Bierbrauerei Jeder braut sein eigenes Süppchen
Philipp Scheffbuch, 30.07.2010 07:29 Uhr
Mehr Luft für das Weißbier: die Hauptgärung findet bei Schneider in Kelheim im offenen Bottich statt. Foto: StZ
Mehr Luft für das Weißbier: die Hauptgärung findet bei Schneider in Kelheim im offenen Bottich statt. Foto: StZ


Schneider Weisse - Die Geschichte


Beginn:
Die Wurzeln der Familie Schneider liegen in München. Georg Schneider I., wurde dort 1855 Pächter des Königlich Weißen Hofbräuhauses. Weil die Menschen damals lieber untergäriges Bier tranken, wollte man im Königlich Weißen Hofbräuhaus die Produktion des obergärigen Weißbieres aufgeben.

Durchbruch:
In Verhandlungen mit dem bayrischen Hofbräuamt erhielt Schneider damals als erster Bürgerlicher das Recht, Weißbier zu brauen. Dessen Herstellung war zuvor erst das alleinige Vorrecht einer einzigen Adelsfamilie, der Degenberger aus Bogen, und wurde dann an Herzog Maximilian I. vererbt.

Umzug:
1945 zog Georg Schneider IV. um, weil die Münchner Produktion im Krieg zerstört wurde. Schneider hatte schon 1928 in Kelheim das ehemals Kurfürstliche Weiße Hofbräuhaus gekauft.

Dieser Betrieb blieb im Krieg unzerstört und wurde 1945 zur neuen Braustätte. Georg VI. setzt heute jährlich knapp 30 Millionen Euro um. Alle Chefs hießen bisher Georg. Georg der Siebte feierte kürzlich seinen 15. Geburtstag.
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