Blutsauger Mit seidenem Faden gegen Zecken

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Ob Viren, Bakterien oder Parasiten: Zecken sind die wichtigsten Überträger von Krankheiten in Europa. Schutz vor den Spinnentieren bietet ein überlegter Umgang mit ihnen.

Zecken tragen viele Krankheitserreger in sich. Foto: dpa
Zecken tragen viele Krankheitserreger in sich.Foto: dpa

Stuttgart - Wer in Stuttgart lebt und glaubt, er würde in seiner städtischen Umgebung niemals einer Zecke begegnen, täuscht sich. „Bereits Ende der 80er Jahre fiel im Großraum Stuttgart ein naturnah gestalteter Garten auf, als sich eine Bewohnerin mit dem FSME-Virus infizierte und schwer krank wurde“, erklärte Rainer Oehme vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg bei einer Informationsveranstaltung des Deutschen Grünen Kreuzes in Stuttgart. In diesem Botnanger Garten leben auch heute noch Zecken, die das Virus in sich tragen, das die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) verursacht. Außerhalb dieses Gebietes finde man jedoch kein einziges virusbefallenes Tier, berichtete der Stuttgarter Biologe. Warum das so sei, wisse man nicht. Aber es sei ein typisches Phänomen: auf einer Seite der Straße lebten Zecken mit Viren, auf der anderen nur solche ohne Viren.

Oehme beschäftigt sich vor allem mit der Lebensweise der Zecken. Man müsse, so sagt er, den Lebensraum als Ganzes sehen: das Klima, die Landschaft, die Wirte. Dazu werden in sogenannten „Field-Plots“ die Tiere über das Jahr hinweg beobachtet und untersucht. Zunächst setzen Wissenschaftler Zecken in einem abgeschlossenen Gehege aus – genau abgezählt. In diesem Umfeld können die Spinnentiere an Holzstäben anstatt wie in der Natur an Gräsern oder Gebüsch nach oben klettern, immer auf der Suche nach einer Blutmahlzeit. Gleichzeitig werden in diesen Arealen Zecken mit einer sogenannten Zeckenfahne abgefangen. So will man genauer hinter die vor allem von Wind und Wetter bestimmte Lebensweise der Tiere kommen.

Ein kalter Winter ohne Schneedecke macht den Spinnentieren das Überleben schwer, vor allem weil ihnen die Nagetiere als Wirt zum Überwintern fehlen. Im vergangenen Jahr etwa sei die Zeckenaktivität so niedrig wie kaum jemals zuvor gewesen, berichtet Oehme. Als Grund geben die Experten die Wetterverhältnisse im Winter 2012 an: Im Februar lagen die Temperaturen über mehr als zwölf Tage hinweg unter minus zehn Grad und es gab keinen Schnee. „Wie die diesjährige Zeckensaison ausfällt, wird spannend“, so Oehme.

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Vorsicht vor Zecken - und Neurologen: Dr. Th. Lenhard von der Neurolog. Uni-Klinik Heidelberg behauptet, die Zecken-Borreliose: "... könne ... mit Antibiotika gut behandelt werden. „99 Prozent der Borreliose verläuft als gutartige Infektion der Haut, besser bekannt unter dem Namen Wanderröte“, erklärte der Neurologe. Schwerwiegende Erkrankungen etwa des Nervensystems seien selten – obwohl durch die Medien der Eindruck eines häufigen Leidens entstünde. " Vielleicht sollten die Neurologen einmal beim Allgemeinarzt PD Dr. Dieter Hassler (gleich Universität) "in die Lehre gehen". Dr. Hassler hat schon vor mehr als 20 Jahren zusammen mit den Mikrobiolgen der Uni Heidelberg festgestellt, daß die Wanderröte nur von etwa einem Drittel der chronisch mit der Borreliose Infizierten berichtet wird! Weiter: mit die häufigsten Folgen sind - signifikant! - Kopfschmerzen und sensorische wie auch motorische Neuropathien, also chronische Nervenstörungen! Auffällig waren in dieser Untersuchung auch gehäuft Parkinson-Symptome. Damit nicht genug: Schon vor 8 Jahrzehnten wies der Neuropathoge Prof. Gabriel Steiner als Ursache der Multiplen Sklerose Spirochäten im Gehirn nach, von der Gestalt her Borrelien. (Auch die Zecken als Überträger hatte er in einer Übersichtsarbeit 1922 klar im Blick!) Wo war Prof. Steiner damals tätig? An der Universität Heidelberg! Aber als Jude wurde er von den Nazis aus seinem Amt geworfen und floh 1936 in die USA. Die Neurologen LEUGNEN alles dies bis heute (und verweigern auch jede Diskussion dazu, wie ich bei sehr vielen Versuchen über die letzten Jahre feststellen konnte). Sie folgen damit in den Spuren der Nazis: weg mit "jüdischer Wissenschaft" - es ist eine Schande, daß soetwas an Universitäten "im Ländle" möglich ist! Wann endlich werden die Medien ihrer Aufgabe gerecht, den "Göttern in Weiß" nicht mehr alles zu glauben, vielmehr kritisch zu berichten?

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