Betrug mit Kunstwerken
Tausend gefälschte Giacomettis
Anja Tröster,
03.09.2010 10:12 Uhr
Bereits Mitte 2009 fand das Landeskriminalamt Baden-Württemberg die gefältschen Skulpturen. Foto: dpa
Der Böblinger Kunsthändler, der am 1. Februar verurteilt worden war, hatte in dem mehr als ein Jahr währenden Prozess bis zuletzt seine Unschuld beteuert. Der Geschäftsmann hatte stets behauptet, er habe die Skulpturen Ende der 90er Jahre von der Familie des späteren griechischen Ministerpräsidenten Konstantinos Mitsotakis im Tausch gegen ein Grundstück auf der Halbinsel Chalkidiki erhalten.
Zahlreiche Experten begutachteten die Skulpturen. Es gilt als sicher, dass es sich dabei um Fälschungen handelte. Unter anderem bestanden mehrere Abgüsse der Bronzefiguren, die laut dem Stempel aus verschiedenen Gießereien stammen, aus ein und derselben Legierung.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, der Angeklagte hat Revision beantragt. Selbst der Vorsitzende Richter hatte in seinem Urteilsspruch die Dauer des Verfahrens berücksichtigt. Es sei um dreieinhalb Jahre verzögert worden. Den Angeklagten war deshalb ein halbes Jahr Haft erlassen worden.
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