Besuch in Afghanistan Guttenberg-Show am Hindukusch
dpa, 13.12.2010 19:12 Uhr
 Foto: dpa
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""Ich finde, Frau Katzenberger fehlt noch""
SPD-Parteichef Sigmar Gabriel zu Guttenbergs Afghanistan-Reise

Afghanistan - Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist mit großem Abstand Deutschlands beliebtester Politiker. Der Mann, der quasi im Alleingang die Bundeswehr umkrempelt und in dem viele schon den kommenden Bundeskanzler sehen, scheint über sich nur noch den Himmel zu sehen. Derart entrückt dem politischen Klein-Klein ist der Verteidigungsminister am Montag mit großem Gefolge am Hindukusch gelandet. Wichtigster Einsatzauftrag: die Produktion einer Talkshow.

Guttenberg erkennt für sich offenbar keine Grenzen. Er war der Erste, der vom Krieg in Afghanistan sprach, der die Soldaten als Helden ehrte und der einen Orden für Verwundete und Gefallene begründete. Kein anderer Verteidigungsminister vor ihm hat sich getraut, sich in Feldherrnpose oder als "Top Gun"-Pilot ablichten zu lassen. Guttenberg lässt kaum eine große Geste aus, um das riskante Tun der sich vernachlässigt fühlenden Truppe im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern und um sich selbst zu inszenieren.

Talkshow aus dem Feldlager


Geschadet hat ihm das alles nicht – im Gegenteil, seine Popularität wächst. Dergestalt ermutigt bringt er bei seinem siebten Besuch auch noch Johannes B. Kerner in das Kriegsgebiet und lässt sich von ihm vor Feldlagerkulisse für den Privatsender Sat.1 interviewen. Kann er die Gemüter daheim besser erreichen als mit einem adventlichen Auftritt an der Front? Als kleinen Vorgeschmack gab er auf dem Hinflug preis, "es ist ganz wichtig, dass man gerade in der Weihnachtszeit jenen Anerkennung und Unterstützung gibt, die Tausende Kilometer von der Heimat entfernt einen harten Dienst absolvieren", sagt der CSU-Politiker, und: "Es ist eine Frage des Herzens."

Obwohl es bei Kerner stets menschelt, scheut sich der Politstar zwar, die mit ihm reisende Frau vor die Fernsehkameras zu holen. Doch Bilder von ihr gibt es genug. "Stephanie zu Guttenberg möchte ihre Solidarität als Gattin und Mutter ausdrücken und sich von der Situation der weiblichen Soldaten im Einsatz ein Bild machen", heißt es offiziell. "Das ist kein spaßiger Ausflug, das ist bitterer Ernst", sagt die Adelige selbst. "Von Angst darf man sich hier nicht überwältigen lassen, sonst ist man eindeutig am falschen Platz." Sie wolle sich aber nicht davon abhalten lassen, "als Bürger dieses Landes Danke zu sagen". So leicht ist noch nie ein Bürger dieses Landes nach Afghanistan gekommen.

Kommentare (31)
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DEZ
15
sachverwalter, 08:26 Uhr

@ Hofmann

der Weihnachtsmann, den Sie sich in Ihrem Kinderglauben bewahren wollen, kommt am 24. Dezember - vorher nicht. Also nicht aufregen.

DEZ
15
leopard, 07:58 Uhr

DIE OPPOSITIONELLEN HOSENSCHE.?ER

TOLL!!! Da muß man sich schon fragen warum sich die GRÜNEN (WÖLFE IM SCHAFSPELZ )PARTEI und die FAHNEN FLÜCHTIGEN ROTEN SOCKEN von der SPD( GABRIEL NAHLES USW...) so aufregen ? "IHR" haben schlieslich UNSERE DEUTSCHEN SOLDATEN nach Afghanistan geschickt ,UND biss jetzt so im STICH gelassen ,daß man sich über euch nur noch SCHÄMEN kann!!!! Und IHR wollt nochmals UNSERE neuen VOLKSVERTRETER werden , damit wir auch im stich gelassen werden ? Von was TRÄUMT IHR eigentlich MORGEN IHR FEIGLINGE ???? Die wo euch heute wählen ,werden sich morgen in den ARSC. beißen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!NOCHMALS EIN DANKESCHÖN an " UNSEREN" VERTEIDIGUNGSMINISTER HERRN VON GUTTENBERG und GATTIN !!!!!!und ein FROHES WEIHNACHTEN !!!!! PS .... WEITER SO HERR VON GUTTENBERG !!!!!!!!!!!!!!!

DEZ
14
Matthias, 23:15 Uhr

Empoerungsdemokratie

Mal wieder was zum Aufregen. Anscheinend passiert im Leben vieler Mitbuerger nicht mehr sehr viel, so dass man offenbar das Leben von anderen Menschen vermiesen muss. Was regt ihr euch auf den lieben langen Tag. Macht ihr selbst was falsch, dann bittet ihr um Verstaendnis, kriegt ihr selbst nichts gebacken, dann wollt ihr gerne Mitgefuehl. Und was habe ich in Zusammenhang mit S21 hier schon gelesen. Neuer Stil, mehr Miteinander und wenn man den Rest der Kommentare liest, wird einem klar, dass im Herzen dieser Menschen fuer all diese Dinge kein Platz ist. Jetzt regt ihr euch ueber den Selbstdarsteller Guttenberg auf. Was habe ich dagegen fuer positive Kommentare zu Palmer gelesen, obwohl der bei S21 eigentlich auch nichts beizutragen hat, sich auch nur praesentiert und nichts erreicht. So schwer zu verstehen, dass Politiker sich praesentieren muessen, dass sie Spass an der Darstellung ihrer Ideen haben. Diese negativen Wellen den lieben langen Tag sind nur noch abstossend. Was ist nur aus der StZ geworden? Eine Zeitung von und fuer Frustrierte.

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