Cupertino, USA - Befragt man das Online-Lexikon Wikipedia nach dem Begriff "Ping", so
findet » man bereits neben anderen Treffern: "Ein Social Network für Musik der Firma Apple, das in I-Tunes (ab Version 10) integriert ist." Diesen Dienst gibt es noch nicht einmal seit einer Woche. Dennoch wird bereits viel über das Musiknetzwerk berichtet. Während Apple am Sonntag die erste Million Nutzer verkündet hat, mehren sich kritische Stimmen.
Bei Ping kann jeder Nutzer Freunde und Bekannte über seine Musikeinkäufe informieren, Rezensionen verfassen, Konzerttermine bekanntgeben oder sich ganz allgemein über Musik austauschen. Da Ping nicht öffentlich über das Internet zugänglich ist, sondern nur mit der neuesten Version der kostenlosen Software I-Tunes mitgeliefert wird, wollte die Firma Apple den Zugang zu Facebook einrichten. Auf diesem Weg hätte man sich ganz einfach per Klick ins Adressbuch gegenseitig einladen können. Eine Kooperation mit Facebook scheiterte jedoch in letzter Sekunde. Apple-Chef Steve Jobs spricht von nicht akzeptablen Bedingungen, Facebook hingegen fürchtet zu viel Datenlast, ohne selbst von dem neuen Musiknetzwerk zu profitieren. Momentan müssen Ping-Anwender also per E-Mail ihre Freunde einladen.
Gute Datensicherung
Doch Apple verdient auch Lob. Die persönlichen Daten scheinen gut gesichert. So lässt sich beispielsweise einstellen, dass jeder neue Freund - im Netzwerkjargon werden diese "Follower" genannt - zunächst zugelassen werden muss. Außerdem achtet Apple darauf, dass jeder Anwender die Kontrolle darüber behält, wo sein Name und sein Foto auftauchen.
I-Tunes hat weltweit 160 Millionen Nutzer in 23 Ländern. In den ersten 48 Stunden nach Bereitstellen der neuesten Softwareversion habe sich jeder Dritte, der das Programm heruntergeladen habe, auch bei Ping registriert. Dies meldet die Firma Apple. Wie viele Nutzer künftig aktiv an dem Musiknetzwerk teilnehmen werden, bleibt abzuwarten. Zum heutigen Zeitpunkt steht jedoch fest, dass es sich ohne Anbindung an Facebook oder andere Internetnetzwerke um ein in sich geschlossenes System von I-Tunes-Nutzern handelt. Der Trend geht jedoch dahin, soziale Netzwerke auch miteinander zu verknüpfen.