Autohändler
Wirtschaftskrise gut überstanden
Harry Pretzlaff,
14.02.2011 07:00 Uhr
Die Ertragslage habe sich im Kfz-Gewerbe verbessert, berichtet Harry Brambach, doch noch sei sie alles andere als gut. Foto: Heiss
Stuttgart - Die Autohändler haben zwei turbulente Jahre hinter sich. Zunächst löste die Abwrackprämie 2009 einen steilen Anstieg der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland aus. Darauf folgte im vergangenen Jahr ein ebenso scharfer Einbruch, weil viele Bundesbürger wegen der Prämie die Anschaffung ihres Neuwagens vorgezogen hatten und nun 2010 erst einmal als Autokäufer ausfielen. In Baden-Württemberg war der Rückgang im vergangenen Jahr mit einem Minus von 25 Prozent auf rund 392.800 Pkw-Neuzulassungen sogar noch etwas stärker als im Bund. Dennoch zeigt sich Harry Brambach, der Verbandspräsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes, insgesamt zufrieden mit 2010, weil das Jahr alles in allem besser ausgefallen ist als ursprünglich befürchtet. Zur Jahresmitte lag das Minus noch bei 30 Prozent.
Die Erleichterung, dass es nicht ganz so schlimm gekommen ist, spiegelt sich auch im aktuellen Geschäftsklima. Die Stimmung vor dem Start in die diesjährige Frühjahrssaison sei gut, berichtet Brambach. Die baden-württembergischen Kfz-Betriebe seien heute zuversichtlich, weil sie die beiden letzten Jahre recht ordentlich überstanden hätten und die Konjunktur nun wieder angezogen habe. Neben den gewerblichen Kunden sollen auch die privaten Käufer das Geschäft in diesem Jahr ankurbeln. Die Arbeitslosigkeit sinke, zudem gebe es erstmals wieder reale Lohnerhöhungen, dies werde sich auf positiv auf das Geschäft mit Privatkunden auswirken, meint der Verbandschef. Die Abwrackprämie hatte dazu geführt, dass 2009 die private Nachfrage dominiert hatte, während im vergangenen Jahr die gewerblichen Kunden wieder verstärkt neue Fahrzeuge bestellten. Im laufenden Jahr rechnet Brambach im Südwesten mit Pkw-Neuzulassungen in der Größenordnung von etwa 430.000 Autos. Damit wäre wieder das Niveau des Jahres 2008 erreicht, das man als Normaljahr einstufen kann.
Im Rückblick auf die beiden vergangenen beiden außergewöhnlichen Jahre zieht Brambach eine positive Bilanz: "Das Kfz-Gewerbe im Land ist ohne große Schrammen durch die Krise gekommen." Die Zahl der Betriebe und der Beschäftigten sei alles in allem recht stabil geblieben. Insgesamt vertritt der Verband 4500 Betriebe mit rund 54.000 Beschäftigten. Diese Entwicklung sei vor allem der Abwrackprämie zu verdanken. Das Konjunkturprogramm habe eine Pleitewelle verhindert. Im Verlauf des vergangenen Jahres habe sei dann zunehmend die gesamtwirtschaftliche Belebung spürbar gewesen.
Obwohl die Pkw-Neuzulassungen im vergangenen Jahr stark zurückgegangen sind, hat auch die Zahl der Pleiten deutlich abgenommen. Bis November 2010 gingen die Insolvenzen im Vergleich mit dem Vorjahr um 25 Prozent zurück, für das Gesamtjahr wird mit insgesamt weniger als 100 Pleiten im Südwesten gerechnet. In den beiden Jahren zuvor hatte die Zahl der Insolvenzen noch zugenommen. Zu dieser Trendumkehr hat auch der Gebrauchtwagenhandel und das Servicegeschäft, die sich erneut als wichtige Ertragssäulen erwiesen hätten, beigetragen, so Brambach.
Der Gebrauchtwagenhandel hat im vergangenen Jahr angezogen, nachdem 2009 viele Bundesbürger, die normalerweise einen Gebrauchtwagen kaufen, sich wegen der Abwrackprämie einen Neuwagen geleistet hatten. Die Zahl der Besitzumschreibungen von Personenwagen nahm 2010 im Südwesten um 6,3 Prozent auf rund 803.000 Autos zu. Die Werkstattauslastung sei bei etwas über 80 Prozent stabil geblieben, so Brambach. Damit wird auch im laufenden Jahr gerechnet.
