Belohnung für Aufkleber
Stuttgarter Abkratzprämie
Erik Raidt,
25.08.2010 07:16 Uhr
Für jeden abgekratzten Aufkleber wollen die beiden Stadträte 20 Cent zahlen. Foto: APN
Stuttgart - Die Abwrackprämie für die vermeintlich notleidende Automobilindustrie war gestern - zwei Stuttgarter Politiker haben nun ihren Nachfolger erfunden: die Abkratzprämie. Unter diesem bestimmt nicht zweideutig zu verstehendem Label fordern der Stadtrat Dieter Wahl (CDU) und der Altstadtrat Rainer Kußmaul (SPD) in einer großen Koalition der Saubermänner die Stuttgarter dazu auf, Anti-Stuttgart 21-Aufkleber abzukratzen.
Aus privater Tasche setzen die beiden eine Abkratzprämie von 20 Cent für die ersten 2000 Aufkleber aus. Die Begründung der beiden: "Genau wie viele Mitbürgerinnen und Mitbürger ärgern wir uns über die Verschandelung der Stadt an Straßenschildern, Masten aller Art und Schaltkästen." Besonders erfreut über die Aktion dürften die Mitarbeiter der Geschäftsstellen von CDU und SPD sein. Dort nämlich dürfen die Abkratzer ihre Beute "zu den üblichen Geschäftszeiten" abgeben. Dieter Wahl und Rainer Kußmaul hingegen, kommen mit je 200 Euro davon.
Aus privater Tasche setzen die beiden eine Abkratzprämie von 20 Cent für die ersten 2000 Aufkleber aus. Die Begründung der beiden: "Genau wie viele Mitbürgerinnen und Mitbürger ärgern wir uns über die Verschandelung der Stadt an Straßenschildern, Masten aller Art und Schaltkästen." Besonders erfreut über die Aktion dürften die Mitarbeiter der Geschäftsstellen von CDU und SPD sein. Dort nämlich dürfen die Abkratzer ihre Beute "zu den üblichen Geschäftszeiten" abgeben. Dieter Wahl und Rainer Kußmaul hingegen, kommen mit je 200 Euro davon.
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Bäpper-Kohle
Schickt den beiden Kasper doch die 20000 Bäpper und verwendet die 4000 Euros für den Protest. Vielleicht Bagger-Fahrer bestechen oder warmen Tee für die Aktivisten. Möglichkeiten gibts genug und den beiden ist ordentlich der Sinn Ihrer Aktion versaut
von wegen
Es mag ja sein, dass die Herren Initiatoren der genialen Abkratzprämie nicht im Sinne hatten, dass Aufkleber von privaten Fahrzeugen entfernt werden- nur wurde diese Aktion dann wie so vieles im S21-Umfeld nicht zu Ende gedacht. Aber wenn damit das Einkommen einiger armer Mitbürger, die sonst Flaschenpfand sammeln müssen, aufgebessert wird, spende ich den "Bepper" sowie seine Nachfolger gerne.Von meinem und von 2 anderen Autos aus dem Haus wurde auf jeden Fall der Kleber entfernt- schon ein bisschen grenzwertig. Eigentlich dachte ich, ich könnte auf mein Auto kleben was ich will. Ich überdenke auch meine Haltung zu S21 ob dieser Aktion nochmals, versprochen.
Gleiches Recht für alle Bäpper
Bei ihrer heldenhaften Aktion haben die beiden selbsternannten Saubermänner leider eines übersehen: inzwischen vermüllen Pro s 21 - Aufkleber (ja, die gibts, bei den "besseren Argumenten" !!!) zunehmend die Stadt, zum Beispiel rund um die Haltestelle Mineralbäder. Gilt die Prämie auch für diese schändlichen Machwerke ? Ich fordere gleiches Recht für alle Bäpper, werde ansonsten den Europäischen Bäppergerichtshof zu Straßburg auf diese skandalöse diskriminierung hinweisen. Bäpper aller Länder, vereinigt euch !