Baden-Württemberg Luchs Friedl streift durch das Obere Donautal

Von red/dpa/lsw 

Im September war Friedl auch Stuttgart nahe gekommen und im Kreis Esslingen umher gestreift. Nun ist der Luchs weiter in das Obere Donautal gezogen. Wissenschaftler beobachten seinen Weg über einen Peilsender.

Luchs Friedl wird von Mitarbeitern der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA)  mit einem Peilsender versehen. Foto: FVA Baden-Württemberg
Luchs Friedl wird von Mitarbeitern der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) mit einem Peilsender versehen. Foto: FVA Baden-Württemberg

Stuttgart - Der mit einem Sender ausgestattete Luchs Friedl ist auf Wanderschaft durch Baden-Württemberg - und dabei weiter im Visier der Wissenschaftler. Zuletzt habe sich das Tier im Bereich des Oberen Donautals aufgehalten, teilte das Ministerium für Ländlichen Raum am Montag mit. Seit 260 Tagen ist der aus der Schweiz zugewanderte Luchs im Südwesten unterwegs.

Am 9. April wurde er im Schwarzwald mit einem Halsbandsender bestückt; die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt verfolgt seitdem seine Spuren. Im September war Friedl auch Stuttgart nahe gekommen und im Kreis Esslingen umher gestreift.

Der Umgang mit Luchsen ist umstritten. Der zuständige Wissenschaftler Micha Herdtfelder sagte: „Große Beutegreifer wie der Luchs werden von vielen Menschen als Symbol für Wildnis angesehen. Und an dem Begriff Wildnis scheiden sich die Geister.“ Die Wissenschaftler wollen „einer Romantisierung einerseits und einer Dämonisierung andererseits“ entgegenwirken.

Friedl ernährt sich gerne von Rehen. Schafe als Beutetiere seien die Ausnahme, hieß es. Nach Angaben des Ministeriums hat das Luchs-Männchen nachweislich 1600 Kilometer zurückgelegt, seit es den Sender trägt. Im Südwesten waren auch andere Luchse nachgewiesen worden - auch im Schwarzwald.