"Auf der Flucht" SPD kritisiert OB Schuster
Thomas Braun, 07.03.2010 09:52 Uhr
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Katrin Lebherz hatte die Stelle als Pressesprecherin im Rathaus erst Ende Januar diesen Jahres angetreten. Sie war die Nachfolgerin von Markus Schubert, der Ende 2009 nach nur 9 Monaten überraschend gekündigt hatte. Foto: Zweygarth
Katrin Lebherz hatte die Stelle als Pressesprecherin im Rathaus erst Ende Januar diesen Jahres angetreten. Sie war die Nachfolgerin von Markus Schubert, der Ende 2009 nach nur 9 Monaten überraschend gekündigt hatte. Foto: Zweygarth


Rzadtkis Vorgänger, der OB-Vertraute Stephan Schorn, wurde von Schuster 2007 bei der Neubesetzung der Referentenstelle übergangen, die nach der Flucht der menschlich vom OB tief enttäuschten heutigen CDU-Bundestagsabgeordneten Karin Maag vakant war. Anstelle des Kommunikationsprofis erhielt die Juristin Klett-Eininger den Job - Schorn wechselte frustriert zum Sparkassenverband.

Für die SPD im Gemeinderat geht es längst nicht mehr nur um die Frage, wie der Oberbürgermeister mit seinen Mitarbeitern umgehe, sondern "um eine Grundhaltung, bei der die Stadtverwaltung und auch die Stadt ingesamt droht, Schaden zu nehmen". Der Sozialdemokrat erklärte, es herrsche ein Vakuum an der Spitze des Rathauses, das seit der Kommunalwahl beständig wachse; die CDU hat im Juni vergangenen Jahres bekanntlich die Mehrheit mit FDP und Freien Wählern verloren. OB Schuster regiere seitdem nicht mehr. Reißig bezieht sich auf die geringe Präsenz Schusters in der Stadt und seinen vielen Auslandsreisen, wenn er sagt, ihm dränge sich der Eindruck auf, "der Mann befindet sich auf der Flucht". Eine verständliche persönliche Enttäuschung dürfe aber nicht in "politische Gleichgültigkeit" münden. Dies könne sich die Stadt nicht leisten.
Kommentare (18)
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MRZ
07
Stuttgarter Bürger, 20:23 Uhr

@Stuttgarter II / Versprechen

Ist es politische Naivität, einem Politiker einer christlichen Partei ein Versprechen zu glauben? War ich auch naiv, dem OB-Kandidaten Schuster zu glauben? Heute allerdings glaube ich ihm erst mal gar nichts mehr. Neueste Unwahrheit Schusters: "Das Hotel Silber gibt es nicht mehr. Es wurde im Krieg völlig zerstört." So steht es wider besseres Wissen immer noch in einer städtischen Verlautbarung.

MRZ
07
Stuttgarter II, 20:04 Uhr

@ W. Krauss

Daß Schuster"Noch-OB" ist, liegt doch daran, daß die Grünen einen dubiosen Kuhhandel mit ihm eingegangen sind bei der letzten Wahl. Wenn sie das Versprechen von Schuster geglaubt haben, war das politische Naivität, wenn sie es nicht geglaubt haben, war das ein taktisches Manöver, um sich als Koalititonspartner anzubiedern.

MRZ
07
Stuttgarter Bürger, 19:23 Uhr

Rathauselend

@Wolfgang Krauss Es geht nicht darum, den OB zu kritisieren, sondern darum, bei Abstimmungen eine linke Mehrheit zur Geltung zu bringen! @Fred Nur abgestanden, was Sie hier servieren. Es ist sowas von blöde, jemandem, der z.B. eine Milliardenverkehrsprojekt kritisiert, entgegenzuhalten: Wenn´s nach dir ginge, würden wir noch mit der Kutsche fahren. Das ist so unendlich öde... Überhaupt sind Unterstellungen völlig wirkungslos. Zur Wahl des Herrn OB. Sie haben recht: der sitzt gewählt auf seinem OB-Stuhl. Gewählt heißt aber nicht papstgleich unantastbar und unfehlbar. Wer das höchste Amt in der Stuttgarter Kommune einnimmt, muss schon Kritik vertragen und ein Minimum an Niveau erreichen. Freilich: juristisch einklagbar ist hier nichts - das wird auch der Jurist Schuster wissen. Zu seiner Wahl: Falls Sie´s interessiert: Ich habe ihn im Vertrauen auf sein Versprechen betr. Bürgerbefragung gewählt. An dieses muss man ihn schon ab und zu erinnern dürfen. Die Zeiten König Wilhelms sind vorüber. Nachsatz: der hatte freilich mehr Niveau und war bei der Bevölkerung überaus beliebt. Wenn ich da den OB Schuster zum Prellbock schleichen sehe - fast wie zur Hinrichtung.

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