Terror in Paris Drei Tage des Schreckens in Frankreich

Von AFP/dpa/rtr/StZ 

Das Terrordrama in Frankreich ist blutig zu Ende gegangen. Die drei Attentäter sowie vier Geiseln aus dem Supermarkt in Paris sind tot. Zuvor starben zwölf Menschen beim Anschlag auf "Charlie Hebdo". In unserem Newsblog blicken wir auf drei Tage des Schreckens zurück.

In Paris hat ein bewaffneter Mann mehrere Geiseln in einem jüdischen Supermarkt in seiner Gewalt. Foto: EPA 67 Bilder
In Paris hat ein bewaffneter Mann mehrere Geiseln in einem jüdischen Supermarkt in seiner Gewalt.Foto: EPA

Paris - Bei einem Anschlag auf die Redaktion der französischen Satirezeitung „Charlie Hebdo“ sind am Mittwoch zwölf Menschen getötet worden. Die flüchtigen Attentäter hielten daraufhin ganz Frankreich in Atem - bis die Polizei am Freitag gegen 17 Uhr das Gebäude stürmte, in dem sich die Brüder zuletzt verschanzt hatten. Zeitgleich hielt ein bewaffneter Mann am Freitag mehrere Geiseln in einem jüdischen Supermarkt in Paris fest. Auch diese Geiselnahme beendete die Polizei.

Alle Nachrichten und Hintergründe zu den Terrorangriffen der vergangenen Tage können Sie in unserem Newsblog nachlesen! 

+++ Ermittler suchen nach Hintermännern +++ Nach dem Ende der beiden Geiselnahmen suchen die französischen Ermittler nach möglichen Hintermännern der getöteten Terroristen. Die Fahnder wollen herausfinden, woher die Waffen der Männer stammten und ob sie Anweisungen erhielten, „aus Frankreich, dem Ausland oder dem Jemen“, wie Staatsanwalt François Molins am späten Freitagabend in Paris sagte. Die Freundin des Mannes, der Geiseln in einem jüdischen Supermarkt genommen hatte, sei noch nicht gefasst, berichtete Molins weiter. Die in dem Supermarkt gestorbenen Geiseln seien wohl schon getötet worden, als der Geiselnehmer das Geschäft betrat. Von den in den vergangenen zwei Tagen festgenommenen Personen seien fünf noch in Gewahrsam, darunter die Frau von einem der mutmaßlichen „Charlie-Hebdo“-Attentäter. Molins bestätitgte, dass sich beim Überfall der Männer auf eine Druckerei nordöstlich von Paris ein Angestellter verstecken konnte, der die Polizei informierte. Der Mann habe sich im zweiten Stock des Gebäudes unter einem Spülbecken versteckt. Den Geschäftsführer der Druckerei hatten die Attentäter als Geisel genommen, dann aber wieder freigelassen.

+++ Al-Kaida droht mit neuen Anschlägen  +++ Der Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (Aqap) hat mit weiterer Gewalt in Frankreich gedroht. „Ihr werdet nicht mit Sicherheit gesegnet sein, so lange ihr Allah, seinen Verkünder und die Gläubigen bekämpft“, sagte ein ranghoher Vertreter von Aqap in einem Video, das am Freitag von dem auf die Beobachtung islamistischer Websites spezialisierten US-Unternehmen Site veröffentlicht wurde. Die beiden Brüder Chérif und Said Kouachi, die den Anschlag auf die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ verübten, sollen Verbindungen zu Aqap gehabt haben.

+++ Netanjahu fordert verstärkten Schutz für Juden +++ Nach dem blutigen Ende der beiden Geiselnahmen in Frankreich hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu die Regierung in Paris aufgefordert, die Sicherheitsmaßnahmen für jüdische Einrichtungen im Land weiterhin hoch zu halten. Das habe Netanjahu Frankreichs Präsident François Hollande am Freitag in einem Telefongespräch gebeten, verlautete aus israelischen Regierungskreisen. Netanjahu habe Frankreich zudem jede mögliche Hilfe angeboten, hieß es. „Die terroristische Offensive, die in den vergangenen drei Tagen stattgefunden hat, richtet sich nicht nur gegen das französische Volk oder Frankreichs Juden, sondern gegen die gesamte freie Welt“, wurde Israels Außenminister Avigdor Lieberman von seinem Sprecher zitiert. Die Attacken in Paris seien ein „weiterer Versuch der Kräfte der Dunkelheit des extremistischen Islams, dem Westen Angst und Schrecken einzujagen“. Die gesamte internationale Gemeinschaft müsse sich diesem „Terror“ entschieden entgegenstellen.

