Analyse des Wahlkreises Vaihingen Unterstützer für die Verkehrsgeplagten

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Gleich mehrere Landtagskandidaten im Wahlkreis Vaihingen wollen sich für eine Entlastung vom Straßenverkehr stark machen. Die beiden amtierenden Abgeordneten dürften gute Chancen haben, bei den anderen wird es spannend.

Der Verkehr auf der B 10 bei Vaihingen ist vielen ein Dorn im Auge – wer tritt wohl an, um  die Probleme zu lösen? Foto: factum/Granville
Der Verkehr auf der B 10 bei Vaihingen ist vielen ein Dorn im Auge – wer tritt wohl an, um die Probleme zu lösen?Foto: factum/Granville

Vaihingen/Enz - Der Wahlkreis Vaihingen gilt als CDU-Hochburg – und hat bereits einige bekannte Politgrößen hervorgebracht. Unter anderem stammt der einstige Ministerpräsident Günther Oettinger aus dem Wahlkreis mit der Nummer 13. Auch Annemarie Griesinger, die es bis zur stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag brachte und 1972 die erste Frau im baden-württembergischen Kabinett war, ist hier aufgewachsen. Kandidaten dieses Kalibers fehlen zwar bei der Landtagswahl im März, doch die beiden amtierenden Landtagsabgeordneten Konrad Epple (CDU) und Markus Rösler (Grüne) dürften durchaus eine Chance auf Wiederwahl haben.

Immerhin holte Konrad Epple 2011 auf Anhieb das Direktmandat. Bei der Nominierung hatte er sich gegen Albrecht Fischer durchgesetzt, der 2010 für Günther Oettinger in den Landtag nachgerückt war. Epple will verlässlich Bewährtes bewahren und behutsam modernisieren. Der 52-jährige gelernte Schlossermeister macht sich vor allem dafür stark, drängende Verkehrsprobleme zu lösen, etwa durch den Ausbau der Bundesstraße 10, durch den generellen Ausbau des Straßennetzes sowie durch die Verbesserung des Nahverkehrs. Zudem will sich der Ditzinger für eine gute Infrastruktur für die Wirtschaft einsetzen und favorisiert ein gegliedertes Schulsystem.

Markus Rösler liegt der Naturschutz am Herzen

Auch der umtriebige Markus Rösler sitzt seit 2011 im Landtag und beschäftigt sich dort schwerpunktmäßig mit den Themen Finanzen und Wirtschaft sowie Fragen zu Ländlichem Raum und Verbraucherschutz. Dem studierten Landschaftsplaner liegt der Naturschutz am Herzen, insbesondere für die Erhaltung von Streuobstwiesen und für den Schutz des Wolfes hat er sich in der Vergangenheit immer wieder öffentlich eingesetzt. Der 52-Jährige ist in Gerlingen aufgewachsen, wohnt aber inzwischen in Vaihingen/Enz.

Egon Beck, der für die SPD in den Landtag einziehen will, dürfte landesweit noch nicht so bekannt sein. Zudem verheißen die Prognosen nicht gerade ein brillantes Wahlergebnis für die Sozialdemokraten. Schon Becks Vorgänger Wolfgang Stehmer, der eine Legislaturperiode im Landesparlament saß, hat den Sprung 2011 nicht mehr geschafft. In der Korntal-Münchinger Kommunalpolitik ist Beck allerdings ein alter Hase. Der 57-Jährige sitzt seit 1999 im örtlichen Gemeinderat, seit 2004 ist er Fraktionschef und seit 2014 Mitglied des Kreistags. Der Oberstaatsanwalt schreibt sich vor allem die Themen Innere Sicherheit, Kriminalitätsbekämpfung und Soziale Gerechtigkeit auf die Fahnen.

Roland Zitzmann propagiert Vielfalt in der Politik

Die FDP hat den 51-jährigen Fuhrparkleiter Roland Zitzmann nominiert. Der gelernte Landschaftsgärtner propagiert Aufstieg durch Leistung und eine größtmögliche Vielfalt in der politischen Landschaft. Der Vaihinger will sich für die Umfahrung der B 10 im Stadtteil Enzweihingen einsetzen, für eine Sanierung des Straßennetzes und die Stärkung des Mittelstandes.

Der 62 Jahre alte Peter Schimke, ebenfalls aus Vaihingen, tritt für die Linke an. Der hauptamtliche Betriebsrat und gelernte Nachrichtentechniker will sich vor allem für soziale Gerechtigkeit, sichere Arbeitsplätze und Frieden stark machen. Das dürfte den Positionen der AfD-Kandidatin Anja Markmann entgegenstehen. Die 56-jährige Informatikerin aus Heidelberg hatte bereits vor dem Bruch ihrer Partei mit dem einstigen Vorsitzenden Bernd Lucke öffentlich klar gemacht, dass sie einen konservativ-nationalen Kurs verfolge.

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