Baden 21
Mappus verbreitet guten Willen
Heinz Siebold,
18.02.2011 18:39 Uhr
Streitfall Oberrheintrasse der Bahn: Ministerpräsident Stefan Mappus sieht sich in Südbaden mit Bürgerprotest konfrontiert. Foto: dpa
Offenburg - Die Besichtigungstour längs der Oberrheinbahn von Offenburg bis Weil am Rhein, die Bahn-Chef Rüdiger Grube, Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU), seine Verkehrsministerin Tanja Gönner (CDU) und Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) gestern absolviert haben, ist mit vielen Beteuerungen, aber ohne weitreichende Festlegungen des Bauherrn für die neue Gütertrasse zu Ende gegangen. Zwar hat die Deutsche Bahn AG eine Erklärung verbreitet, die den Beginn von Probebohrungen in Offenburg ankündigt, nachdem das Regierungspräsidium Freiburg unlängst die Bahn-Planung von zwei weiteren Gleisen durch die Offenburger Innenstadt praktisch verworfen hat, muss sich die Bahn jedoch auf jeden Fall um eine unterirdische Alternative für den Güterverkehr kümmern.
Die Delegation informierte sich im Beisein von Bürgermeistern und Landräten auch über den weiteren Streckenverlauf. Dabei wurden sie von protestierenden Mitgliedern der Bürgerinitiativen mit Trillerpfeifen und Sprechchören begrüßt, anschließend mit Beifall wieder verabschiedet. Bahn-Chef Grube betonte an jeder Station, dass es einen neuen Stil geben müsse und keine Planung gegen die Bevölkerungsmehrheit durchgedrückt werden dürfe. Man wolle offen und ehrlich alle alternativen Vorschläge der Region eingehend prüfen. Die Mehrheit der Gemeinden will eine Güterbahntrasse längs der Autobahn.
Der Ministerpräsident bekräftigte seinen bereits mehrfach geäußerten Wunsch, er wolle "kein zweites Stuttgart 21 mehr" erleben, es solle die "größtmögliche Zustimmung" der Bürger erreicht werden. Die Landesregierung sei bereit, die Hälfte der Mehrkosten, die durch zusätzlichen Lärmschutz entstehen, zu übernehmen.
Die Sprecher der Bürgerinitiativen lobten die neue Offenheit von Bahn und Politik. Es müssten aber bis spätestens Ende des Jahres Grundsatzentscheidungen zu Streckenverlauf und Lärmschutz getroffen werden. Weder Ministerpräsident noch Bahn-Chef wollten sich allerdings auf einen Zeitplan festlegen.
Auch Verkehrsministerin Gönner sieht die Zusammenarbeit auf gutem Weg. Zum Schwur werde es aber beim Geld kommen. "Wenn klar wird, was das alles kostet und was dann eben auch nicht möglich sein wird, dann kommt die Stunde der Wahrheit", sagt sie. "Das kann dann noch einmal ein heißer Tanz werden."
Der Plan sieht vor, dass nun nach einer hydrogeologischen Voruntersuchung an sechs Punkten im Offenburger Westen bis zu 40 Meter in die Tiefe gebohrt werden soll. Später geht es noch tiefer, um die Beschaffenheit des Grundwassers und der Bodenverhältnisse daraufhin zu untersuchen, ob ein Eisenbahntunnel gebaut werden kann oder nicht. Obwohl von der Offenburger OB Edith Schreiner dazu aufgefordert, distanzierte sich Bahn-Chef Grube nicht ausdrücklich von der alten Bahn-Planung.
Die Vorerkundungen sollen bereits Ende März abgeschlossen werden. Danach werden Bohrungen in einem Abstand von 500 Metern durchgeführt, in der dritten Erkundungsstufe, der geotechnischen Hauptuntersuchung, werden die Bohrungen im Abstand von 50 bis 200 Meter gesetzt. So können Tiefen von bis zu 60 Metern erreicht werden. Erste Ergebnisse aus dem Erkundungsprogramm sollen laut Bahn Ende 2011 vorliegen. Die Kosten in Höhe von 750.000 Euro teilen sich der Bund und das Land Baden-Württemberg.
Die Delegation informierte sich im Beisein von Bürgermeistern und Landräten auch über den weiteren Streckenverlauf. Dabei wurden sie von protestierenden Mitgliedern der Bürgerinitiativen mit Trillerpfeifen und Sprechchören begrüßt, anschließend mit Beifall wieder verabschiedet. Bahn-Chef Grube betonte an jeder Station, dass es einen neuen Stil geben müsse und keine Planung gegen die Bevölkerungsmehrheit durchgedrückt werden dürfe. Man wolle offen und ehrlich alle alternativen Vorschläge der Region eingehend prüfen. Die Mehrheit der Gemeinden will eine Güterbahntrasse längs der Autobahn.
Neue Offenheit von Bahn und Politik
Der Ministerpräsident bekräftigte seinen bereits mehrfach geäußerten Wunsch, er wolle "kein zweites Stuttgart 21 mehr" erleben, es solle die "größtmögliche Zustimmung" der Bürger erreicht werden. Die Landesregierung sei bereit, die Hälfte der Mehrkosten, die durch zusätzlichen Lärmschutz entstehen, zu übernehmen.
Die Sprecher der Bürgerinitiativen lobten die neue Offenheit von Bahn und Politik. Es müssten aber bis spätestens Ende des Jahres Grundsatzentscheidungen zu Streckenverlauf und Lärmschutz getroffen werden. Weder Ministerpräsident noch Bahn-Chef wollten sich allerdings auf einen Zeitplan festlegen.