+++ Weitere Solidaritätsveranstaltungen +++ In zahlreichen Städten, darunter Bologna, Straßburg, Budapest und Florenz haben am Freitagabend Solidaritätsveranstaltungen stattgefunden. #JesuisCharlie

+++ Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland verstärkt +++ Als Reaktion auf die Terroranschläge in Frankreich haben die deutschen Behörden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. „Wir haben einen Plan für solche Fälle, den haben wir hochgefahren“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maiziere am Freitagabend in Hamburg vor Beginn der CDU-Bundesvorstandsklausur.

+++ Obama sichert Frankreich Solidarität zu +++ „Ich möchte, dass die Bevölkerung von Frankreich weiß, dass die Vereinigten Staaten heute und morgen an ihrer Seite stehen“, sagte Obama am Freitag bei einer Kundgebung im Bundesstaat Tennessee. „Wir trauern mit Euch. Wir kämpfen Seite an Seite, um unsere Werte aufrechtzuerhalten.“ Der Präsident erklärte erneut, dass Frankreich der „älteste Verbündete“ der USA sei.

+++ Islamistische Bedrohung besteht fort +++ Präsident François Hollande hat in seiner Fernsehansprache am Freitagabend betont, dass die islamistische Bedrohung für Frankreich fortbestehen würde. „Ich rufe Sie zur Wachsamkeit auf“, sagte er. Zugleich appellierte er an die Franzosen, „Einigkeit“ im Kampf gegen Intoleranz zu zeigen. Er werde am Sonntag an dem großen „republikanischen Marsch“ in Paris zum Gedenken an die Opfer der islamistischen Attacken teilnehmen und rief alle Franzosen dazu auf, sich der Demonstration am Sonntag ebenfalls anzuschließen. Die doppelte Geiselnahme bezeichnete Hollande als eine "Tragödie für die Nation".

+++ Drei Attentäter haben sich abgestimmt +++ Die drei Attentäter von Paris haben sich nach einem Bericht des französischen Fernsehsenders BFMTV bei ihren Taten eng abgestimmt. Der Sender strahlte am Freitagabend Originaltöne von Telefongesprächen aus, die er vor den Zugriffen der Polizei mit den Terroristen geführt hatte. In einem Gespräch sagt Amedy Coulibaly (32), der in einem jüdischen Supermarkt Geiseln in seiner Gewalt hatte, er habe sich mit den Brüdern Chérif und Said Kouachi abgesprochen. Die beiden sollten das Satireblatt „Charlie Hebdo“ angreifen, und er wollte Polizisten ins Visier nehmen. Er behauptete, er habe Instruktionen der Terrormiliz Islamischer Staat bekommen.

+++ Attentäter handelten nach eigenen Worten im Auftrag von Al-Kaida +++ Der "Charlie Hebdo"-Attentäter Chérif Kouachi hat nach eigenen Angaben im Auftrag des Terrornetzwerks Al-Kaida gehandelt. Kouachi sagte dies am Freitag dem französischen Nachrichtensender BFMTV in einem Telefongespräch, bevor er bei einem Einsatz von Elite-Polizisten erschossen wurde. Demnach wurde er in der Vergangenheit unter anderem von dem radikalislamischen US-Geistlichen Anwar al-Awlaki finanziert, der 2011 bei einem Drohnenangriff getötet worden war. Der Islamist Amedy Coulibaly, der in einem jüdischen Supermarkt in Paris am Freitag mehrere Geiseln genommen hatte, sagte ebenfalls vor seinem Tod zu BFMTV, er gehöre zur Dschihadisten-Gruppe Islamischer Staat (IS). Er habe sich mit den „Charlie Hebdo“-Attentätern „abgestimmt“, fügte Coulibaly hinzu. Chérif Kouachi und sein Bruder Said sowie Coulibaly waren am Freitagnachmittag bei zwei Polizeieinsätzen getötet worden.

+++ Geisel in Karton versteckt +++ Möglicherweise wussten die beiden Attentäter nicht, dass sie eine Geisel hatten. Das berichtet der ARD-Korrespondent Mathias Werth. Der Grafiker soll sich in einem Karton versteckt haben, von wo aus er vermutlich die Polizei per SMS auf dem Laufenden hielt.

