerinnen erschossen. Auf der Flucht tötete er drei weitere Menschen, bevor er sich selbst das Leben nahm. 13 Menschen wurden bei dem Amoklauf verletzt.