Brand in der Stuttgarter Innenstadt Zigarette verursacht Wohnungsbrand

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In der Nacht zum Donnerstag brennt in der Schickstraße eine Wohnung aus. Offenbar hat eine Frau im Bett geraucht und damit das Feuer verursacht.

Die Feuerwehr muss Nachbarn mit der Drehleiter retten. Foto: 7aktuell.de/Eyb
Die Feuerwehr muss Nachbarn mit der Drehleiter retten. Foto: 7aktuell.de/Eyb

Stuttgart - S-Mitte - Bei einem Brand im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Schickstraße ist am Donnerstag ein Sachschaden in Höhe von rund 40 000 Euro entstanden. Nach Angaben der Polizei hat die Bewohnerin das Feuer versehentlich selbst verursacht. „Es sieht so aus, als ob die 52-Jährige Bewohnerin im Schlafzimmer geraucht hatte“, sagt der Polizeisprecher Tobias Tomaszewski. Vermutlich sei sie eingeschlafen. Die Frau wurde nicht verletzt. Das Schlafzimmer ihrer Wohnung sei nicht mehr nutzbar.

Der Notruf geht um 1.10 Uhr bei der Feuerwehr ein. Es habe nicht die Frau aus der brennenden Erdgeschosswohnung, sondern eine Nachbarin angerufen, berichtet die Feuerwehr. Im Treppenhaus sei Rauch, meldet sie. Die Feuerwehr rückt mit einem Löschzug aus, auch der Rettungsdienst ist auf dem Weg.

In der Schickstraße schlagen bereits Flammen aus der Erdgeschosswohnung, als die Feuerwehr ankommt. Weil der Rauch inzwischen Bewohnern im ersten Stock den Fluchtweg über das Treppenhaus abschneidet, erhöht der Einsatzleiter die Alarmstufe, weitere Rettungskräfte rücken an. Die Nachbarn kann die Feuerwehr übers Fenster mit der Drehleiter retten. Andere können sich ohne Hilfe ins Freie retten. Eine Person wird mit einer sogenannten Fluchthaube, die vor Rauchgasen schützt, von der Feuerwehr durch das verrauchte Treppenhaus des Gebäudes nach draußen begleitet. Mit Atemschutz und Sauerstoffflaschen gehen die Wehrleute an die Arbeit. Um 1.27 Uhr meldet der Einsatzleiter: „Feuer unter Kontrolle“. Das entwarnende „Feuer aus!“ kommt um 1.48 Uhr.

Warum eine Nachbarin den Brand meldete, bleibt ein Rätsel

Fünf Bewohner erleiden Rauchgasvergiftungen. Sie werden im Krankenhaus behandelt. Die Nachbarn werden vorübergehend in einer Kindertagesstätte untergebracht, können dann aber zurückkehren. Auch die Verletzten dürfen bereits am Donnerstagmorgen die Klinik wieder verlassen.

Warum eine Nachbarin und nicht die Bewohnerin der betroffenen Wohnung den Brand meldete, ist den Ermittlern noch ein Rätsel. Beim Annehmen des Notrufs hört der Feuerwehrdisponent, dass in dem Haus ein Rauchmelder ertönt. Ob auch in der Wohnung, in der das Feuer ausbrach, solche Warnmelder angebracht waren, ist noch nicht bekannt. Sollte sich bestätigen, dass die 52-jährige Frau beim Rauchen im Bett den Brand fahrlässig verursacht hat, muss sie mit einer Anzeige rechnen, sagt der Polizeisprecher.