+++ Merkel nimmt an Trauermarsch teil +++ Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt am Sonntag in Paris an dem Trauermarsch für die Opfer der islamistischen Anschläge teil. Neben ihr haben auch Cameron, Rajoy, der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi sowie der EU-Ratspräsident Donald Tusk teil.

+++ Suche nach Hayat Boumeddiene +++ Wegen der tödlichen Schüsse auf die Polizistin am Donnerstag in Montrouge sucht die französische Polizei nach der 26-jährigen Hayat Boumeddiene. Sie ist oder war die Lebensgefährtin des Supermarkt-Geiselnehmers Coulibaly.

+++ Cameron und Rajoy bei Solidaritätsmarsch +++ Großbritanniens Premierminister David Cameron und Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy nehmen an dem Solidaritätsmarsch in Paris teil.

+++ Bekanntschaft aus dem Gefängnis +++ Der Geiselnehmer aus dem Supermarkt, Amedy Coulibaly, der am Donnerstag die Polizistin getötet haben soll, und Chérif Kouachi, einer der beiden Charlie Hebdo-Attentäter, sollen sich vor mehreren Jahren im Gefängnis kennengelernt haben.

+++ Mehrere Geiseln in Paris ums Leben gekommen +++ Bei der Geiselnahme in einem jüdischen Lebensmittelgeschäft in Ost-Paris sind nach Angaben aus Polizeikreisen mehrere Geiseln getötet worden, meldet Le Monde. Vier weitere Menschen sollen lebensgefährlich verletzt sein.

+++ Geiselnehmer von Paris identifiziert +++ Laut Le Monde handelt es sich bei dem getöteten Geiselnehmer in Paris um Amedy Coulibaly. Die Polizei hatte im Zusammenhang mit der Schießerei in Montrouge am Donnerstag, bei der eine Polizistin getötet und ein Mitarbeiter der Stadtreinigung verletzt wurden, nach ihm und seiner Lebenspartnerin gefahndet.

+++ "Charlie-Hebdo"-Attentäter haben offenbar das Feuer eröffnet+++ Wie AFP berichtet, sollen die beiden mutmaßlichen Attentäter in Dammartin-en-Goële mit Kalaschnikoffs auf die Polizei geschossen haben. Ein Mitglied einer Spezialeinheit wurde dabei leicht verletzt.

+++ Geiselnehmer von Paris ebenfalls getötet +++ Der bewaffnete Mann, der in einem jüdischen Supermarkt in Paris mindestens fünf Geiseln in seiner Gewalt hatte, ist laut Le Monde bei der Erstürmung des Gebäudes durch die Polizei ebenfalls getötet worden. Mehrere Geiseln wurden aus dem Supermarkt befreit.

+++ Charlie-Hebdo-Attentäter getötet +++ Die beiden mutmaßlichen "Charlie-Hebdo"-Attentäter sind beim Zugriff durch die Polizei getötet worden. Die Geisel wurde befreit, ihr geht es offenbar den Umständen entsprechend gut. Die beiden Brüder sollen schießend aus der Druckerei gerannt sein. Zwei Polizisten sollen verletzt worden sein.

+++ Zugriff auf jüdischen Supermarkt +++  Kurz nach dem Zugriff der Polizei auf das Gebäude, in dem sich die Attentäter in Dammartin-en-Goële mit einer Geisel verschanzen, stürmen offenbar auch in Paris Einsatzkräfte den jüdischen Supermarkt, in dem ein bewaffneter Mann mehrere Geiseln festhält.

+++ Rauchwolken und Schüsse in Dammartin-en-Goële +++ Am Gebäude, in dem sich die mutmaßlichen Attentäter auf das Satireblatt „Charlie Hebdo“ verschanzt halten, sind Schüsse und mehrere Explosionen gehört worden. Die Polizei hat offenbar ihren Angriff auf das Gebäude begonnen.

 

58 Kommentare Kommentar schreiben

Gefestigte Demokratie: Ganz bewusst verwechseln Sie ihn ihren unzähligen Kommentaren in vielen Medien rund um die Uhr Islam mit Islamismus. Aber die Leser können selber denken. „Hans Maier“, „Islamkritik“ u.v.a.m.: Mit Ihrer landauf, landab betriebenen Ausländerhetze haben Sie keinen Erfolg.

Die Einzige, die hier ständig von "Ausländerhetze" spricht, sind Sie, Frau Stoll. Es geht hier aber nicht um Ausländerhetze, sondern um Fragestellungen, die zu beantworten sind. Sicher können Sie uns dann ja auch mal ganz konkret erklären, warum Islam und Islamismus so streng zu trennen ist, warum nach Ihrer Meinung beides so gar nichts miteinander zu tun hat und wo Ihrer Meinung nach ganz konkret die praktische Grenze verläuft. Bin gespannt.

