Bilfinger Berger Skandal wird größer
dpa, 24.02.2010 18:15 Uhr
Beim Baukonzern Bilfinger Berger tauchen immer mehr Ungereimtheiten auf.Foto: dpa
Köln/Düsseldorf/Nürnberg - Der Kölner U-Bahn-Pfusch weitet sich immer mehr zu einem überregionalen Bauskandal aus. Nachdem nun auch beim Düsseldorfer U-Bahn-Bau gefälschte Bauprotokolle entdeckt worden sind, lässt die dortige Bezirksregierung alle vergleichbaren Großprojekte der vergangenen 40 Jahre überprüfen, darunter Brücken und Tunnel. "Wir möchten als Aufsichtsbehörde sagen können, dass wir alles getan haben", sagte ein Sprecher der Bezirksregierung Düsseldorf. Im Zentrum der Kritik steht weiter der zweitgrößte deutsche Baukonzern, Bilfinger Berger aus Mannheim. Er ist federführend an der skandalumwitterten Kölner U-Bahn und auch an der Düsseldorfer U-Bahn beteiligt. Die Aktie von Bilfinger Berger, die seit Wochen auf Talfahrt ist, büßte am Mittwoch zeitweise 8,62 Prozent ein.
Im Blick der Staatsanwaltschaft ist auch noch ein drittes Großprojekt von Bilfinger, die ICE-Strecke Nürnberg-München. Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" soll auch beim Bau dieser Verbindung systematisch manipuliert worden sein. Ein ehemaliger Bauleiter habe in Vernehmungen zahlreiche Kollegen belastet. Mehr als die Hälfte der Protokolle zu 600 Metallankern, die die Stützwände der Trasse sichern sollen, seien gefälscht, berichtete der "Stadt- Anzeiger". Der Kölner Oberstaatsanwalt Günter Feld sagte, er könne dies nicht bestätigen, die Ermittlungen dazu liefen in München. Die Deutsche Bahn hat bisher keine Hinweise auf Baumängel an der ICE-Strecke: "Zurzeit gehen wir davon aus, dass nichts vorliegt", sagte Bahnchef Rüdiger Grube am Mittwoch nach einer Befragung im Verkehrsausschuss des Bundestages. Es sei "alles eingeleitet, um Klarheit zu bekommen". Proben an der Strecke würden derzeit aber nicht durchgeführt, erklärte ein Sprecher von Bilfinger Berger und korrigierte damit erste Angaben des Unternehmens.
Die Verantwortlichen für den Kölner U-Bahn-Bau wollten sich am Mittwochabend besorgten Anwohnern der Baustelle Heumarkt stellen. Die Baugrube muss möglicherweise an diesem Wochenende geflutet werden, um den Druck durch das Rhein-Hochwasser auszugleichen. Die Anwohner sind entsprechend besorgt und verärgert. In der Baugrube wurden teilweise nur 17 Prozent der stabilisierenden Eisenbügel eingebaut. Die Bezirksregierung Düsseldorf verschärfte am Mittwoch die Kontrolle über den U-Bahn-Bau in Düsseldorf. Die Stadt Düsseldorf hatte am Dienstag Strafanzeige gegen zwei Bilfinger-Berger- Mitarbeiter erstattet, nachdem ähnlich wie in Köln gefälschte Bauprotokolle entdeckt worden waren. Die Düsseldorfer Bürgermeisterin Gudrun Hock (SPD) forderte den sofortigen Stopp des gesamten U-Bahn- Projekts. "Bis zur endgültigen Klärung aller Verdachtsmomente muss der Bau auch bei uns in Düsseldorf gestoppt werden", sagte sie der "Bild"-Zeitung (Donnerstag).
