Auktionshaus Gärtner in Bietigheim-Bissingen 12.200 Euro für Lurchi-Comic, 150.000 für Briefmarke

Von pho 

Das erste Comic-Heft mit dem Maskottchen des Schuhherstellers Salamander kommt für eine stattliche Summe unter den Hammer. Dabei geht fast unter, dass am Auktionstag zwei Briefmarken einen viel höheren Verkaufswert erzielen.

So sieht die Titelseite des Lurchi-Comics aus dem Jahr 1937 aus. Bilder und Informationen zu weiteren spektakulären Versteigerungen des Auktionshauses Gärtner finden Sie in unserer Bildergalerie. Foto: privat 14 Bilder
So sieht die Titelseite des Lurchi-Comics aus dem Jahr 1937 aus. Bilder und Informationen zu weiteren spektakulären Versteigerungen des Auktionshauses Gärtner finden Sie in unserer Bildergalerie. Foto: privat

Bietigheim-Bissingen - Mit gleich drei spektakulären Versteigerungen hat das Auktionshaus Gärtner in Bietigheim-Bissingen am Mittwoch die Sammler-Gemüter erhitzt. Besonders wertvolle Briefmarken-Raritäten standen auf dem Auktionsplan, die größte Aufregung verursachte allerdings ein Comic-Heft: Das erste Lurchi-Heft mit dem Maskottchen des Schuhherstellers Salamander aus Kornwestheim aus dem Jahr 1937 war mit einem Preis von 2000 Euro gestartet. Nach einem heftigen Bieterwettbewerb setzte sich ein Sammler mit dem Gebot von 10 000 Euro durch. Mit dem Aufgeld von 22 Prozent liegt der endgültige Kaufpreis damit bei 12 200 Euro. Passenderweise stammt der Mann, der nicht namentlich genannt werden will, aus Kornwestheim.

Ein weiterer Höhepunkt war eine Audrey-Hepburn-Briefmarke. Die oft als „Blaue Mauritius“ unter den modernen Briefmarken bezeichnete Kostbarkeit wurde für 150 060 Euro versteigert. Laut dem Auktionshaus handelt es sich bei der versteigerten Marke um die „ sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen, nämlich das rechte untere postfrische Randstück“ eines Kleinbogens. Ebenso unter den Hammer kam eine der populärsten Briefmarken Altdeutschlands: Die 70-Kreuzer-Marke Württembergs aus dem Jahr 1872. Der Startpreis lag bei 35 000 Euro. Nach einem dem Auktionshaus zufolge spannenden Bieterduell ging das Kleinod für 46 000 Euro an einen Bieter aus Übersee. Inklusive Aufgeld zahlte der neue Eigentümer 56 120 Euro für die Rarität.