Amoklauf von Winnenden Schon 34 Nebenkläger
epd, 21.08.2010 15:31 Uhr
 Foto: ddp
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Stuttgart/Winnenden - Der Prozess gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden nimmt immer größere Ausmaße an. Bisher sind laut einem Artikel auf Welt-Online vom Freitag "schon zahlreiche Nebenkläger für den Prozess vor dem Landgericht Stuttgart zugelassen worden. Die 34 Nebenkläger, die von 17 Anwälten vertreten werden, sind Angehörige von Opfern sowie direkt Betroffene.

Die Hauptverhandlung beginnt am 16. September vor der 18. Strafkammer des Landgerichts Stuttgart. Der Vater des Amokläufers Tim K., der sich durch zwei Verteidiger vertreten lässt, muss sich wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. Tim K. hatte bei der Tat die Sportwaffe seines Vaters benutzt, die der Vater unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrte.

Derzeit sind für den Prozess 27 Verhandlungstage angesetzt. Der 17 Jahre alte Tim K. hatte am 11. März 2009 in der Albertville-Realschule in Winnenden bei Stuttgart neun Schüler und drei Lehrerinnen erschossen. Auf der Flucht tötete er drei weitere Menschen, bevor er sich selbst das Leben nahm. 13 Menschen wurden bei dem Amoklauf verletzt.
Kommentare (6)
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AUG
25
vauzet, 20:40 Uhr

ein paar Gedanken

Ich sehe diesen Prozeß als sehr diffizil an: 1. Strafprozeß wegen eines Vergehens, das zum Zeitpunkt seines "Begehens" gar keine Straftat war. 2. brachiale Aufbewahrungsvorschriften für Gegenstände (Waffen), wie sie meines Wissens nach in der westlichen zivilisierten Welt einmalig sind und bei deren Einführung vor 20 Jahren es schon heiße Debatten gab (Entwaffnung auf die "kalte Art" durch immer maßlosere Vorschriften usw.). 3. Wie verhält man sich in Zukunft gegenüber Besitzern anderer "gefährlicher Gegenstände" egal welcher Art, die deren Mißbrauch durch Unberechtigte leichtfertig ermöglichen (Bspl. Kfz-Schlüssel am Schlüsselbrett). Wird hier einer Prozeßlawine Tür und Tor geöffnet? Und zum Schluß die Frage, die ich mir als Vater gestellt hätte: Wer oder was hat meinen Sohn soweit gebracht, daß er diese schreckliche Tat begangen hat - die Frage des Motives. War er organisch/psychissch Krank oder hat hier eine Fremdeinwirkung vorgelegen? Aber ob dies der Prozeß klären wird?

AUG
24
Anton, 22:07 Uhr

Winnenden, 34 Nebenkläger

34 Nebenkläger, pfui !! Geben Sie erst Ruhe, wenn Sie den armen Vater, die arme Familie von Tim vollständig vernichtet haben? Nach dem Verbrechen galt unser tiefstes Mitleid all den Menschen, die einen Angehörigen verloren haben. INZWISCHEN SIEHT ES GANZ ANDERS AUS !!! Menschen die so einen ZERSTÖRUNGSWAHN in sich tragen passen nicht mehr in diese Welt. Wir wünschen dem armen "Vater von Tim", dass die zuständigen Richter dieser Familie nicht noch mehr Leid anhängt. SOLCHE FEINDSELIGE ÄUßERUNGEN , wie in einigen Kommentaren zu lesen sind, HAT MIT TRAUER NICHTS MEHR ZU TUN! Oder glauben Sie der Vater hätte seinen Sohn zu dieser Tat angestiftet? Liebe Familie K. wir wünschen Ihnen viel Kraft!

AUG
23
Jens, 11:46 Uhr

27 Tage

Die wollen sich echt 27 Tage Zeit nehmen? Für was? Tatbestand klar, Ablauf klar, ein Tag sollte doch eigendlich reichen. Oder will man die Familie mit Macht in den Ruin treiben, da ja die Prozesskosten dem Schuldigen auferlegt werden? Also was soll das?

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