Im Blick der Staatsanwaltschaft ist auch noch ein drittes Großprojekt von Bilfinger, die ICE-Strecke Nürnberg-München. Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" soll auch beim Bau dieser Verbindung systematisch manipuliert worden sein. Ein ehemaliger Bauleiter habe in Vernehmungen zahlreiche Kollegen belastet. Mehr als die Hälfte der Protokolle zu 600 Metallankern, die die Stützwände der Trasse sichern sollen, seien gefälscht, berichtete der "Stadt- Anzeiger". Der Kölner Oberstaatsanwalt Günter Feld sagte, er könne dies nicht bestätigen, die Ermittlungen dazu liefen in München. Die Deutsche Bahn hat bisher keine Hinweise auf Baumängel an der ICE-Strecke: "Zurzeit gehen wir davon aus, dass nichts vorliegt", sagte Bahnchef Rüdiger Grube am Mittwoch nach einer Befragung im Verkehrsausschuss des Bundestages. Es sei "alles eingeleitet, um Klarheit zu bekommen". Proben an der Strecke würden derzeit aber nicht durchgeführt, erklärte ein Sprecher von Bilfinger Berger und korrigierte damit erste Angaben des Unternehmens.
Die Verantwortlichen für den Kölner U-Bahn-Bau wollten sich am Mittwochabend besorgten Anwohnern der Baustelle Heumarkt stellen. Die Baugrube muss möglicherweise an diesem Wochenende geflutet werden, um den Druck durch das Rhein-Hochwasser auszugleichen. Die Anwohner sind entsprechend besorgt und verärgert. In der Baugrube wurden teilweise nur 17 Prozent der stabilisierenden Eisenbügel eingebaut. Die Bezirksregierung Düsseldorf verschärfte am Mittwoch die Kontrolle über den U-Bahn-Bau in Düsseldorf. Die Stadt Düsseldorf hatte am Dienstag Strafanzeige gegen zwei Bilfinger-Berger- Mitarbeiter erstattet, nachdem ähnlich wie in Köln gefälschte Bauprotokolle entdeckt worden waren. Die Düsseldorfer Bürgermeisterin Gudrun Hock (SPD) forderte den sofortigen Stopp des gesamten U-Bahn- Projekts. "Bis zur endgültigen Klärung aller Verdachtsmomente muss der Bau auch bei uns in Düsseldorf gestoppt werden", sagte sie der "Bild"-Zeitung (Donnerstag).
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@ s´fritzle: Na dann...
.. können wir ja alle 'beruhigt' schlafen gehen... ich vergaß völlig 'Wir können alles...' außer außer außer außer außer außer außer außer außer außer außer außer außer außer außer außer außer außer außer außer außer ...
Dottore, sei net so negativ !
Bei S21 passiert sowas natürlich nicht. Kann ja gar nicht. Hier wachen doch Schuster, Drexler, Grube, Mappus und Konsorten. Die gehen mindestens einmal am Tag zur Baustelle und zählen die Eisenteile, die da reinkommen. Bei Cross-Border, LBBW usw. haben die doch auch super aufgepasst, dass kein Schaden entsteht. Und zudem haben wir auch noch so tolle Behörden, die da wären: RP-Staatsanwaltschaft-unabh. Richter. Nö, uns braucht nicht Bange sein !
Wundert´s wen?
Bilfinger und Berger und wie weitere Baukonzerne auch heissen mögen, wollen ja auch ihren Profit an Stuttgart-21. Was käme dabei heraus? TOTALE STADTZERSTÖRUNG !!! Aber NOCH können WIR das GLEICHE DESASTER in Stuttgart verhindern !!! Randnotiz an Herrn Dr. Grube von der DB: Bei den U-Bahn-Bauten in Köln wurden 83 % Baustahl (Ankerträger) NICHT verbaut, HÄLT TROTZDEM... MEISTENS ... ...wenn auch nicht an allen Stellen... DA gibt es also VIEL SPARPOTENTIAL für Sie! ABER: kalkulieren Sie IHRE Reduktion der Tunnelwandstärken zumindest so, dass die Tunnel nicht schon vor Inbetriebnahme EINSTÜRZEN!!!