| Zeitungsgruppe Stuttgart |Sonntag, 12. Februar 2012
Wirtschaft & Finanzen
Artikel weiterempfehlen

Autozulieferer Mahle und Behr rücken zusammen

dpa/lsw, vom 05.02.2010 07:46 Uhr
 Foto: dpa
Foto: dpa
Stuttgart - Die Autozulieferer Mahle und Behr rücken in der Krise enger zusammen. Der Kolbenspezialist übernimmt die Mehrheit am Industriegeschäft des Kühlerherstellers Behr. Außerdem denken die beiden Stuttgarter Unternehmen Angaben vom Donnerstag zufolge über eine strategische Zusammenarbeit beim Thermomanagement (zum Beispiel Motorkühlung, Ölkühlung) und bei der Mechatronik (elektrische Steuergeräte für die Filtration) nach. Beide Zulieferer waren mit voller Wucht von der Branchenkrise getroffen worden und kämpften zuletzt mit roten Zahlen.

Dem Kauf von 60 Prozent der Anteile von Behr Industry durch den Mahle-Konzern haben die Aufsichtsgremien beider Unternehmen bereits zugestimmt. Der Geschäftsbereich wird künftig Mahle Behr Industry heißen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Behr erwirtschaftete mit dem Industriegeschäft 2008 einen Umsatz von rund 206 Millionen Euro und hat derzeit etwa 900 Mitarbeiter in Deutschland und den USA. Wichtigste Produkte sind Kühl- und Klimatisierungssysteme für Schienen- und Sonderfahrzeuge, Busse, Schiffe, Bau- und Landmaschinen sowie die Luftfahrtindustrie.

Behr rechnet für das vergangene Jahr mit einem mehr als doppelt so hohen Verlust wie im Vorjahr (2008: minus 70 Millionen). Der Umsatz von 2008 mit 3,3 Milliarden Euro wird voraussichtlich um mehr als 20 Prozent sinken. Der Kühlerhersteller will in der Produktion in Deutschland 440 Arbeitsplätze streichen oder diese verlagern. An diesen Plänen ändere auch die Zusammenarbeit mit Mahle nichts, sagte eine Sprecherin.

Auch Mahle geht für das Gesamtjahr 2009 von einem Verlust aus. Der Umsatz brach im ersten Halbjahr um fast ein Drittel auf 1,8 Milliarden Euro ein. Für das Gesamtjahr rechnet der Kolbenspezialist mit einem Rückgang der Erlöse um bis zu einem Viertel. Der Umsatz wird demnach voraussichtlich bei 3,75 Milliarden bis 3,9 Milliarden Euro liegen.
Kommentare (0)
Kommentarregeln
  • Kommentare anzeigen
Anzeigen
Anzeige
Aktuelle Videos
 
Nachrichten-Ticker
11:33 Mitch Winehouse: Whitney und Amy zusammen im Himmel »
11:31 Eil +++ Kapitän: Skibbe nicht mehr Hertha-Trainer »
11:30 Syriens Truppen setzen Offensive fort - Arabische Liga berät »
11:12 Spannung vor Abstimmung im griechischen Parlament »
11:09 Schweizer Erdbeben mit Auswirkungen auf Südbaden »
1   2   3   4   5   6   7   weiter
 
StZ digital
Stuttgarter Zeitung digital
Die gedruckten Ausgaben im Originallayout.

 
 
ePress App
Genießen Sie Ihre Stuttgarter Zeitung auch auf dem iPad.
 
 
Abonnement-Prämien
Werben Sie einen Freund als Abonnent der Stuttgarter Zeitung. Für jede Empfehlung erhalten Sie eine Prämie aus unserem Shop.
Abonnement