Autogipfel
Europa setzt auf das Elektroauto
StZ,
20.02.2010 10:57 Uhr
Foto: AP
Brüssel - Die angeschlagene Automobilbranche in Europa soll mit grüner Technologie wieder wettbewerbsfähiger werden und ihre Krise überwinden. Die zuständigen Minister aus den Einzelstaaten beauftragten gestern den neuen EU-Industriekommissar Antonia Tajani damit, eine "europäische Strategie für saubere und energieeffiziente Autos auszuarbeiten und umzusetzen". Ein Bestandteil des Programms soll, wie es in der Mitteilung der Brüsseler Behörde weiter heißt, auch ein System von Anreizen sein, um "die Markteinführung grüner Fahrzeuge zu fördern". Dazu soll etwa der Aufbau eines Stromtankstellennetzes unterstützt werden. Finanzielle Anreize für Autokäufer sind nach Angaben aus Kreisen der Bundesregierung jedoch noch nicht vorgesehen.
Ein weiterer Schwerpunkt des noch auszuarbeitenden Programms soll nach Auskunft des spanischen Industrieministers Miguel Sebastian ein deutlich aufgestocktes Forschungsbudget in diesem Bereich sein. Bevor es konkret mehr Geld gebe, müsse man sich aber "auf eine konkrete Politik verständigen", sagte der Minister aus Spanien, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat. So hätten gerade die großen Automobilproduzenten wie Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien großes Interesse daran, das Elektroauto in der künftigen Wirtschaftsstrategie EU 2020 zu verankern, was auch größere europäische Investitionen zur Folge hätte. Die Abstimmung dazu auf EU-Ebene sei aber noch nicht abgeschlossen. Zudem, so Sebastian, müsse man sich erst auf gemeinsame technische Standards verständigen, wie Elektroautos aufgeladen werden.
Daimler-Chef Dieter Zetsche, der auch dem europäischen Dachverband der Autobauer vorsteht, hatte vergangene Woche bei einem Ministertreffen in Spanien für eine stärkere Förderung der Elektromobilität geworben. Ihm zufolge ist die Autoproduktion in Europa 2009 mit 13.985.800 vom Band gelaufenen Fahrzeugen um 18 Prozent gegenüber 2007 gesunken. Um aus der Krise zu kommen, warb Zetsche dafür, "die Zusammenarbeit zwischen der Industrie und den Regierungen auszubauen".
Nach dem Ministertreffen am Freitag sagte der deutsche Staatssekretär Jochen Homann, der den in Russland weilenden Wirtschaftsminister Rainer Brüderle vertrat, Unterstützung zu. Jedoch dürfe man sich nicht nur auf das Elektroauto versteifen, sondern müsse "auch für andere Zukunftstechnologien offen bleiben". Oberstes Ziel, so EU-Kommissar Tajani, sei es, "für die 2,2 Millionen Arbeitsplätze der Branche zu kämpfen".
Ein weiterer Schwerpunkt des noch auszuarbeitenden Programms soll nach Auskunft des spanischen Industrieministers Miguel Sebastian ein deutlich aufgestocktes Forschungsbudget in diesem Bereich sein. Bevor es konkret mehr Geld gebe, müsse man sich aber "auf eine konkrete Politik verständigen", sagte der Minister aus Spanien, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat. So hätten gerade die großen Automobilproduzenten wie Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien großes Interesse daran, das Elektroauto in der künftigen Wirtschaftsstrategie EU 2020 zu verankern, was auch größere europäische Investitionen zur Folge hätte. Die Abstimmung dazu auf EU-Ebene sei aber noch nicht abgeschlossen. Zudem, so Sebastian, müsse man sich erst auf gemeinsame technische Standards verständigen, wie Elektroautos aufgeladen werden.
Daimler-Chef Dieter Zetsche, der auch dem europäischen Dachverband der Autobauer vorsteht, hatte vergangene Woche bei einem Ministertreffen in Spanien für eine stärkere Förderung der Elektromobilität geworben. Ihm zufolge ist die Autoproduktion in Europa 2009 mit 13.985.800 vom Band gelaufenen Fahrzeugen um 18 Prozent gegenüber 2007 gesunken. Um aus der Krise zu kommen, warb Zetsche dafür, "die Zusammenarbeit zwischen der Industrie und den Regierungen auszubauen".
Nach dem Ministertreffen am Freitag sagte der deutsche Staatssekretär Jochen Homann, der den in Russland weilenden Wirtschaftsminister Rainer Brüderle vertrat, Unterstützung zu. Jedoch dürfe man sich nicht nur auf das Elektroauto versteifen, sondern müsse "auch für andere Zukunftstechnologien offen bleiben". Oberstes Ziel, so EU-Kommissar Tajani, sei es, "für die 2,2 Millionen Arbeitsplätze der Branche zu kämpfen".
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Elektroauto
Das einzige wahre Wort im gesamten Bericht ist :"man muss auch für andere Zukunftstechnologien offen bleiben". Hier wird wieder einmal etwas bevorzugt, was in keinster Weise durchdacht ist. Die Automotoren sind doch nur ein geringer Teil der Umweltverschmutzer. Was ist mit Flugmoto ren, was mit Schwermaschinen ? Wie soll die Versorgung in Ländern mit grossen Landflächen aussehen, in denen man kein Auftanknetz an Tank stellen aufbauen kann, weil das Tankstellennetz nicht ausreichend ist ? Was ist mit Fahrzeugen, die liegenbleiben ? Was ist mit den Gefahren des Aufladens, des Missbrauchs, der Fehlhandhabung der Elektroanschlüsse durch Kinder, Frauen und unbeholfene, technikfremde Personen ? Was ist mit den Werkstätten ? Wenn etwas geändert werden soll, dann richtig und dann ist keinerlei Raum mehr für Verbrennungsmotoren gegeben. Hier werden wieder Forschungsgelder für etwas verschwendet, was mit Sicherheit nur eine Interimslösung auf sehr kurze Zeit sein kann. Es wird Zeit dass jetzt einmal endlich die Profitgier hintenan gestellt wird. Diese Batterien mit all ihren Problemen sind keine Dauerlösung. Zudem sind sie sehr teuer und wenig leistungsstark. Warum befasst man sich nicht wirklich einmal mit Elektromagnet-Antrieben oder ähnlichen? Wenn man es richtig macht, sind deren Probleme leichter zu lösen als sehr vieles andere. Für den Staat kommt dann aber ein Problem auf : wie kann man da dann noch Steuern kassieren ? Vermutlich wird deshalb nichts in der Richtung unternommen weil die Frage einer Versteuerung nur schwer lösbar ist. Durch derartige Schwierigkeiten wurden schon immer technische Fortschritte blockiert. Diesmal sollte das unterbleiben. Die Umwelt ist viel wichtiger.