Brand in Stuttgart-Hohenheim Feuerwehr rückt zum Schloss aus

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Ein Dehnfugenbrand am Schloss Hohenheim beschäftigt am Dienstag die Feuerwehr mehrere Stunden lang. Sie muss das Dach öffnen, um löschen zu können.

Einsatz am Schloss: Die Feuerwehr rückte am Dienstag nach Hohenheim aus. Foto: 7aktuell/Alexander Hald
Einsatz am Schloss: Die Feuerwehr rückte am Dienstag nach Hohenheim aus. Foto: 7aktuell/Alexander Hald

Stuttgart - Weder den Mitarbeitern an der Universität Hohenheim noch der Feuerwehr hat sich am Dienstagnachmittag auf den ersten Blick erschlossen, von wo der Rauch kam, der einen Rauchmelder im Dachgeschoss des Schlosses auslösen ließ. Schließlich fanden die Einsatzkräfte die Quelle: Es brannte in einer mit Dämmmaterial gefüllten Dehnfuge zwischen dem Museumsflügel und dem Pferdestallflügel des Schlosses. Das sind die Gebäudeteile gegenüber der Speisemeisterei zum Garten hin. Die Feuerwehr arbeitete mit Spezialwerkzeugen und konnte so den Brand schließlich löschen.

Die Feuerwehr ist mehrere Stunden lang im Einsatz

Der Alarm war kurz nach 15 Uhr bei der Feuerwehr eingegangen. Zunächst hatten mehrere Personen Brandgeruch wahrgenommen, dann löste auch noch der Rauchmelder in dem Gebäude aus. „Auch die Feuerwehr musste erst gründlich suchen, von wo der Rauch kam“, sagt Florian Klebs, der Pressesprecher der Universität. Unter anderem mit einer Wärmebildkamera kamen die Wehrleute dem Dehnfugenbrand auf die Spur. Die Feuerwehr räumte den Bereich und öffnete die Dehnfuge an mehreren Stellen. Auch das Dach musste aufgemacht werden. Durch diese Öffnung konnten die Einsatzkräfte teilweise noch glimmendes Dämmmaterial aus der Fuge entfernen. Danach setze die Feuerwehr mit Spezialgeräten Bohrungen in die Wände, um mit sogenannten Löschlanzen Wasser und Löschschaum in die Dehnfuge zu spritzen. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden. Messgeräte zeigten den Wehrleuten letztlich an, dass der Brand gelöscht war, meldet die Feuerwehr. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden könne noch nicht beziffert werden, sagte der Sprecher der Universität.

Bei den betroffenen Gebäudeteilen handelt es sich um nach dem Krieg wiederaufgebaute Flügel des Schlosses. Daher befand sich das moderne Dämmmaterial in der Fuge. Auch von außen könne man erkennen, welche Teile alt und welche neu errichtet sind, sagt der Pressesprecher Florian Klebs, und verrät wie: „Dort, wo ältere Ziegel aus Ton liegen, handelt es sich um alte Gebäudeteile. Wenn das Dach mit dunklen Schieferziegeln gedeckt ist, ist es ein wiederaufgebauter Teil.“