Zum Schwur kommt es beim Geld
Auch Verkehrsministerin Gönner sieht die Zusammenarbeit auf gutem Weg. Zum Schwur werde es aber beim Geld kommen. "Wenn klar wird, was das alles kostet und was dann eben auch nicht möglich sein wird, dann kommt die Stunde der Wahrheit", sagt sie. "Das kann dann noch einmal ein heißer Tanz werden."
Der Plan sieht vor, dass nun nach einer hydrogeologischen Voruntersuchung an sechs Punkten im Offenburger Westen bis zu 40 Meter in die Tiefe gebohrt werden soll. Später geht es noch tiefer, um die Beschaffenheit des Grundwassers und der Bodenverhältnisse daraufhin zu untersuchen, ob ein Eisenbahntunnel gebaut werden kann oder nicht. Obwohl von der Offenburger OB Edith Schreiner dazu aufgefordert, distanzierte sich Bahn-Chef Grube nicht ausdrücklich von der alten Bahn-Planung.
Die Vorerkundungen sollen bereits Ende März abgeschlossen werden. Danach werden Bohrungen in einem Abstand von 500 Metern durchgeführt, in der dritten Erkundungsstufe, der geotechnischen Hauptuntersuchung, werden die Bohrungen im Abstand von 50 bis 200 Meter gesetzt. So können Tiefen von bis zu 60 Metern erreicht werden. Erste Ergebnisse aus dem Erkundungsprogramm sollen laut Bahn Ende 2011 vorliegen. Die Kosten in Höhe von 750.000 Euro teilen sich der Bund und das Land Baden-Württemberg.
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mappus, nein danke !!
Und die Moral von der Geschicht: "Trau diesem Herren einfach nicht!"
Mappus verbreitet Ekel!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, Demokratisch anderer Meinung sein isch ok, aber wenn man dann liest S21 sei unbedingt erforderlich, sonst würden im Land die Lichter ausgehen, und dann auch noch Schüler und Rentner zusammenschlagen lässt! Meine Damen und Herren, das ist nicht nur ein starkes Stück, das ist Dummheit par excellence! Und wenn dann noch der CSU Minister Ramsauer dieses fordert: Ramsauer will "deutsche Greyhounds" einführen 20.02.2011, 9:30 Uhr | dapd, bv gugsch du Artikel: http://wirtschaft.t-online.de/fernbuslinien-ramsauer-will-deutsche-greyhounds-einfuehren/id_44474154/index Dann meine Damen und Herren könnt ich nur noch kotzen, und zwar Gift und Galle! Sind denn diese Herrschaften eigentlich ganz abgehoben, wissen die eigentlich nicht mehr für wen sie arbeiten sollen! Halten die uns für ganz verblödet? Warum wurde diese Eidesstattliche Erklärung eigentlich nicht verfolgt bzw. untersucht? http://parkschuetzer.org/presse/Pollmann_Versicherung_an_Eides_statt.pdf Klar das ist ja "nur" Hörensagen! Verdammt noch mal ist den Gesetz wichtiger als unsere Kinder? Dieser feiste Herr aus Pforzheim, der meint BW gehöre ihm, der glaubt ohne ihn würde BW im Chaos versinken, ja wer sind den wir? Wir, das Volk, das arbeitet in den Wirtschaftsbetrieben, das mit Hilfe dieser Politriege abgezockt wird, bei Löhnen, Steuern, Zuwendungen! Beispiel Kindergeld: Der Normalverdiener bekommt nur das Kindergeld angerechnet beim Steuerausgleich - beim "Besserverdienenden" kommt der direkte Steuerabzug zum tragen! Ab 50.000 Brutto bekommt der Besserverdienende also mehr Kindergeld als der Durchschnitt, ist das Recht oder Gesetz? Gesetz natürlich, von CDU und FDP gemeinsam erstellten Steuergesetzgebung, bei dem keiner und nicht mal der beste Volkswirt komplett durchblickt, oder warum hat von denen jeder sein Spezialgebiet! So geht’s grad weiter: Ich hoffe, dass Baden-Württemberg endlich mal aufgewacht ist und zumindest versucht 5 Jahre für ein Praktikum der SPD an der Regierung zu tolerieren! Udo Jürgens: Lieb Vaterland magst ruhig sein ..... http://www.youtube.com/watch?v=iF7cyj_T81
Überregional
Jahrelang stand die Stuttgarter Zeitung im Ruf, sich nur um das Wohl der Stadt zu kümmern. Nun aber zeigt sie ihre Weltläufigkeit und Selbstlosigkeit. Das Engagement gegen Verbesserungen der Infrastruktur in Stuttgart wurde von vielen in bösartiger Wese und völlig zu Unrecht als Liebedienerei für die Grüne Opposition abgetan. Jetzt aber legt die STZ nach. Nicht nur kein Geld für Stuttgart (das zu fordern könnte jeder) sondern unbedingt mehr Geld für die Rheinschiene! Und wer wird so kleinlich sein, diesmal nach der Planung, Finanzierung, Prognose zu fragen? Ein Lob der STZ für den Ministerpräsidenten - den man leider wegen S21 prügeln muss - aber nur dann wenn er das Geld außerhalb Stuttgarts für Verbesserungen ausgibt. Das ist wahre Selbstlosigkeit und Fairness! Die STZ gewinnt damit die Fairplay-Wertung und wir überreichen ihr symbolisch den Floriani-Preis