Bandenkrieg in Ludwigsburg Messerstecherei vor Shisha-Bar

Von red/dpa/pho 

Am späten Sonntagabend kommt es vor einer Shisha-Bar in Bietigheim-Bissingen zu einer bewaffneten Auseinandersetzung. Das Landeskriminalamt prüft nun, ob es einen Zusammenhang mit dem Bandenkrieg zwischen Osmanen und Bahoz gibt.

Das Landeskriminalamt prüft, ob die Tat in Bietigheim-Bissingen im Zusammenhang mit dem Bandenkrieg zwischen Osmanen und Bahoz steht (Symbolbild). Foto: dpa
Das Landeskriminalamt prüft, ob die Tat in Bietigheim-Bissingen im Zusammenhang mit dem Bandenkrieg zwischen Osmanen und Bahoz steht (Symbolbild). Foto: dpa

Bietigheim-Bissingen - Vor einer Shisha-Bar in Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) ist es am späten Sonntagabend zu einer Meeserstecherei gekommen. Wie die Polizei berichtet, wurde gegen 23 Uhr ein 23-jähriger Mann von zwei Personen angegriffen und durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Ein 25-jähriger Begleiter des Mann erlitt Schnittwunden an der Hand. Nach Angaben des Landeskriminalamtes haben die beiden Verletzten Kontakte in das Umfeld der rockerbandenähnlichen Gruppierung „Osmanen Germania BC“.

Zwei Männer wurden festgenommen

Die zunächst flüchtigen Tatverdächtigen wurden noch in derselben Nacht gegen 4:30 Uhr von Polizeibeamten in Bietigheim-Bissingen vorläufig festgenommen. Die beiden 21 und 23 Jahre alten türkischen Staatsangehörigen werden dem Umfeld der kurdischen „Bahoz“-Gruppierung zugeordnet.

Das Landeskriminalamt sowie die Polizeipräsidien Ludwigsburg und Stuttgart prüfen nun einen Zusammenhang zwischen der Tat und dem Konflikt der Gruppierungen „Osmanen Germania“ und „Bahoz“. Ludwigsburg gilt als Rückzugsgebiet der „Bahoz“-Bande, das Areal zwischen Bahnhof und Karlsplatz das Revier. Immer wieder kommt es hier zu Auseinandersetzungen mit den „Osmanen“.

Mehrere Menschen in Untersuchungshaft

Das Landeskriminalamt schätzt die Zahl der „Osmanen“ in Baden-Württemberg auf rund 100. Die Gruppierung hat Ermittlungen zufolge vor allem Streit mit der Gruppe „Bahoz“. Aktuell laufen nach Behördenangaben rund 50 Ermittlungsverfahren rund um die Auseinandersetzungen. Mehrere Menschen sitzen in Untersuchungshaft.

Das Landeskriminalamt sucht Zeugen, die die Auseinandersetzung vor der Shisha-Bar beobachtet haben oder die Täter vor oder nach der Tat gesehen haben. Hinweise unter der Telefonnummer 0711/ 54 01 33 33.