Atomtechnologie China meldet "Durchbruch"
dpa, 03.01.2011 15:32 Uhr
 Foto:ddp
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Peking - China hat nach eigenen Angaben einen "Durchbruch" bei der Wiederaufarbeitung von Atommüll erzielt, um so die Versorgung seiner Kernkraftwerke mit Brennelementen langfristig zu sichern. Dies berichtete am Montag das chinesische Staatsfernsehen. Bei der Wiederaufarbeitung wird das für die Kernenergieerzeugung notwendige Plutonium und Uran aus abgebrannten Kernbrennstoffen gewonnen.

Der jetzige "Durchbruch" sei nach 24 Jahren Forschung erzielt worden, berichtete das Staatsfernsehen. Mit der neuen Technologie reichten die in China entdeckten Uran-Bestände "bis zu 3000 Jahre" - im Gegensatz zu den bisher veranschlagten 50 bis 70 Jahren, hieß es in dem Bericht. Deren Nutzung werde durch die neue Technologie "60 mal effizienter". Konkrete Details wurden aber nicht bekannt.

China ist besorgt über die langfristige Brennstoffversorgung seines ambitionierten Atomkraftprogramms, das massiv ausgebaut werden soll, um den steigenden Stromverbrauch seiner schnell wachsenden Wirtschaft zu sichern. Es setzt dabei langfristig auf das Konzept eines Brennstoffkreislaufs über Wiederaufarbeitungsanlagen.

Die schwierige Technik wird bisher nur in Frankreich, Großbritannien, Russland, Japan und Indien angewandt. Deutschland, das einen Ausstieg aus der Atomenergie verfolgt, hatte sich bewusst dagegen entschieden. China baut derzeit mit russischer, französischer und britischer Hilfe seine erste eigene Wiederaufarbeitungsanlage.

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