| Zeitungsgruppe Stuttgart |Sonntag, 12. Februar 2012
Stuttgart 21
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Bahn widerspricht "Keine Kostenexplosion"

rtr, vom 05.09.2010 13:53 Uhr
 Foto: dpa
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Berlin - Die Bahn hat Vorwürfe zurückgewiesen, nach denen die Kosten für die im Zusammenhang mit dem umstrittenen Projekt Stuttgart 21 geplante ICE-Hochgeschwindigkeitstrasse Ulm-Wendlingen völlig aus dem Ruder laufen. Eine erst Ende Juli vorgelegte aktualisierte Kostenrechnung weise Bau- und Planungskosten von rund 2,9 Milliarden Euro aus, teilte das Unternehmen am Sonntag in Berlin mit. Der Grünen-Verkehrspolitiker Winfried Hermann sagte dagegen dem "Spiegel", er gehe davon aus, dass die Strecke am Ende mehr als fünf Milliarden Euro kosten werde. Dies sind zwei Milliarden mehr als die ohnehin bereits um 865 Millionen Euro gegenüber den Ursprungskosten nach oben korrigierten gegenwärtigen Bahn-Annahmen.

Hermann berief sich auf ein Bericht eines Münchner Gutachterbüros, das die Grünen am Mittwoch vorstellen wollen. Die Bahn zog die Sachkunde der Gutachter in Zweifel: Das Büro habe bereits in der Vergangenheit Kostenberechnungen angestellt, die sich als falsch erwiesen hätten, erklärte der Konzern.

Gegen das Projekt Stuttgart 21 protestieren in der baden-württembergischen Landeshauptstadt seit Monaten zahlreiche Menschen. Umfragen zufolge könnte das umstrittene Mammut-Projekt der regierenden schwarz-gelben Landesregierung die Mehrheit bei den Wahlen im kommenden März kosten.
Kommentare (35)
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SEP
07
16:13 Uhr, geschrieben von Jakutzi
bestelltes Scheingutachten aus Muenchen
Das Muenchner "Gutachterbuero" Vieregg und Roessler betreibt nichts weiter als plumpe Zahlenakrobatik mit ueberhoehten Inflationswerten und simplen Wenn-Dann-Vergleichen. Hier von einem Kostengutachten zu reden verbietet sich, denn dazu stehen dem Buero erstens keine ausreichenden Fakten und zweitens kein ausreichendes Budget zur Verfuegung. Hinzu kommt, dass das Buero sich schon frueh auf die Seite der gruenen Projektgegner gestellt hat und von diesen fuer ihr Scheingutachten auch noch bezahlt wird. Ein Schelm der Boeses dabei denkt.
SEP
06
21:14 Uhr, geschrieben von lmx
Parteilichkeit kann sich V&R gar nicht leisten...
Die Behauptung, Vieregg & Rössler wäre parteilich (was angeblich eindeutig aus dem Internet - Auftritt hervorgeht) kann ich nicht nachvollziehen. Glauben sie im Ernst ein solches Büro könnte sich Parteilichkeit auf Dauer leisten? Es würde dadurch jede Chance auf öffentliche Aufträge verspielen. Gewagte Aussage ihrerseits! Au8ch die im Forum getätigte Aussage es handle sich um ein 2 Mann Büro ist in frage zu stellen. V&R arbeitet mit diversen freien Mitarbeitern zusammen und kooperiert mit anderen Büros... Aktuelle Studien und Gutachten von VIEREGG-RÖSSLER: -Verkehrsentlastung im bayerischen Inntal - Aufspaltung des Güterzug- und LKW-Verkehrs statt Konzentration auf eine einzige Route -Einsparpotentiale bei Schienen-Großprojekten durch eine Modifikation der Planung -Analyse der Transrapid-Unfälle in China und Lathen und Rückschlüsse auf das Münchner Transrapid-Projekt -Machbarkeitsstudie für die Einführung des 10-Minuten-Taktes auf dem Ostast der S 2 München Ost - Markt Schwaben auf den bestehenden 2 Gleisen (ohne 4-gleisigen Ausbau) -Ermittlung der wahrscheinlichen Baukosten der geplanten Transrapid-Strecke München Hbf - Flughafen München -Gutachterliche Stellungnahme zur Sicherheit der Fahrgäste und Anlieger der geplanten MSB-Strecke München Hbf - Flughafen München
SEP
06
19:58 Uhr, geschrieben von Renate S.
@Bifi
Wenn Sie bereits ausgeführte Projekte meinen: So weit ich weiss, wurden beim Bau der S-Bahn in den 80iger-Jahren die Kosten im Wesentlichen eingehalten. Die Kostensteigerungen der Großprojekte hängen vor allem mit den ewigen Projektlaufzeiten (Bei S21 bereits über 15 Jahre), den sich während dieser Zeit ergebenden Änderungen (neue Bebauungen), einer Unzahl von Richtlinien- und Gesetzesänderungen und der hohen Kompläxität und riesigen Schnittstellenanzahl dieser Vorhaben zusammen. Es würde Ihnen auch nichts bringen, wenn Sie die Kostenermittlungen zu S21 prüfen könnten, weil diese garantiert aus meherer zehntausend Einzelpositionen besteht. Ich glaube auch nicht, dass bei K21 die Kostenrisiken geringer wären als bei S21. Zwar ist das Gewerkt Tunnelbau hier vielleicht leichter einzuschätzen, aber man hat erstens in Stuttgart Erfahrungen mit einer Vielzahl von Tunneln, auch durch Anhydrit gesammelt und zweitens ist bie K21 dermaßen viel Umbau im Bestand und unter dem Rollenden Rad erforderlich, bei dem das Kosten und Terminrisko vielleicht sogar noch größer sind. Vielleicht haben Sie oder jemand in Ihrem Bekanntenkreis versucht, einen Altbau auf die neue Energieeinsparverordnung zu sanieren. Jetzt müssen Sie sich dabei noch vorstellen, Sie dürfen die Arbeiten nur nachts zwischen 1 und 5 Uhr, vielleicht noch am Wochenende durchführen und können Ihre Baustelle nur mit Zügen andienen.
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