Bildungsmesse Horizon in Stuttgart Nicht nur Einser-Schüler haben eine Chance aufs Stipendium

Bewerbungs-Knigge, Stipendium oder ganz einfach die Frage nach dem richtigen Studium: die Bildungsmesse Horizon in Stuttgart informiert.

Die Messe Horizon informiert über Studium und Ausbildung. Foto: Messe Horizon
Die Messe Horizon informiert über Studium und Ausbildung.Foto: Messe Horizon

Stuttgart - Freiwilligendienst bei der Diakonie, Auslandsaufenthalt in Spanien, „irgendwas mit Medien“ oder ein deutschsprachiges Medizinstudium in Ungarn? Kein Problem. Zum zehnten Mal informiert die Bildungsmesse Horizon in Sachen Studium und Ausbildung. „Zum Jubiläum haben wir eine Deutschlandpremiere“, berichtet Anette Petzoldt aus der Geschäftsführung des Veranstalters Scope Messestrategie, die Initiatorin der Horizon-Messe. Nämlich das Netzwerk „Stipendium plus“, ein Zusammenschluss von 13 Stipendienwerken. Sechs sind nun auf der Messe vertreten.

Lutz Viehweger von der Konrad-Adenauer-Stiftung erklärt: „Das läuft sehr erfolgreich an.“ Es gehe den Stipendienwerken vor allem darum, Hemmschwellen abzubauen: „Viele Jugendliche zucken erst einmal zurück, wenn es um Begabtenförderung geht“, so Viehweger. Dabei gebe es für jeden die passende Stipendienstiftung: „Man muss kein Einser-Schüler sein, auch andere Aspekte wie beispielsweise ehrenamtliches Engagement fließen mit ein.“

Tipps für den Bewerbungs-Knigge

Neu im Rahmenprogramm der Horizon-Messe sind neben Vorträgen zu Studienfinanzierung, Stressmanagement oder dem Dauerbrenner duales Studium auch solche mit Tipps für den Bewerbungs-Knigge oder Beratung für die Eltern, wie sie ihrem Kind am besten bei der Berufswahl helfen können. Neben den Stipendienanbietern präsentierten sich auch zahlreiche Hochschulen und Arbeitgeber aus Stadt, Region und Land.

Am Bosch-Stand ist ein ganz besonderer Tischkicker sehr beliebt: Die Kickerstangen werden über Bosch-Bohrmaschinen betrieben. „Das ist ein Hingucker“, erklärt Lara Elsässer, die als duale Studentin bei Bosch ist. Vor ihrer Entscheidung hat sie sich auf mehreren Bildungsmessen umgesehen, berichtet sie: „Der Überblick, was es alles gibt, hilft auf jeden Fall.“

Jedes Jahr ist auch die staatliche Hochschule der bildenden Künste am Weißenhof auf der Horizon-Messe vertreten. „Gerade bei unseren angewandten Kunst-Studiengängen fragen viele Jugendliche nach den Berufschancen“, erklärt der akademische Mitarbeiter Stephan Rößler. Es sei schwerer, in den Bereichen Kunst, Architektur oder Design zu vermitteln, da ein solches Studium „freier gestaltet“ werden könne als etwa die strengen Vorgaben eines Bachelor-Studiums.

Viele Jugendlichen sind mit ihren Eltern da

Wer hier auch bei der Bewerbung Hilfe braucht, findet diese wenige Stände weiter: Vorbereitungskurse für kreative Studiengänge oder eine Beratung, um die perfekte Mappe als Bewerbung einzureichen, können gebucht werden.

Viele Jugendlichen sind mit ihren Eltern da, das komme, sagt Anette Petzoldt, vor allem bei den 15- oder 16-Jährigen vor. „Wir richten uns vor allem an die gymnasiale Oberstufe, und die ist dank G8 viel jünger geworden.“ Einige sind aber auch mit ihren Freundinnen oder den Kumpels da und sammeln fleißig Broschüren, Flyer und anderes Informationsmaterial in ihren Horizon-Tüten. Viele steuern zielstrebig Stände an und fragen konkret nach. Einige gehen weniger konventionell vor: „Komm, wir gehen da rüber, dort habe sie so schöne blaue Stifte.“

Petzold rechnet mit rund 12.000 Besuchern während der zwei Messetage. „Die vergangenen Jahre waren es immer um die 10.000.“

Für Kurzentschlossene: Am Sonntag, 21. Februar, ist die Horizon-Messe in der Hanns-Martin-Schleyerhalle zwischen 10 und 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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