Atomkraftgegner
Menschenkette gegen Atomstrom
dpa/lsw,
01.02.2011 17:51 Uhr
Vom Atommeiler Neckarwestheim aus soll sich die Menschenkette bilden um "ein unübersehbares Signal gegen Atomkraft zu setzen". Foto: dpa
Stuttgart - Zwei Wochen vor der Landtagswahl Ende März steht Baden-Württemberg noch eine Großdemonstration der Anti-AKW-Bewegung ins Haus. Ein Aktionsbündnis will am 12. März eine rund 45 Kilometer lange Menschenkette vom Atommeiler Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) bis zur Stuttgarter Regierungszentrale stellen, um gegen Atomkraft und für eine neue Energiepolitik zu protestieren. Erwartet werden bis zu 40.000 Menschen. Gemeinsam werde man knapp 25 Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl "ein unübersehbares Signal gegen Atomkraft setzen", sagte Berthold Frieß, Geschäftsführer des Naturschutzbundes BUND am Dienstag in Stuttgart.
Während sich die CDU-FDP-Landesregierung zuletzt intensiv für die Verlängerung der AKW-Laufzeiten eingesetzt habe, forderten immer wieder Zehntausende den Ausstieg aus dieser riskanten Art der Stromgewinnung. "Die Kette solle symbolisch diese gefährliche Technologie mit den politisch Verantwortlichen verbinden", sagte Frieß. Die Menschenkette werde ein weiteres Zeichen dafür, dass die Anti-AKW-Bewegung trotz der Laufzeitverlängerung auf der Straße bleibe, betonte Jochen Stay, der Sprecher der Organisation "Ausgestrahlt". Auch Robin Wood und die "Naturfreunde" rufen zum Protest auf.
Christoph Bautz, Geschäftsführer der Initiative Campact, erwartet Tausende von Teilnehmern auch aus anderen Bundesländern. "Sie fordern, dass jetzt die Bundesländer den Ausstieg aus der Atomkraft selbst in die Hand nehmen, den die Bundesregierung den Bürgern verweigert." Eine neue Landesregierung könne den Anfang machen, indem sie mit Hilfe der Atomaufsicht so hohe Auflagen für alte Reaktoren festlege, dass sich ihr Weiterbetrieb für die Energiekonzerne nicht mehr lohnt.Ein Sprecher des Umweltministeriums kritisierte, dass den Menschen Sand in die Augen gestreut werde, wenn der Eindruck erweckt werde, die Kernenergie könne kurzfristig durch erneuerbare Energien ersetzt werden. "Es ist völlig unrealistisch, die Atomkraft kurzfristig durch erneuerbare Energien ersetzen zu wollen." Neben dem Ausbau der Ökoenergien müssten auch Leitungsnetze modernisiert und Energiespeicher entwickelt werden.
Während sich die CDU-FDP-Landesregierung zuletzt intensiv für die Verlängerung der AKW-Laufzeiten eingesetzt habe, forderten immer wieder Zehntausende den Ausstieg aus dieser riskanten Art der Stromgewinnung. "Die Kette solle symbolisch diese gefährliche Technologie mit den politisch Verantwortlichen verbinden", sagte Frieß. Die Menschenkette werde ein weiteres Zeichen dafür, dass die Anti-AKW-Bewegung trotz der Laufzeitverlängerung auf der Straße bleibe, betonte Jochen Stay, der Sprecher der Organisation "Ausgestrahlt". Auch Robin Wood und die "Naturfreunde" rufen zum Protest auf.
Christoph Bautz, Geschäftsführer der Initiative Campact, erwartet Tausende von Teilnehmern auch aus anderen Bundesländern. "Sie fordern, dass jetzt die Bundesländer den Ausstieg aus der Atomkraft selbst in die Hand nehmen, den die Bundesregierung den Bürgern verweigert." Eine neue Landesregierung könne den Anfang machen, indem sie mit Hilfe der Atomaufsicht so hohe Auflagen für alte Reaktoren festlege, dass sich ihr Weiterbetrieb für die Energiekonzerne nicht mehr lohnt.Ein Sprecher des Umweltministeriums kritisierte, dass den Menschen Sand in die Augen gestreut werde, wenn der Eindruck erweckt werde, die Kernenergie könne kurzfristig durch erneuerbare Energien ersetzt werden. "Es ist völlig unrealistisch, die Atomkraft kurzfristig durch erneuerbare Energien ersetzen zu wollen." Neben dem Ausbau der Ökoenergien müssten auch Leitungsnetze modernisiert und Energiespeicher entwickelt werden.