Endgültige Ergebnisse zur Entwicklung der Ertragslage in der Branche liegen zwar noch nicht vor, doch nach ersten Einschätzungen dürfte die Umsatzrendite vor Steuern bei gut ein Prozent liegen, schätzt der Verbandspräsident. Damit habe sich die Ertragslage in den vergangenen beiden Jahren einigermaßen stabilisiert. Auf längere Sicht sei dies allerdings zu wenig, um die erforderlichen Investitionen tätigen zu können. "Wir bräuchten eher eine Umsatzrendite von zwei bis drei Prozent", rechnet der Verbandspräsident vor. Brambach kritisiert zudem die große Diskrepanz zwischen Händlern und Herstellern, die wie etwa Mercedes-Benz eine Umsatzrendite von zehn Prozent anstreben.
Die Erleichterung, dass es nicht ganz so schlimm gekommen ist, spiegelt sich auch im aktuellen Geschäftsklima. Die Stimmung vor dem Start in die diesjährige Frühjahrssaison sei gut, berichtet Brambach. Die baden-württembergischen Kfz-Betriebe seien heute zuversichtlich, weil sie die beiden letzten Jahre recht ordentlich überstanden hätten und die Konjunktur nun wieder angezogen habe. Neben den gewerblichen Kunden sollen auch die privaten Käufer das Geschäft in diesem Jahr ankurbeln. Die Arbeitslosigkeit sinke, zudem gebe es erstmals wieder reale Lohnerhöhungen, dies werde sich auf positiv auf das Geschäft mit Privatkunden auswirken, meint der Verbandschef. Die Abwrackprämie hatte dazu geführt, dass 2009 die private Nachfrage dominiert hatte, während im vergangenen Jahr die gewerblichen Kunden wieder verstärkt neue Fahrzeuge bestellten. Im laufenden Jahr rechnet Brambach im Südwesten mit Pkw-Neuzulassungen in der Größenordnung von etwa 430.000 Autos. Damit wäre wieder das Niveau des Jahres 2008 erreicht, das man als Normaljahr einstufen kann.
Im Rückblick auf die beiden vergangenen beiden außergewöhnlichen Jahre zieht Brambach eine positive Bilanz: "Das Kfz-Gewerbe im Land ist ohne große Schrammen durch die Krise gekommen." Die Zahl der Betriebe und der Beschäftigten sei alles in allem recht stabil geblieben. Insgesamt vertritt der Verband 4500 Betriebe mit rund 54.000 Beschäftigten. Diese Entwicklung sei vor allem der Abwrackprämie zu verdanken. Das Konjunkturprogramm habe eine Pleitewelle verhindert. Im Verlauf des vergangenen Jahres habe sei dann zunehmend die gesamtwirtschaftliche Belebung spürbar gewesen.
Der Gebrauchtwagenhandel hat im vergangenen Jahr angezogen
Obwohl die Pkw-Neuzulassungen im vergangenen Jahr stark zurückgegangen sind, hat auch die Zahl der Pleiten deutlich abgenommen. Bis November 2010 gingen die Insolvenzen im Vergleich mit dem Vorjahr um 25 Prozent zurück, für das Gesamtjahr wird mit insgesamt weniger als 100 Pleiten im Südwesten gerechnet. In den beiden Jahren zuvor hatte die Zahl der Insolvenzen noch zugenommen. Zu dieser Trendumkehr hat auch der Gebrauchtwagenhandel und das Servicegeschäft, die sich erneut als wichtige Ertragssäulen erwiesen hätten, beigetragen, so Brambach.
Der Gebrauchtwagenhandel hat im vergangenen Jahr angezogen, nachdem 2009 viele Bundesbürger, die normalerweise einen Gebrauchtwagen kaufen, sich wegen der Abwrackprämie einen Neuwagen geleistet hatten. Die Zahl der Besitzumschreibungen von Personenwagen nahm 2010 im Südwesten um 6,3 Prozent auf rund 803.000 Autos zu. Die Werkstattauslastung sei bei etwas über 80 Prozent stabil geblieben, so Brambach. Damit wird auch im laufenden Jahr gerechnet.
Endgültige Ergebnisse zur Entwicklung der Ertragslage in der Branche liegen zwar noch nicht vor, doch nach ersten Einschätzungen dürfte die Umsatzrendite vor Steuern bei gut ein Prozent liegen, schätzt der Verbandspräsident. Damit habe sich die Ertragslage in den vergangenen beiden Jahren einigermaßen stabilisiert. Auf längere Sicht sei dies allerdings zu wenig, um die erforderlichen Investitionen tätigen zu können. "Wir bräuchten eher eine Umsatzrendite von zwei bis drei Prozent", rechnet der Verbandspräsident vor. Brambach kritisiert zudem die große Diskrepanz zwischen Händlern und Herstellern, die wie etwa Mercedes-Benz eine Umsatzrendite von zehn Prozent anstreben.
Weitere Artikel


23 Mal Stuttgart – wir stellen Ihnen alle 23 Stadtbezirke vor >>



