Amy Macdonald in Stuttgart
Ein kleines bisschen Normalität
Jan Ulrich Welke,
10.11.2010 15:37 Uhr
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Foto:Deiner
Stuttgart - Ganz schön viele Fräuleinwunder haben in den letzten Jahren das Rampenlicht der Öffentlichkeit erblickt. Kate Nash, Katy Perry, Aura Dione, Adele etwa und eben auch Amy Macdonald. Ein Konzert von Pete Doherty, erzählt die junge schottische Songwriterin selbst, sei für sie das Schlüsselerlebnis für die Entscheidung gewesen, Berufsmusikerin werden zu wollen. Doch dies hat sich ebensowenig in ihrer Musik niedergeschlagen wie der Umstand, dass sich Paul Weller ihrer Musik angenommen hat.
Macdonalds Songs sind arglose Lagerfeuernummern, gut auf den Mainstream zugeschnitten und entsprechend erfolgreich: Ihre beiden Alben sind dicke Charterfolge, bei ihrem dritten Gastspiel in anderthalb Jahren sind am Dienstagabend 4500 Besucher in die Porsche-Arena gekommen. Dort klingt es, als sie bereits um 21 Uhr die Bühne betritt, als hätte man schnell noch ein paar Subwoofer aus dem Baumarkt in den Porschehallen-Kofferraum eingebaut: extrem bassüberzeichnet, egal wo man sich postiert. Der Sound ist schlecht, aber immerhin wird sie darob nicht – wie noch beim Tourauftakt vor wenigen Tagen in Hamburg geschehen – ausgepfiffen. Aber das mit der Liveumsetzung des Materials ist ohnehin so eine Sache. Manch ein Ton geht daneben, ihre Singstimme ist oft nicht auf dem Punkt.
Amy Macdonald serviert acht der zehn Songs ihres 2007 erschienenen ersten Albums "This is the Life" sowie zehn der zwölf Stücke ihres im Frühjahr veröffentlichten zweiten Albums "A Curious Thing", mal gibt sie sich etwas balladiger, mal etwas rockiger, zwischendurch erzählt sie mit heftigem Akzent ein paar harmlose Geschichtchen, unter anderem jene, dass sie gerne Autos möge und es doch daher so ungemein komisch sei, dass sie hier ausgerechnet in der Porsche-Arena spiele.
In der erwartbaren Zugabe gibt es noch eine etwas bemüht wirkende Coverversion von Bruce Springsteens "Born to run", und da sie zuvor ja quasi ihr komplettes Repertoire gespielt hat, war natürlich auch ihr größter Hit "This is the Life" dabei, der das ansonsten nicht restlos enthusiasmierte Publikum zu Beifallsstürmen hinriss. Zur Begrüßung spielte sie das Stück "An Ordinary Life", das die ganz ordinäre Normalität zelebriert. An das gänzlich ereignislose Dahinziehen der Jahre, Monate, Tage, Stunden und vor allen Dingen Minuten – daran muss man dann noch häufig denken.
Macdonalds Songs sind arglose Lagerfeuernummern, gut auf den Mainstream zugeschnitten und entsprechend erfolgreich: Ihre beiden Alben sind dicke Charterfolge, bei ihrem dritten Gastspiel in anderthalb Jahren sind am Dienstagabend 4500 Besucher in die Porsche-Arena gekommen. Dort klingt es, als sie bereits um 21 Uhr die Bühne betritt, als hätte man schnell noch ein paar Subwoofer aus dem Baumarkt in den Porschehallen-Kofferraum eingebaut: extrem bassüberzeichnet, egal wo man sich postiert. Der Sound ist schlecht, aber immerhin wird sie darob nicht – wie noch beim Tourauftakt vor wenigen Tagen in Hamburg geschehen – ausgepfiffen. Aber das mit der Liveumsetzung des Materials ist ohnehin so eine Sache. Manch ein Ton geht daneben, ihre Singstimme ist oft nicht auf dem Punkt.