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@sebas
Über die Kontinentalwanderungen weiß ich zugegebenermaßen nicht so viel wie Sie, ich weiß fast gar nichts darüber. Ich bin weder Geologin noch Atom- oder sonstige Physikerin. Aber in meinem 35jährigen Leben habe ich doch öfter, als man(n) denken würde, miterlebt, dass Aussagen wie "Das ist absolut sicher" oder "Das geht in 10 Jahren nicht kaputt", speziell wenn sie sich auf technisch aufwändige Verfahren/Gegenstände/Prozesse beziehen, urplötzlich durch völlig unvorhergesehene Ereignisse widerlegt werden. Vorhersehbar war sowas nie, wenn man denen glaubt, die solche Versicherungen abgegeben haben. Und da ich Mathematikerin bin, verstehe ich einen Sachverhalt vielleicht besser als mancher Politiker: Wahrscheinlichkeiten für Ereignisse beziehen sich in aller Regel auf bestimmte Zeiträume. Es ist ganz verschwindend unwahrscheinlich, dass dieses Jahr irgendwas passiert in Gorleben. Oder in meiner verbleibenden Lebenszeit. Nur sind 100.000 oder 400.000 Jahre das zweieinhalb- bis zehntausendfache dieser meiner Lebenszeit, und die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb dieser sehr langen Zeitspanne etwas passiert in Gorleben, ist annähernd zweieinhalb- bis zehntausendmal so hoch. Immer noch unwahrscheinlich, aber nicht mehr "quasi unmöglich". Und da der eventuelle Schadensfall so dramatisch schlimm sein kann, wie meine Phantasie es nicht hergibt, bin ich konservativerweise dafür, das Risiko einfach noch etwas geringer zu halten und mindestens mal die Menge an strahlendem Material nicht weiter zu erhöhen. Und nochwas: Sie können nicht wissen, wie ich zu Computern, Handys und sonstigen Giftmüll-intensiven Gebrauchsgütern stehe - und Sie liegen falsch mit der Vermutung, dass ich mir darüber keine Gedanken mache. In meinen Augen ist es genauso ein Wahnsinn, dass jeder sich alle zwei Jahre einen neuen Rechner kauft und Handys schon gar nicht mehr länger haltbar sind, wie man bei fast jedem gebrauchten Handy leidvoll feststellen muss. Ein Riesenproblem - das mit teuereren Energie- und Rohstoffpreisen evtl. auch verringert werden könnte oder mit einer Preispolitik, die nicht nur die Rohstoffe, sondern auch die Entsorgung mit einbezieht. Da sind wir wieder beim Anfang. Das unschöne Fazit ist: Unser Lebensstandard ist einfach zu hoch, ohne wenn und aber. Schönen Gruß, Annette Thomas
Die Wirklichkeit sieht anders aus
@Käpt´n Blaubär Die Welt ist so einfach!!! Sie schüren die Angst in der Bevölkerung über die sichersten Kernkraftwerke der Welt. Sie behaupten, dass es kein Endlager gibt. Dabei gibt es schon genug Zwischenlager in Deutschland. Sie haben die Wiederaufbereitung der Brennstäbe gestoppt und damit eine Verringerung des Abfalles ausgeschlossen. Sie sehen abgebrennte Brennstäbe immer noch als Abfallprodukt und nicht wie in anderen fortgeschritteneren Ländern als Wertstoff. Machen Sie halt mal eine Besichtigungstour in einem Kernkraftwerk mit. Die Kernkraft ist sicher die Ideologie macht Sie unsicher und verteufelt diese billige und zuverlässige Energieform!
Hofmann,M,03.02.2011
Wunderbares Gebet aus der Bibel der Atomlobby.... wenn die Welt so einfach wäre.... BTW: was machen wir denn mit all denn netten abgebrannten Brennstäben? Es gibt ja nicht einmal ein Endlager! Und wer garantiert, dass der ganze Mist nicht in 500 Jahren alles kontaminiert?? Nein Danke, das Märchen vom sicheren Atomstrom ist spätestens seit 1986 Asche.... Apropo günstig: wo bitte ist denn Atomstrom für den Endabnehmer günstig? Wenn Sie meinen, dass es für die EnBW günstig ist mit ihrem fiskalisch abgeschriebenen Meiler Neckarwestheim täglich 1 Million Euro Gewinn (!) vor Steuern zu machen.... dann haben Sie recht, dass ist echt günstig.... so leicht verdient man Geld nur mit Atomstrom....