Fellbach - Der Oberbürgermeister als Rechenkünstler: „Wenn ich davon ausgehe, dass Sie jeweils einen halben Liter bei jeder Blutspende abgegeben haben, sind das zusammen 470 Liter“, sagte Christoph Palm im Mörike-Keller. Dort waren am Montagabend rund zwei Dutzend der 40 Spender gekommen, die mit der Blutspender-Ehrennadel des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg und der entsprechenden Urkunde geehrt wurden.
Der OB begrüßte die Anwesenden ausdrücklich im Namen der Stadt. „Das heute ist keine Rotkreuzveranstaltung“, sagte Christoph Palm, der auch Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Fellbach ist. Das Stadtoberhaupt erinnerte in seiner Rede daran, dass Blut spenden eine „Just-in-time-Angelegenheit“ sei, weil die Haltbarkeit des Blutes naturgemäß begrenzt ist. „Spätestens nach drei bis vier Jahren kann man es nicht mehr verwenden.“
Fast jede fünfte Blutspende kommt einem Krebspatienten zugute. „Der Anteil der Krebspatienten liegt bei 19 Prozent“, sagte Palm. Trotz aller technischen und medizinischen Möglichkeiten sei es nicht möglich, Blut künstlich zu ersetzen, berichtete der Oberbürgermeister: „Deshalb ist es gut, dass es Leute wie euch gibt.“
Ein Akt der Nächstenliebe
Noch weitere Formulierungen fand der OB, um den lebensrettenden Dienst der Blutspender zu würdigen. „Es ist ein Akt der Nächstenliebe, der größer nicht sein könnte“, sagte er etwa. Dass die 40 Spender, die zwischen zehn und hundert Mal ihr Blut abgegeben haben, gemeinsam 470 Liter des lebensrettenden Saft abgegeben haben, beeindruckte Palm: „Das sind zwei Barrique-Fässer voll.“
Die Entscheidung, dass alle sechs Termine für die Blutspendeaktionen nur noch im DRK-Zentrum in der Ringstraße stattfinden, hätte die Zahl der Spender nicht verringert, teilte Palm mit. Sein Lob galt ebenso den vielen ehrenamtlichen DRK-Mitarbeitern, die an diesem Abend Schäufele mit Kartoffelsalat für die erschienenen Spender auftischten.
25 Mal Blut gespendet haben: Antonio Adesso, Hartmut Bingel, Wolfgang Giszas, Helmut Gleß, Martin Peters, Werner Rögele, Klaus Rommel, Monika Romy-Dathe, Margarete Schlitter, Werner Schuhmacher, Jonas Schwarz und Sabine Venrath. Eine Ehrennadel und Urkunde für 50 Blutspenden haben Klaus Arlinck, Michael Brodbeck, Hans Eger, Udo Hahn, Hartmut Schwarz, Dieter Seibel und Karl-Heinz Teubner bekommen.
Helga Winschuh, die bereits 75 Mal bei einer Blutspende gewesen ist, wurde nur von Michael Bach übertroffen. Der Schmidener hat bereits 100 Mal in seinem Leben Blut gespendet.

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