Eine bemüht wirkende Zugabe
Amy Macdonald serviert acht der zehn Songs ihres 2007 erschienenen ersten Albums "This is the Life" sowie zehn der zwölf Stücke ihres im Frühjahr veröffentlichten zweiten Albums "A Curious Thing", mal gibt sie sich etwas balladiger, mal etwas rockiger, zwischendurch erzählt sie mit heftigem Akzent ein paar harmlose Geschichtchen, unter anderem jene, dass sie gerne Autos möge und es doch daher so ungemein komisch sei, dass sie hier ausgerechnet in der Porsche-Arena spiele.
In der erwartbaren Zugabe gibt es noch eine etwas bemüht wirkende Coverversion von Bruce Springsteens "Born to run", und da sie zuvor ja quasi ihr komplettes Repertoire gespielt hat, war natürlich auch ihr größter Hit "This is the Life" dabei, der das ansonsten nicht restlos enthusiasmierte Publikum zu Beifallsstürmen hinriss. Zur Begrüßung spielte sie das Stück "An Ordinary Life", das die ganz ordinäre Normalität zelebriert. An das gänzlich ereignislose Dahinziehen der Jahre, Monate, Tage, Stunden und vor allen Dingen Minuten – daran muss man dann noch häufig denken.
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Amy Macdonald in Stuttgart
Aber hallo Herr Welke ! Sie sind zu alt für diese Musik, auch für die von den anderen jungen Frauen wie Avril Lavigne, die ihre Texte selbst entwerfen und Gitarre, Klavier, Schlagzeug spielen. Bei Ihnen ziehen die Damen immer den kürzeren, was aus meiner Sicht schlicht billig und frauenfeindlich ist. Aber bei Ihnen hat das schon System, wenn ich von Ihnen andere Texte lese, wenn Ihre Generation Musik macht. Habe dann fast den Eindruck, es spielten Heilige. Lassen Sie andere, junge Leute doch die Artikel schreiben, geben Sie denen die Eintrittskarten, die gehen gerne hin und berichten für Ihre jungen Leser, die man so doch eher von der STZ abschreckt. Sie waren wohl gar nicht dort oder haben den Artikel als braver Schreiberling vorabgeschrieben aus der Hamburger Presse, gell ? Ich war mit meinem Schwiegersohn dort. Es war super, nicht nur Amy ist umwerfend, auch ihre Band ist fantastisch. Wem es zu laut ist auf solchen Konzerten, ist eventuell halt fehl am Platze....Ich war noch nie auf einem Konzert, welches " nicht laut " war, halt in den letzten vierzig Jahren, um es zeitlich einzuschränken. Was mich besonders ärgert, ist, daß ich mit Ihnen 2005 mal recht lange über ein Konzert von Avril Lavigne in Böblingen diskutiert habe, das Sie ähnlich unqualifizert kommentiert haben und daß Sie in eigener Selbstüberschätzung beratungsresistent sind. Ich aber als Abonennt der Stuttgarter Zeitung diesen Quatsch an Berichterstattung bezahlen muß, echt keine Hilfe !!!
Konzertkritik
Das Konzert war sehr toll! Musik ist Kunst und Kunst ist Geschmacksache. Bei den Bildern ist es ebenfalls so. Es sind zwar (wie immer hier) viel zu viele, technisch gesehen ist alles tiptop. Wenn Du oft auf Musikveranstaltungen unterwegs bist, weißt du dass Fotografen sich eingeschränkt bewegen dürfen und nur 2-3 Lieder Zeit zum fotografieren haben und dann aus der Halle geführt werden! Aus diesem Grund gibt es wahrscheinlich keine Gesamtbühnenbilder (auch nicht von dpa, dapd, etc.). Ich zitiere Dieter Nuhr: "Wer keine Ahnung hat..."
Schlechter Sound
Ich stimme der Kritik bezogen auf den Sound insoweit absolut zu, als er viel zu basslastig war. Das wurde zwar im Laufe des Konzerts reguliert, aber nicht ausreichend. Viele Leute haben deswegen das Konzert verlassen! Leider hat der Bass die Gitarre und den Gesang (den ich anders als der Autor prima fand!!!) etwas in den Hintergrund treten lassen. Natürlich kann ich nicht sagen, wie das im Innenraum ankam, da ich auf der Tribünde saß. Dort hat es aber nicht wenige Leute gestört.