Angriff auf Zivilbeamten Polizei verhaftet Stuttgart-21-Gegner

Von dpa 

Die Polizei nimmt einen 49-jährigen Mann in Haft. Er soll bei der Montagsdemonstration vor einer Woche einen Beamten schwer verletzt haben.

Die Montagsdemonstration am 20. Juni ist aus dem Ruder gelaufen. Mehrere Polizisten sollen dabei verletzt worden sein. Foto: Beytekin 41 Bilder
Die Montagsdemonstration am 20. Juni ist aus dem Ruder gelaufen. Mehrere Polizisten sollen dabei verletzt worden sein.Foto: Beytekin

Stuttgart - Eine Woche nach den gewaltsamen Attacken auf einen Zivilbeamten der Polizei bei der Stuttgart-21-Demonstration haben die Ermittler einen Verdächtigen festgenommen. Gegen den 49-Jährigen sei Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten schweren Raubes ergangen, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag in Stuttgart mit. Videoaufzeichnungen hätten die Ermittler auf die Spur des Mannes gebracht, der wegen weiterer Delikte polizeibekannt sei und keinen festen Wohnsitz habe.

Der Mann, der in Bad Cannstatt festgenommen wurde, soll während der Ausschreitungen bei der Stuttgart-21-Demonstration den 42-jährigen Polizisten geschlagen und schwer verletzt haben. Außerdem soll er versucht haben, zusammen mit einem weiteren Mann dem Beamten die Dienstwaffe zu entreißen. Der zweite Mann ist noch unbekannt.

Polizist hat eine Gehirnerschütterung erlitten

Ursprünglich hatten die Behörden wegen versuchten Totschlags ermittelt. Der 42-Jährige Beamte hatte nach Darstellung der Polizei eine Gehirnerschütterung und Kehlkopfprellungen erlitten. Er ist zwar aus dem Krankenhaus entlassen, aber nach Angaben vom Dienstag noch nicht dienstfähig.

Zum genauen Ablauf der Geschehnisse gibt es unterschiedliche Versionen von Polizei und der Gruppe der „Parkschützer“. Während die Polizei sagt, die beiden Angreifer hätten die Waffe an sich reißen wollen, erklärten die Stuttgart-21-Gegner, es sei lediglich gerufen worden „Tue die Waffe weg“.

Bei der gewaltsamen Besetzung der Baustelle für die Tieferlegung des Hauptbahnhofs waren weitere acht Beamte durch ein Knall-Trauma verletzt worden, nachdem ein selbstgebastelter Sprengkörper explodierte. Die Demonstranten richteten einen Schaden in Höhe von 1,5 Millionen Euro an.

121 Kommentare Kommentar schreiben

steuerzahler?: @zombie1969: Der Steuerzahler muss doch gar nicht für den Schaden aufkommen. Bitte keine Unwahrheiten verbreiten. Sachbeschädigung ist zwar inakzeptabel, aber für so etwas kommen Versicherungen auf.

Und wenn auch: Die unbeholfenen S21-Gegner sollten langsam einsehen dass sie mit ihren Gewalttätigkeiten vollumfänglch gescheitert sind. Noch besser wäre allerdings sie würden die Schäden die sie anrichtetetn übernehmen zur Schonung des Steuerzahlers.

Mehrere Polizisten? Wieso die Bilder der BFEs?: Was impliziert die StZ mit den Bildern der schwervermummten BFE-Einheiten, die Rentner zusammenpferchen, neben der Überschrift und dem Text 'mehrere Polizisten sollen verletzt worden sein'? Glaubt denn wirklich noch irgendjemand der Leser, daß die Rentner die schwerbewaffneten Kampfeinheiten aus Göppingen im Sturm angegriffen haben und dann zusammengeschlagen haben, wobei diese verletzt wurden? Ich habe das Gefühl, jetzt, im Umkreis des Stresstests, arbeiten das Desinformationsbüro und die StZ Hand in Hand und fahren eine massive Presse und Falschinformationskampagne. Mit Bild und Text. Und die Polizei unterstützt das ganze durch agents provocateurs. Bananenrepublik Stuttgart!

@anna, 28. Juni, 16:36: Wer einem Menschen außerhalb der Notwehr gefährliche Körperverletzungen zufügt, ist ein Straftäter. Kein Held!

Ooch Klartext: Das ist ja putzig, dass ausgerechnet Sie auf meinen Beitrag antworten. Dass Sie den Inhalt meines Kommentars nicht verstehen (wollen), dass wird hier in diesem Forum vermutlich wirklich niemanden mehr überraschen. Dass es vollkommen sinnlos wäre, auf Ihre Antwort einzugehen, ist auch bekannt. Sie werden Ihre Gründe für Ihr Verhalten haben, ich habe meine, und dass wir beide in diesem Leben nicht mehr einer Meinung sein werden, das werden Sie so gut verschmerzen können wie ich. Lassen wir also einfach den Leser entscheiden ...

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