Berufung Ossiprozess geht in die nächste Runde
Christine Keck, 23.04.2010 15:44 Uhr
 Foto: dpa
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Stuttgart - Der sogenannte Ossiprozess um die angebliche Diskriminierung einer Buchhalterin aus Kirchheim/Teck wird fortgeführt. "Wir legen Berufung ein", kündigte am Freitag Wolfgang Nau, der Anwalt der in Ostberlin geborenen Klägerin an. "Wir haben eine gute Chance, dass das Landesarbeitsgericht in unserem Sinn entscheiden wird."

Die 49-Jährige hatte sich bei einem Fensterbauer in Stuttgart beworben. Ihre Unterlagen kamen mit dem Vermerk "Ossi" und einem Minus davor wieder zurück. "Ein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz", argumentierte Nau. Seine Mandantin sei aufgrund ihrer ethnischen Herkunft abgelehnt worden. Das sah der Stuttgarter Richter in erster Instanz anders und wies die Klage ab. Der Vermerk könne als diskriminierend verstanden werden, erfülle aber nicht das Merkmal der ethnischen Herkunft. Die beklagte Firma beteuerte, der Grund für die Ablehnung sei die mangelnde Qualifikation gewesen. kek
Kommentare (4)
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APR
25
Wessie, 02:24 Uhr

Im Westen nichts Neues

Haben sich unsere lieben Mitbürger aus dem Osten mal überlegt, wieso viele Wessies so eine niedere Meinung von ihnen haben? Bis heute müssen wir Soli zahlen, ganz egal ob unsere Städte finanziell besser oder schlechter gestellt sind als ostdeutsche. Ossiementalität ist die Verantwortung dem Staat zu überlassen, zu meckern und nichts selber in die Hand zu nehmen. Und wenn man wegen Inkompetenz nicht angestellt wird klagen. Die haben es ja nicht mal geschafft nach dem Mauerfall einen eigenen Staat zu gründen, sondern sind lieber den bequemeren Weg gegangen! Im Gegensatz zu uns Wessies durften sie ja darüber abstimmen!

APR
24
HM, 10:47 Uhr

Berufung: Ossiprozess

Die Klägerin leistet den Kollegen und Kolleginnen aus dem "Osten" einen Bärendienst!!!

APR
24
Liliane, 10:35 Uhr

"Ossi"

Es gab mal ein geteiltes Deutschland: West- und Ostdeutschland - oder noch konkreter: den westlichen und den östlichen Teil Deutschlands. Dann gab es eine Wiedervereinigung und die Bewohner von West- und Ostdeutschland wurden im allgemeinen Sprachgebrauch abgekürzt Wessis und Ossis genannt. Ist schon jemand, der als "Wessi" bezeichnet wurde, auf die Idee gekommen, dies könnte eine Beleidigung wegen Verletzung der "Ethnie" sein??? Man kann's auch übertreiben?

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