Blitzer in Stuttgart Hier wird es am häufigsten hell

Von Theresa Schäfer 

Insgesamt 210.289 Mal schlugen die Blitzer in Stuttgart im Jahr 2011 an. Wo es am häufigsten hell wird? Klicken Sie durch unsere TopTen der stationären Blitzanlagen.

Platz 10: 3344 Mal (bis einschließlich 30. September 2012) blitzte es an den beiden stationären Blitzanlagen, die an der Bundesstraße 10 in Wangen stehen und die Luftreinhaltung sicherstellen sollen. Zum Vergleich: Im ganzen Jahr 2011 wurde es hier 6133 Mal hell. Die blitzgefährliche Strecke bei Google Maps Foto: Leserfotograf haby/Bearbeitung: SIR 10 Bilder
Platz 10: 3344 Mal (bis einschließlich 30. September 2012) blitzte es an den beiden stationären Blitzanlagen, die an der Bundesstraße 10 in Wangen stehen und die Luftreinhaltung sicherstellen sollen. Zum Vergleich: Im ganzen Jahr 2011 wurde es hier 6133 Mal hell. Die blitzgefährliche Strecke bei Google MapsFoto: Leserfotograf haby/Bearbeitung: SIR

Stuttgart - Es wird hell und ein paar Wochen später flattert der Bußgeldbescheid ins Haus. So ärgerlich das im Einzelfall auch sein mag, Blitzer sorgen ziemlich effektiv dafür, Rasern das Handwerk zu legen.

2011 spülten die Blitzer 8,38 Millionen Euro in die Stuttgarter Stadtkasse. Davon brachten die stationären Blitzer 6,23 Millionen Euro ein, die mobilen Blitzer 2,15 Millionen Euro. Für die Verkehrsüberwachung gab das Amt für öffentliche Ordnung 7 Millionen Euro (Personal- und Sachkosten) aus.

Dass die Blitzer wirken, davon ist man beim Ordnungsamt überzeugt: "Die Anlagen haben nachweislich deutliche Erfolge zu verzeichnen." Im Jahr 2001 habe es in Stuttgart 4769 Unfälle gegeben, davon 670 durch nicht angepasste Geschwindigkeit. Im Jahr 2011 seien es noch 3626 Unfälle gewesen, davon lediglich 296 wegen unangepasster Geschwindigkeit.  Auch die Anlagen zur Luftreinhaltung erfüllten ihren Zweck.

Bis einschließlich September wurde es laut Ordnungsamt in diesem Jahr 165.644 Mal hell (2011: 210.289), den Rekord mit 41.720 Geschwindigkeitsüberschreitungen hält die Blitzanlage an der Cannstatter Straße, die für die Luftreinhaltung sorgen soll. Wo es sonst am häufigsten blitzt? Klicken Sie durch unsere TopTen der stationären Blitzanlagen.

Noch ein Hinweis zu den Zahlen: Die Geräte, die zur Luftreinhaltung eingesetzt werden, sind im Gegensatz zu den Geräten zur Unfallverhütung ganzjährig bestückt.

 

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8 KommentareKommentar schreiben

edem, der sich über Blitzer aufregt ...: ... und das sind hier die Meisten, sei ein ganz einfaches Mittel gegen den Stress mit den Blitzern empfohlen: Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten! --Natürlich höre ich jetzt wieder: Aber da ist es doch unnnötig und dort unsinnig und überhaupt ... Dazu eine ganz einfache Frage: Kann jeder sich seine Verkehrsregeln selbst machen, so wie er sie gerade für sinnvoll hält?

Neckartalstraße: Zum Thema Sicherheit kann ich nur sagen, dass es seit der Installation zu keinem schweren Unfällen hier mehr gekommen ist. Davor hing ja mindestens einmal im Jahr einer im Lampenmast.

Hell?: Hat der Artikel nun die Vorgänge erhellt? Nein, denn er blieb an der Oberfläche und hat nicht weiter recherchiert. Es genügt ja viele Zahlen zu liefern, mit denen der Leser eigentlich nichts anfangen kann! So wurden die Zahlen nicht hinterfragt! Waren die Rahmenbedingungen vergleichbar? Welche Toleranzen waren bei den 'Blitzern' eingestellt? 10 km/h? 15 km/h? Haben sich diese Eckdaten in den Vergleichszeiträumen verändert? Wieviele Tage pro Jahr wurden die Anlagen betrieben? Ist es ausgeschlossen, dass ständig aufgezeichnet wird? Worin besteht die Rechtfertigung für permanente Überwachung der Geschwindigkeiten der Autofahrer bei Luftreinhaltung? Die Frage der Luftreinhaltung kann nicht auf die B 14 konzentriert werden. Wo liegen die Geschwindigkeitsbereiche, bei denen die Fahrzeuge die geringsten onzentrationen an Schadstoffen ausstoßen? Fragen die unbeantwortet bleiben. Es genügt, das Geschäftsmodell Geschwindigkeitsüberwachung durch die pauschalen, nicht hinterfragten Zahlen, die 2012 ja so erheblich gestiegen sind, zu unterstützen. Die KOmmentare, mit pauschalen Raserurteilen zeigen die Tendenz, die verfolgt wird. Und nicht zuletzt soll ja der Haushalt der Stadt profitieren.

'Hier wird es am häufigsten hell': Ach, du liebe Zeit. Was für eine Überschrift! Reif für den Grimme Preis. Auf der Cannstatter Straße wird es also häufiger hell als anderswo! Gibt's hier mehr Sonnenaufgänge als in Uhlbach oder Botnang? Oder hat ein unbekanntes astronomisches Phänomen die Mitternachtssonne umgeleitet? Auf jeden Fall können so die Anlieger wenigstens ihre Stromkosten reduzieren, da sie viel seltener das Licht einschalten müssen - so hell wie es hier häufig ist!

Einzig den auf der B10/27 zur Lärmminderung lasse ich gelten!: Sehr treffend heißt es in der Unfallursache 'nicht angepasste Geschwindigkeit'. Die angepasste Geschwindigkeit ist nämlich von den äußeren Umständen, sprich Verkehrslage, Beleuchtung und Wetter abhängig. Das sind jedoch Faktoren, die ein Blitzer niemals berücksichtigen wird. Und so findet auch ein Unfall auf schneeglatter Fahrbahn mit Tempo 30 seinen Niederschlag in der Rubrik nicht angepasste Geschwindigkeit, obwohl Tempo 50 erlaubt war. Einen Beweis ihrer Wirksamkeit sind die Blitzer bisher auf alle Fälle schuldig geblieben. Wie soll auch ein Blitzer einen Unfall verhindern, der so installiert ist, das man ihn in der Regel erst wahrnimmt, wenn es blitzt? Oder wie soll er dem Umweltschutz dienen, wenn die Autofahrer im niederen Gang daran vorbeischleichen und dabei mehr Dreck produzieren, als wenn sie ganz normal daran vorbeifahren würden? Die Stuttgarter Blitzer sind Feigenblätter für alles mögliche, aber sie dienen keinesfalls der Verkehrssicherheit oder dem Umweltschutz! Einzig den auf der B10/27 zur Lärmminderung lasse ich gelten!

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