Bericht zu Stuttgart 21 Ramsauer: „Das ist Quatsch“

Von jbr/dpa 

Der Stuttgarter Oberbürgermeister, Fritz Kuhn, begrüßt die „neue Nachdenklichkeit beim Bund“. Der Verkehrsminister Peter Ramsauer hingegen dementiert, dass er sich von Stuttgart 21 distanziert.

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Stuttgart - Der Stuttgarter Oberbürgermeister, Fritz Kuhn, begrüßt die „neue Nachdenklichkeit beim Bund“ im Zusammenhang mit dem internen Bericht aus dem Bundesverkehrsministerium. „Bei dem Projekt Stuttgart 21 nimmt das Bundesverkehrsministerium endlich die Zahlen und Fakten in all ihrer Lückenhaftigkeit und Widersprüchlichkeit wahr“, wird Kuhn auf der Website der Stadt Stuttgart zitiert.

Der Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat am Rande einer Wirtschaftskonferenz in Bagdad gegenüber dem ZDF dementiert, dass er sich von Stuttgart 21 distanziert. „Das ist Quatsch“, kommentierte er den Bericht über ein Schreiben aus seinem Hause.

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag, Anton Hofreiter, sieht das anders. Er sagt im Interview mit der Stuttgarter Zeitung, die Berichte seien authentisch. „Es ist alles richtig, auch wenn interessierte Kreise nun nach bewährter Methode versuchen, alles herunter zu spielen und zu dementieren.“ Es sei nun höchste Zeit, sagt der Grünen-Politiker, endlich umzudenken. „Es geht darum, weiteren Schaden vom größten deutschen Staatskonzern abzuwenden.“

Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Oliver Luksic, erklärte der dpa: „Die Kostenexplosion frisst das Eigenkapital der Bahn für die nächsten Jahre auf, so dass wir dringend das Projekt überdenken müssen. Die Bahn muss endlich mit offenen Karten spielen.“

Die Bahn will ein kritisches Papier des Bundesverkehrsministeriums zum Milliardenprojekt Stuttgart 21 nicht kommentieren. Aus dem internen Dossier von Minister Peter Ramsauer (CSU) geht hervor, dass der Bahnhof erst im Jahr 2024 fertig werden könnte und der Bund von dem umstrittenen Projekt abrücke. „Es handelt sich um ein internes Papier, das nicht an die Bahn adressiert ist“, sagte ein Bahnsprecher am Dienstag in Stuttgart. Das Unternehmen wolle dem Verlauf einer vertraulichen Aufsichtsrat-Sitzung im Laufe des Tages nicht vorgreifen.

In dem internen Dossier wird der DB-Spitze nach Zeitungsangaben auch vorgeworfen, den Aufsichtsrat zu spät, unzureichend und sogar falsch über das Projekt informiert zu haben.

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119 KommentareKommentar schreiben

stimmt: Wer 2 Minuten für Ausstieg und Einstieg in einen ICE für machbar hält, war noch nie auf einem Bahnhof............das ist richtig. es reichen auch 1 1/2 minuten.

@M. Urks, 17:37 Uhr: Na, Sie sind ja ein ganz Lustiger. OB Kuhn will einen Bahnhof bauen? Das ist mir (und wohl auch ihm) völlig neu. Es gibt in Stuttgart nämlich schon einen sehr gut funktionierenden Bahnhof, der mit weitaus geringerem Aufwand als beim Tiefbahnhöfle zu K21 umgebaut werden kann. Das wird aber nicht der OB machen, sondern die Bahn, denn das ist ihr Job!

Murks gibt es auch bei den Grünen: Dann lieber einen Bahnhof von der Deutschen Bahn. Sie kann zwar nicht unbedingt in Euro rechnen, aber Bahnhöfe hat sie immer vortrefflich gebaut. OB Kuhn hat weder bewiesen, dass er Bahnhofsbau beherrscht, noch dass er mit Euro rechnen kann.

8 - 4 - 2 - 0: Es wird immer wüster hier mit proligem Spucken. - Wer 4 Bahnsteige für einen Großstadtbahnhof hält, sollte dringend zum Arzt. - Wer 2 Minuten für Ausstieg und Einstieg in einen ICE für machbar hält, war noch nie auf einem Bahnhof. - Das ist auch genau der Punkt.

Die Bahn und die Grünen haben uns in eine Sackgasse geführt!: Wenn die Bahn nicht in der Lage ist das Projekt S21 und NBS aus finanziellen und technischen Gründen zu realisieren dann soll man endlich aussteigen ! Die Grünen haben doch angeblich seit Jahren eine Alternative !? Die Scheinalternative K-irgendwas der Grünen Besserwisser und Gegnerschaft wird dann sicher auch nichts! Wer will denn schon Schnellbahntrassen durchs Neckartal und wie soll es dann weitergehen mit dem Anschluß an die NBS? Diese Pferd ist ja schon tot bevor man draufsitzt. Dies als Alternative von den Grünen darzustellen ist doch nur noch lächerlich. Die Sackgasse gibt es für beide Versionen. K-irgendwas ist weder geplant noch realsistisch und S21 scheitert evtl. an der Finanzierung. Wo sind die Prakmatiker die unser Land weiterbringen oder lassen wir es beim Dampfloksackbahnhof und der Bimmelbahn nach Ulm ?

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