Asperg Polizist erschießt Hund
Alexia Angelopoulou, 22.02.2011 15:59 Uhr
Asperg - Ein Beamter der Polizeihundeführerstaffel Ludwigsburg hat am 11. Februar bei Asperg einen entlaufenen Hund erschossen. Das Tier war über mehrere Tage gesucht und wiederholt gesichtet worden - an jenem Morgen auch auf der A 81. Schließlich entdeckten die Polizei und Tierschützer den Mischling auf einem Feld rund zwei Kilometer von der A 81 entfernt. Versuche, das verschreckte Tier zu fangen, scheiterten. Daraufhin verfolgte ein Beamter den Hund mit dem Auto. Er verletzte das Tier mit mehreren Schüssen, bevor es der letzte Schuss tötete.

"Der Waffengebrauch war völlig unangemessen", kritisiert der Vorsitzende des Landestierschutzverbands, Herbert Lawo. Der Tierschutzverein in Ludwigsburg erwägt rechtliche Schritte. "Der Beamte musste abwägen zwischen dem Leben des Tieres und der Gefährdung der Verkehrsteilnehmer auf einer nahen, vielbefahrenen Landstraße", heißt es dagegen bei der Polizei. Es sei falsch, den Beamten zu verdammen.
Kommentare (12)
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FEB
23
Harald Berner, 15:27 Uhr

@Beate Scharf

Frau Scharf ich bin mir sehr sicher, da der Beamte der geschossen hat ein Hundeführer war, dass es für ihn in diesem Moment keine andere Wahl mehr gab! Der Hundeführer, der "seinen" Diensthund ja zu Hause hat ist bestimmt so sehr Tierfreund wie Sie, dass er das Tier nicht sofort tödlich traf ist m.E. ihm zugute zuhalten, da er mehr Spurensuche betreibt als Schusswaffenexperte ist! Mit dem behandeln von Tieren haben Sie zweifellos recht, ich selber habe keines, - obwohl ich Hunde sehr mag - weil ich nicht die Zeit aufbringen kann und möchte die so ein Tier benötigt! Wenn das jeder berücksichtigen würde vor Anschaffung eines Tieres, wäre die Welt sicher besser, wenigstens in diesem Bereich!

FEB
23
Weniger, 15:08 Uhr

Schade...

... da war mal wieder einer zu blöd, um auf seinen Hund aufzupassen. Verantwortung übernehmen sieht anders aus. Dem Halter sollte man keinen Hund mehr, vielleicht grade noch einen Goldfisch oder aber nur Mehlwürmer anvertrauen.

FEB
23
Beate Scharf, 14:22 Uhr

@ Harald Berner

Sehr geehrter Herr Berner, ein Tier zu erschießen (und es dann nicht mal sofort tötlich zu treffen) muß das allerletzte Mittel sein. Ich hätte da noch viele Fragen: rennen Hunde - ohne gescheucht zu werden - auf eine viel befahrene Straße? Ich habe nur eine Katze, die hat Angst vor Autos. Haben Polizisten Erfahrung mit dem Einfangen von Hunden? Oder sollte man da nicht lieber Spezialisten, evtl. vom Tierheim holen? Könnte evtl. ein Tierarzt ein Tier anlocken, oder hat ein Tierarzt Betäubungsmunition? Oder hätte es auch eine ordinäre Leberwurst getan? Ich kann verstehen, daß Sie bei Ihrer schweren und verantwortungsvollen Arbeit nicht auch noch Tiere als Unfallverursacher haben wollen. Ein gewisses Risiko müssen wir bei Wild oder ausgebrochenen Herdentieren auf uns nehmen, und m.E. auch bei einem Hund. Nur wenn das Risiko für einen Unfall hoch ist und es keine andere Möglichkeit gibt (etwa das Tier per Polizeisirene von der Straße wegzuscheuchen), könnte ich einen Todesschuß akzeptieren. Wo ich Ihnen recht gebe: mir fehlt auch das Verständnis, wenn man einen Hund neu aus dem Tierheim holt und nicht auf ihn aufpaßt. Und denen, die immer argumentieren, es gäbe schlimmere Pobleme, muß ich sagen: wenn die Menschen so weit wären, Tiere anständig zu behandeln, dann hätten wir die anderen Probleme vermutlich auch nicht.

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