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Bürgermeister im Interview „Verkehrswege sind für Filder Fluch und Segen“
Kein Autorenname vorhanden, 31.01.2012 07:00 Uhr
Noch sitzt Reinhard Molt im alten Büro. Foto: Melanie Schwaderer
Noch sitzt Reinhard Molt im alten Büro. Foto: Melanie Schwaderer

Filderstadt - Der Nachfolger von Bürgermeister Dieter Lentz wird am 2. Mai seine neue Stelle antreten. Im Interview mit unserer Zeitung erklärt Reinhard Molt, worauf es ihm als Beigeordnetem in der Großen Kreisstadt ankommt.


Sind Sie mit Ihrem Wahlergebnis zufrieden?
Ja ich bin damit zufrieden. Eine Dreiviertel-Unterstützung des Gemeinderats ist ein gutes Fundament, um in Filderstadt an den Start zu gehen.

Es waren 25 von 33 Stimmen, die Sie bekommen haben. Also muss mindestens ein Stadtrat aus Ihrem Unterstützerlager den Gegenkandidaten gewählt haben. Hat Sie das enttäuscht?
Nein, das hat mich nicht enttäuscht. Es ist eine geheime Wahl. Da kann jeder das Kreuzchen machen, wo er es für richtig hält. Ich hoffe, dass die, die mich gewählt haben, meine Qualitäten kennen. Das andere Viertel, das mich nicht gewählt hat, versuche ich im Rahmen meiner Tätigkeit von mir zu überzeugen.

Sie haben Filderstadt schon ein wenig kennen gelernt. Wie ist Ihr Eindruck von der Stadt?
Es ist ein Organismus ähnlich wie Remshalden. Das ist das Spannende. Die Stadtteile sind nur zusammen die Große Kreisstadt Filderstadt. Sie treten nur gemeinsam als Filderstadt auf. Ansonsten sind es sehr eigenständige, aber auch sehr selbstbewusste Stadtteile. Was für Remshalden letztendlich auch zutrifft. Das ist eine Situation, mit der ich mich ganz gut auskenne.

In Remshalden hat man es geschafft, dass ein zentrales Rathaus gebaut wurde. Wäre das für Filderstadt auch ein Projekt?
Ich bleibe im Konjunktiv. Es wäre ein Projekt. Man kann darüber nachdenken. Es ist allerdings in Filderstadt sicherlich nicht so, dass man den Zentralitätsgedanken sofort umsetzen kann wie in Remshalden. Es war dort ein sehr langer Weg. Das Gebilde Filderstadt ist viel zu komplex und die Nähe zu den Bürgern und die Erreichbarkeit der Verwaltung ist ein ganz wichtiges Kriterium. Die kommunale Verwaltung muss in allen fünf Stadtteilen vorhanden und erreichbar bleiben. Das hat was mit Bürgernähe und Identifikation zu tun. Man kann jedoch darüber nachdenken, bestimmte Verwaltungseinheiten zusammenzuführen. Es ist sicherlich nicht das allererste Ziel, das man in Filderstadt verfolgen muss.
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