Nicht beerdigen: Nun kommen schon die ersten Verschwörungstheorien hoch. Naja, wie dem auch sei, ich hoffe die Terroristen werden nicht in den nächsten 24 Stunden beerdigt und die Information darüber international verbreitet. Vielleicht hat das dann eine abschreckende Wirkung auf andere Islamisten die schon Pläne für die Zukunft machen. Im Islam muss ein Toter innerhalb von 24 Stunden unter der Erde sein, sonst kann ihn der Todesengel nicht in den Himmel mitnehmen bla bla. Achja, und Pegida und Front National find ich zum Weglaufen. Die verschlimmern alles nur und sind größtenteils von dubioser Gesinnung.

Zweifel an der Täterschaft der beiden Brüder sind angebracht: Was macht die Polizei so sicher macht, dass sie die Richtigen jagt? Ein im ersten Fluchtauto "vergessener" Personalausweis brachte die Polizei auf die Spur der beiden. Dieser Ausweis beweist erstmal gar nichts. . Einer der beiden soll ja schon mal im Gefängnis gesessen haben, und auch gegen den anderen soll schon mal ermittelt worden sein, also kann man annehmen, dass die Polizei über ihre Fingerabdrücke verfügt. Sind diese Fingerabdrücke im Fluchtfahrzeug gefunden worden? Warum hört man darüber nichts? Der dritte Tatverdächtige, der an seinem Wohnort nordöstlich von Paris festgenommen wurde, hat offenbar ein wasserdichtes Alibi für die Tatzeit. Was hat die französische Polizei an Beweisen für die Täterschaft der beiden Brüder vorzuweisen - außer dem ominösen Ausweis? Über den Tankstellenbesuch der beiden kursieren widersprüchliche Angaben. Im heute-journal hieß es, die beiden hätten dort Benzin und Nahrungsmittel "gekauft", dann aber den Tankstelleninhaber mit Waffen bedroht. Die StZ schreibt reichlich salopp: "Dort [an der Tankstelle] könnten die beiden bei ihrer Flucht Benzin und Essen geklaut haben." Was denn nun? Gekauft oder "geklaut" (oder "geraubt", wie es richtig heißen müsste)? Geben die französischen Ermittler keine klaren Auskünfte, oder ist die Presse nicht fähig, akkurat zu berichten? Die StZ meldet: "Die Polizei hat in dem am Mittwoch stehengelassenen Fluchtauto der mutmaßlichen Attentäter in Paris Molotowcocktails und Dschihad-Flaggen gefunden." Die Brüder hinterlassen im Fluchtauto also eine grelle Visitenkarte, bestehend aus zehn Molotow-Cocktails, Dschihad-Flaggen und einen Personalausweis. Damit nicht genug: "Bei ihrer Flucht hätten die Attentäter ihr Auto im Nordosten von Paris stehengelassen, nachdem sie mit einem anderen Wagen zusammengestoßen seien." Nach der absolut professionellen Durchführung ihres Anschlags schaffen es diese Killer nicht, 100 km unfallfrei zurückzulegen? Bisher wurde der Eindruck erweckt, sie hätten das Fluchtauto "gewechselt". Jetzt fragt man sich: Woher bekamen sie ihr Anschlussfahrzeug, wenn ihre erste Fahrt mit einer Kollision zu Ende ging?

Zweifel an der Täterschaft ...: Sehr geehrter Herr Silber! Abgesehen davon, daß die Situation selbst schon schlimm genug ist, würde ich mich an ihrer Stelle nicht mit solchen Fragen aufhalten. Früher oder später klärt sich alles auf. Die Wahrheit kommt immer ans Licht. Im Vergleich zu vor vielen Jahren haben wir einen sehr guten Informationsfluß. Fast schon zuviel. Denn aus ermittlungstaktischen Gründen sind nicht alle Fakten für die Öffentlichkeit bestimmt oder werden absichtlich verfälscht dargestellt. Weiter kommt hinzu, daß bei Übermittlung von Live-Daten immer etwas auf der Strecke bleibt. Ansonsten kann ich Ihnen nur empfehlen einen Posten als Reporter zu suchen und für korrekte Informationen zu sorgen. Hoffentlich sitzt dann nicht irgendwo ein kleiner Herr Siber und fängt ebenso wie Sie an zu meckern. Entschuldigung bitte - sich Fragen zu stellen.

