Bürgerhaushalt in den oberen Neckarvororten Neue und bekannte Ideen für die Stadtbezirke

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Bis Viele Menschen haben sich am Bürgerhaushalt 2017 beteiligt und Vorschläge eingebracht.

Für Wangen sind der Verkehr und die geplante Radroute wichtige Themen. Foto: Friedmann
Für Wangen sind der Verkehr und die geplante Radroute wichtige Themen. Foto: Friedmann

Obere Neckarvororte - Die Vorschlagsphase für den diesjährigen Bürgerhaushalt ist beendet. Bis Anfang dieser Woche konnten die Stuttgarter online ihre Ideen einbringen, wie die städtischen Gelder investiert werden sollen. Und das haben sie auch eifrig getan. Für alle vier oberen Neckarvororte sind zahlreiche Vorschläge eingegangen, die das Leben in den Stadtbezirken weiter verbessern sollen.

Die Hedelfinger wünschen sich weiterhin eine Verlängerung der Buslinie 65 bis zum Flughafen. Auch eine Ortsumfahrung, durch die Hedelfingen vom Verkehr entlastet wird, steht nach wie vor auf der Wunschliste. Geht es nach den Vorstellungen der Bürger, so sollen auch die Ampelregelung am Hedelfinger Platz verbessert, die Rohrackerstraße saniert und eine Geschwindigkeitsbegrenzung an der Rohracker Straße eingeführt werden. Andere Bürger wünschen sich eine Auffahrt zur B10 zwischen Otto-Konz- und Otto-Hirsch-Brücken, einen Flüsterasphalt oder Tempo 40 auf der Heumadener Straße und eine Tempo-30-Zone an der Hedelfinger Straße. Ein wichtiges Thema für die Hedelfinger ist auch die Zukunft der Steinenbergschule. Hier hoffen die Bürger auf ein „schlüssiges weiterführendes Schulkonzept“. Ein weiterer Wunsch ist, die Post in Hedelfingen wieder zu errichten. Außerdem hoffen die Bürger auf einen Radweg an der Filderauffahrt und eine Fahrradstation an der Tiefenbachstraße.

Auch die Wangener haben viele Wünsche

Die Bürger aus Stuttgart-Wangen haben sich ebenfalls mit vielen Ideen am Bürgerhaushalt beteiligt. Ein schon lange gehegter Wunsch ist ein Aufzug zum Generationenzentrum Kornhasen. Außerdem schlagen die Bürger vor, den Wangener Marktplatz und die Ulmer Straße mit Einkaufsmöglichkeiten und „einladendem Ambiente“ zu beleben. Der Neubau des Jugendhauses B10 und der Umbau der Unterstehhalle am Wangener Friedhof stehen ebenfalls auf der Wunschliste. Ein weiterer Vorschlag lautet, den Ausbau der geplanten Hauptradroute 2 zwischen Landhausstraße und Hedelfingen auf den Hauptverkehrsstraßen zu stoppen und stattdessen einen alternativen Radweg am Hangfuss einzurichten – mit entsprechender Beleuchtung und erneuerten Straßenbelägen. Raser in verkehrsberuhigten Bereichen sollen mit Durchfahrtssperren oder durch geänderte Verkehrsführungen ausgebremst werden. Außerdem wünschen sich einige Wangener, dass die Aussichtsplattform Schillerlinde auf der Wangener Höhe saniert und die Gaststätte „Lamm“ in ein Bürgerhaus umgebaut wird.

Auch die Obertürkheimer haben viele Ideen, in welche Vorhaben die städtischen Gelder fließen könnten. Einige Obertürkheimer plädieren für einen Kreisverkehr im Bereich Otto-Hirsch-Brücken/ Göppinger Straße sowie einen Kreisverkehr im Bereich von Augsburger Straße, Imweg und Ebnisee­straße. Gewünscht wird außerdem eine Tempo-30- oder Tempo-40-Zone an der Asangstraße sowie eine Geschwindigkeits-Anzeige oder ein Blitzer auf Höhe des Zebrastreifens „Mäder“. Einige Obertürkheimer hoffen, dass die Umgestaltung des Uhlbacher Platzes bald fertiggestellt und dass das geplante Obertürkheimer Stadtteil- und Familienzentrum finanziell abgesichert wird. Ein weiterer Wunsch ist die Ausarbeitung eines „Masterplans“ für die zukünftige Entwicklung Obertürkheims.

Untertürkheim soll aufgewertet werden

Für Untertürkheim besteht ein solcher Masterplan bereits. Dies zeigt sich teilweise auch an den Wünschen der Untertürkheimer Bürger. Sie fordern – analog zum Untertürkheimer Masterplan – eine Aufwertung des Ortskerns, des Karl-Benz-Platzes und einen einladenderen Zugang zum Ortszentrum. Der Industrie-, Handels- und Gewerbeverein (IHGV) Untertürkheim wünscht sich im Rahmen des Bürgerhaushaltes unter anderem ein Nutzungs- und Bebauungskonzept für das Post- und das AOK-Areal. Außerdem hofft der IHGV auf eine Neugestaltung des Leonhard-Schmidt-Platzes, eine Aufwertung des Bereichs rund um die Stadtkirche und auf eine generelle Verbesserung der Aufenthaltsqualität in Untertürkheim. Gewünscht wird außerdem, dass die Beleuchtung auf allen Spielplätzen im Bezirk verbessert und die Schutzhütte am Gögelbach im historischen Stil wieder aufgebaut wird. Auch die Wanderwege am Mönchberg sollen besser ausgeschildert, die Aussichts-Plattform wieder hergestellt werden. Einige Bürger wünschen sich eine Seilbahn vom Ortskern auf den Württemberg, andere, dass die Stadt den Bahnhof Untertürkheim aufkauft. Und auch, was das Freizeitangebot betrifft, haben die Bürger Verbesserungsvorschläge. So wird für das Inselbad vorgeschlagen, den Sprungturm wieder zu eröffnen, die Geländer zu sanieren und die Öffnungszeiten zu erweitern.

Bewertungsphase startet am 7. März 2017

Ab dem 7. März können die Vorschläge online unter www.buergerhaushalt-stuttgart.de bewertet und kommentiert werden. Über die bestplatziertesten Vorschläge berät im Herbst der Gemeinderat.

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