Bundespräsident in Bautzen Gauck beschimpft und ausgebuht

Von red/dpa 

Bundespräsident Joachim Gauck hat am Freitag das ostsächsische Bautzen besucht und wurde dabei beschimpft – augenscheinlich von rechten Demonstranten. In Bautzen war vor knapp drei Wochen Feuer in einem noch nicht bezogenen Flüchtlingsheim gelegt worden.

Bundespräsident Joachim Gauck bei seinem Besuch in Bautzen. Foto: dpa
Bundespräsident Joachim Gauck bei seinem Besuch in Bautzen.Foto: dpa

Bautzen - Am Rande eines Besuchs im ostsächsischen Bautzen ist Bundespräsident Joachim Gauck beschimpft worden.

Auf einem kurzen Fußweg durch die Altstadt wurde er am Freitag von rund einem Dutzend augenscheinlich rechter Demonstranten mit „Gauck soll raus“- und „Gauck verschwinde“-Rufen empfangen. Auch Trillerpfeifen waren zu hören. Ein Demonstrant zeigte dem Bundespräsidenten den Mittelfinger. Die Polizei drängte die Störer beiseite.

Zuvor hatte Gauck mit Bürgern der Stadt über Demokratie und die Herausforderungen der Flüchtlingskrise diskutiert. Vor knapp drei Wochen war in Bautzen ein Feuer in einer noch nicht bezogenen Flüchtlingsunterkunft gelegt worden. Anschließend hatten Fremdenfeinde ihre Freude über den Brand zum Ausdruck gebracht. Einzelne versuchten, die Feuerwehr am Löschen zu hindern.

9 Kommentare Kommentar schreiben

Politiker sollten Vorbilder sein...: Und Politiker, die ihr Volk als "Dunkeldeutsche" beschimpfen sollten sich nicht wundern, wenn sie selbst beschimpft werden. Wennschon sie lt. Gesetz vor Beleidigungen geschützt sind.

Politiker sein ist kein leichtes Los!: Damit muss jeder jederzeit rechnen! Da hab ich kein Mitleid! Wenn das Volk die Nase voll hat, dann regnet es halt Eier und keine Rosen! Ganz einfach! Gruß zum Wahl Wochenende vom Motzkigele

Anstand: ist eine Sache die kann man nicht essen oder trinken, den bekommt man auch nicht von Ganztages-KITAs eingetrichtert, den erfährt man im Elternhaus! Und zum Anstand gehört es, den höchsten Repräsentanten der Bundesrepublik zu achten, man muss ihn nicht lieben, auch nicht seiner Meinung sein, aber er ist nuneinmal die Ranghöchste Person der Republik! Warum jetzt manche so so sind wie Sie sind weiß ich nicht, aber es hat doch einiges mit Erziehung zu tun!

Formal haben Sie schon recht: Aber tatsächlich habe ich Probleme damit, den Mann als meinen Re- präsentanten anzusehen. D. h. mit dem Wahlmodus zusammen, dem ein Kuhhandel zu Grunde liegt, wie auch bei den Richtern des Bundes- verfassungsgerichts. Er selbst ist das, was man im Schwäbischen als "Herrgottsschwätzer" bezeichnet, sich an seiner Rhetorik berauschend. Die Realität der Repräsentierten kennt Gauck nicht. Ausbuhen muss nicht sein, ignorieren tut´s auch.

Und Herr: Vogt, ist es schlimm mit einem Pfarrer zu reden, ist es schlimm wenn er zu frieden auffordert, ich würde Sie gerne sehen wenn Papa Heuss mit Ihnen fertig wäre!

Buhen und Auspfeifen : muß ganz generell jeder Politker aushalten können. Sonst bitte Pfarrer bleiben.

Gauck beschimpft u. ausgebuht: auch damit hat die AFD nichts zu tun, nein nein. So was machen AFD-Anhänger nicht;-))

Herr Graf: Das war die versammelte Rechte nicht nur PEGIDA oder AfD am besten vergleichbar mit einem Sumpf in dem alles drin ist!

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