Leider nicht: Früher oder später klärt sich alles auf? Dafür gibt es absolut keine Garantie, im Gegenteil. Sehr oft gehen von Behörden und/oder Geheimidiensten gestrickte Legenden als "Wahrheit" in die Geschichtsschreibung ein. Denken Sie ans Oktoberfest-Attentat oder an den Mordfall Alfred Herrhausen. Da weiß man bis heute nicht, wer die Täter und Auftraggeber waren. Von 9/11 gar nicht zu reden. Wenn zwei professionell "arbeitende" Killer einen Ausweis im Auto liegen lassen und ein Ermittlungschef dazu sagt, da sei den beiden ein "schwerer Fehler" unterlaufen, kann ich trotz der Schrecklichkeit des begangenen Verbrechens nur lachen.

Aufklärung/ schwerer Fehler: Dann lachen Sie nur, Herr Siber. Es wird sich aufklären. Es ist wie bei vielen Dingen eben so, daß nur das bekannt wird, was bekannt werden soll. Wer weiß, was da häufig für Verstrickungen/ Verbindungen bestehen. Meist sind es dann Reporter, welche nach jahrelanger Recherche Dinge ans Tageslicht bringen, was einigen Menschen überhaupt nicht recht ist. Da gibt es geschichtlich viel nachzulesen. Aber lassen wir das. Die Geschichte ist vorerst beendet. Nun gibt es viel aufzuarbeiten. Ein Großteil ihrer Fragen wird sicher beantwortet werden. Vielleicht sogar alle. Dann können wir Beide uns hier wieder lesen.

Also ich muss leider sagen,: dass, wenn ich einige Kommentare lese- genau das passiert. Das eigentliche Thema ist zerredet worden - verschiedene Ansichten und dann wird munter aufeinander herum gehackt. So kommt es zur verbalen Eskalation und .... wie es dann weiter gehen könnte ...???

Hier muß gar nichts diskutiert werden, Herr Bolter: Hier gibt es einen Mord an 12 Menschen und der muß aufgeklärt und gesühnt werden. Hier gibt es in diesem Fall nichts zu "diskutieren" ! Und wenn Sie verhindern wollen, dass ein Mann mit seiner Frau vor dem Alter den Beischlaf praktiziert, dann müssen Sie das verhindern mit den zur Verfügung stehenden Mitteln des Kirchenverweises bzw. der Anzeige bzw. der Verhaftung der beteiligten Kopulationsprotagonisten durch die Polizei. Das ist ganz einfach und geht völlig geräuschlos von statten. Die Katholische Kirche hat gegen Charlie Hebdo mehrere Verfahren geführt und samt und sonders hochkant verloren. Hierzu gibt es überhaupt nichts zu relativieren. Wem Provokation nicht passt, der soll sich auf legalem Wege dagegen wehren.

Anderes Thema: Die Jagd auf die Täter ist das eine - über die Auswirkungen der Tat muss und wird natürlich diskutiert. Schauen Sie sich doch einfach die Themen in heutige Presse an,wo z.B. "Angriff auf unsere Freiheit" diskutiert wird. Zu so einer Diskssion gehört natürlich auch der Freiheitsbegriff! Und über die Provokationsfreiheit darf auch diskutiert werden: Sie haben evtl. ja schon mal den Spruch "Öl ins Feuer gießen" gehört ... und über die Religionsfreiheit z.B. von Salafisten muss auch diskutiert werden. Bis hin zur Frage von evtl. notwendigen Gesetzesänderungen. Es steht Ihnen nicht zu, anderen das Diskutieren zu verbieten ...

Öl ins Feuer ...: gießen Andere, aber Zeitungen wie "Charlie Hebdo" sind ja keineswegs anti-islamisch. Jeder bekommt von denen sein Fett weg - und muss es in einer freiheitlichen Gesellschaft aushalten. Da kann es keinen Anspruch auf Schonung geben solange der Spott den Rahmen der von der Verfassung garantierten Menschenwürde nicht tangiert. Was die Religionsfreiheit für Salafisten angeht, gebe ich Ihnen uneingeschränkt Recht: so wie ich für das Verbot aller faschistischen Organisationen bin, so bin ich auch für die Kriminalisierung von Gemeinschaften, die ihre finsteren Absichten wie auch immer verbrämt im Schutze der Demokratie verbreiten, um diese zu untergraben und zu zerstören. Demokratie muss wehrhaft sein und bleiben, nach allen Seiten hin.

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