Buchmarkt in Stuttgart Osiander kommt mit Filiale zurück

Von oss 

Der Buchhändler Osiander wagt wieder den Sprung nach Stuttgart. Das Unternehmen, das von 1998 bis 2003 schon einmal eine Filiale bei Tritschler unterhielt, will ein Geschäft im Einkaufszentrum Gerber eröffnen, das sich derzeit in Bau befindet.

Der Buchmarkt in der Landeshauptstadt ist in Bewegung. Foto: dpa
Der Buchmarkt in der Landeshauptstadt ist in Bewegung.Foto: dpa

Stuttgart - Der Branchenkrise zum Trotz gibt es im Stuttgarter Buchhandel nicht nur Schließungen, sondern auch Neueröffnungen. So plant die Buchhandlungskette Osiander eine Rückkehr in die Stuttgarter Innenstadt. Im Jahr 2014 soll in dem noch im Bau befindlichen Einkaufszentrum Gerber an der Paulinenbrücke eine neue Filiale eröffnen. Nach Auskunft des Projektentwicklers Phoenix Real Estate Development werden auf rund 500 Quadratmeter Ladenfläche ein Vollsortiment rund um das Buch sowie buchaffine Trend- und Geschenkartikel angeboten werden. Osiander nimmt damit einen zweiten Anlauf, um auf dem Stuttgarter Buchmarkt Fuß zu fassen. Ende 2003 hatte die Kette ihre damalige Filiale am Marktplatz nach nur fünf Jahren wegen schlechter Umsätze wieder geschlossen.

Wie berichtet, macht auch den lokalen Buchhändlern die Konkurrenz durch das Internet sowie das veränderte Lese- und Konsumverhalten der Kunden zu schaffen. So ringt die traditionsreiche Buchhandlung Lindemanns um ihr Fortbestehen, der Inhaber Werner Götze geht Anfang 2013 in den Ruhestand und sucht noch einen Nachfolger, was sich als schwierig erweist. Die Buchhandlung am Bubenbad hat angekündigt, zum Jahresende zu schließen.

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Ladensterben und Bewusstsein: Es nutzt doch nichts, ständig das Sterben der kleinen Buchläden zu beklagen. Solange ein großer Teil der Kunden so unreflektiert bei großen Kettenläden oder im Internet einkauft, anstatt die lokalen Geschäfte zu unterstützen, wird dieser Trend natürlich anhalten und am Ende haben wir ein, zwei Monopolisten a la Amazon, die uns die Preise diktieren, und dann heulen sich alle die Hucke voll. Und die Päckchen werden uns von so genannten 'Servicepartnern' von dhl, Hermes etc etc. gebracht, die nichts anderes sind als arme, ausgebeutete Schlucker - Hauptsache, wir müssen keine Versandkosten bezahlen. Dies gilt übrigens nicht nur für Bücher! Und wir merken nicht, dass wir uns nebenbei durch unser Verhalten bzgl. prekärer Arbeitsplätze auf Dauer sozusagen das eigene Grab schaufeln. Man kann nur hoffen, dass da irgendwann ein anderes Bewusstsein Platz greift.

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