Bombenalarm in Bonn Polizei untersucht „zündfähiges Material“

dpa, 11.12.2012 07:48 Uhr

Bonn/Köln - Nach dem Bombenalarm am Bonner Hauptbahnhof untersucht die Polizei an diesem Dienstag weiter mit Hochdruck das entschärfte Material. Eine verdächtige Tasche hatte am Montag für einen Großeinsatz und für massive Behinderungen des Bahnverkehrs gesorgt. In dem Behälter waren nach Polizeiangaben mehrere mit einem Pulver gefüllte Metallbehälter enthalten. Ob die Konstruktion tatsächlich hätte explodieren können, blieb jedoch auch am frühen Dienstagmorgen noch unklar.

Die Untersuchungen durch Sprengstoffexperten des nordrhein- westfälischen Landeskriminalamtes dauerten an. Auch die Suche nach möglichen Tatverdächtigen läuft weiter, wie ein Sprecher der Polizei in Köln am Dienstagmorgen berichtete. Die Hintergründe seien noch immer völlig unklar. Schon am Montag hatte die Polizei Bürger dazu aufgerufen, den Ermittlern verdächtige Beobachtungen mitzuteilen.

Die Meldung von der geheimnisvollen Tasche auf dem Bahnsteig war am Montagmittag beim Servicepoint der Bahn eingegangen. Der Hauptbahnhof wurde daraufhin gesperrt. Zwei Stunden später beschossen Entschärfer der Bundespolizei die Tasche mit Wasser. Dabei wurde ein „verdächtiger Gegenstand“ zerlegt. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes nahmen die Einzelteile unter die Lupe. Verletzte oder Schäden gab es keine.

Der Bahnhof blieb für mehrere Stunden komplett abgeriegelt. Einige Züge konnten zwar durchfahren, es hielten in dieser Zeit aber keine. Im Nahverkehr fielen Züge aus. Der Fernverkehr wurde umgeleitet. Verspätungen waren die Folge. Der Zugverkehr lief am Dienstagmorgen wieder normal.