Bahn Zug im Stuttgarter Hauptbahnhof entgleist

Von dpa 

Im Stuttgarter Hauptbahnhof ist ein Nachtzug entgleist. Womöglich ist menschliches Versagen die Ursache. Die Bergung verzögerte sich.

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Stuttgart - Ein entgleister Nachtzug aus Amsterdam hat am Donnerstagmorgen den Verkehr im Stuttgarter Hauptbahnhof beeinträchtigt. Rund 70 Reisegäste seien in dem Zug nach München gewesen, als ein Wagen des „City Night Line“ nach dem Halt in Stuttgart von den Gleisen rutschte, teilte die Bundespolizei mit. Ein Strommast knickte um und eine Oberleitung wurde beschädigt. Verletzt wurde niemand.

Weil zeitweise drei Gleise nicht befahren werden konnten, mussten einige Tausend in Regionalzügen fahrende Reisende zwischen Esslingen und Stuttgart auf S-Bahnen ausweichen, teilte ein Sprecher der Bahn in Stuttgart mit. Erst zweieinhalb Stunden nach dem Unfall konnten die Regionalbahnen weiterfahren.

Bergung verzögert sich

Die Bergung zog sich in die Länge. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte am Donnerstag, mit der Aktion solle am Spätnachmittag begonnen werden. Der Wagen sollte mit Hilfe eines Spezialkrans wieder auf die Gleise gehoben werden. Die genaue Ursache des Unfalls war zunächst unklar. Es deute einiges auf menschliches Versagen hin, sagte der Polizeisprecher. Einen Sabotageakt schloss er aus.

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Im S-21 Tunnel sind solche Tragödien zu erwarten.: Da ist kaum Platz, vor allem wäre dort ein Gegenzug in die entgleisten Waggons gefahren. Bei der hohen Frequenz auf nur 8 Gleisen ist so ein Unglück niemals auszuschließen. Der S-21-Bahnhof ist das von der Bahn progammierte Gefährdungschaos in höchster Potenz. Für 7 Milliarden beste Aussichten für Unfälle.

komisch: Warum machen sich eigentlich Alle Gedanken über was wäre wenn? Die S-Bahn fährt seit Jahrzehnten durch Stuttgarter Tunnels. Hier wäre das gleiche Problem aber bisher hat sich noch keiner drum gekümmert. Hier geht es um eine Zugentgleisung (bei der Gottlob wenig passiert ist) Mögen sich die Verschwörungstheoretiker wieder Geschichten aus den Fingern ziehen, daß grube persönlich die Weichen manipuliert hat. Schwachsinnig, hier S21 Querverweise zu stricken.Aber wenn wir grade dabei sind: Liebe K21 ler. Rauf mit der S-Bahn. dieser tödliche S-Bahn-Tunnel könnte unter Umständen, wenn mal was passiert, eventuell, ganz gelegentlich, wenn mal wieder Alles zueinander passt, Verzögerungen im Nahverkehr mit sich bringen. Zukünftig soll die S-Bahn über die Königstrasse fahren. Demonstriert dafür. Wie borniert muß man eigentlich sein???? Bitte, Bitte - baut endlich weiter. Und wem s nicht passt -> vergeudet Eure zeit wieder beim Demonstrieren. Oben Ohne!

Umbauarbeiten: @drSchwob Bei K21 sind es etappierbare Abschnitte/Module die umgebaut werden. Zwei wesentliche Teile: einmal vor Gleis 15 und 16; zum andern im Bereich der Gäubahnzufahrt. Die zwei zusätzlichen Gleise von Cannstatt her können völlig ohne Berührung des laufenden Betriebs in aller Ruhe gebaut werden (Bereich Gütergleise, zum A1-Areal hin). Weitere viele kleine 'Begradigungen' sind optional und man - höre und staune! - durch den aktuellen Gelisvorfeldumbau bereits getan. Das was gerade gemacht wird berührt/berührte jedes der 16 Gleise, da durch die Verlängerung fast aller Bahnsteige, das Gleisvorfeld auf ganzer Breite automatisch betroffen ist.

Mal bei den Fakten bleiben: Tatsache ist, dass dies nun schon die zweite Entgleisung im Vorfeld innerhalb eines Jahres ist. Tatsache ist auch, dass man in den Jahren vor dem Umbau nie von Entgleisungen hörte. Tatsache ist, dass es Wochen dauert, die Folgen einer unterirdischen Entgleisung zu beseitgen (siehe z.B. ICE in Schafherde im Landrückentunnel), während es 'nur' Tage dauert, die Folgen einer oberirdischen Entgleisung zu beseitgen. Tatsache ist auch, dass hier nur 3 von z.Z. 15 Gleisen blockiert waren (=20%), während es bei S21 3 von 8 Gleisen gewesen wären (37,5%). Tatsache ist ferner, dass die Anzahl der von EINEM Zug nacheinander befahrenen Weichen bei S21 ca. gleich groß ist, damit ist das von einer Weiche ausgehende Entgleisungsrisiko eben nicht geringer, sondern genauso hoch. Tatsache ist schlussendlich, dass bei einer hochfrequenten Nutzung der Gleise wie bei S21 diese einem stärkeren Verschleiss unterliegen. Was diese Tatsachen bedeuten, darüber soll sich jeder selbst Gedanken machen.

Wagenrutsche: Ein Wagen, der von den Gleisen rutscht, ist wieder so eine beabsichtigte Verharmlosung durch die Bahn. Fakt ist, eine Weiche wurde während der Überfahrt verstellt. Bei 160 wäre dies einer der größtmöglichen Unfälle.

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