Bundeswehr in Afghanistan
Zwei Anschläge auf Soldaten
dpa,
16.04.2010 13:45 Uhr
Foto: dpa
Berlin - Die vier Bundeswehr-Soldaten sind am Donnerstag in Afghanistan bei zwei verschiedenen Anschlägen getötet worden. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums vom Freitag starben drei der Männer gegen 14.30 Uhr (Ortszeit) in der Nähe der Stadt Baghlan bei der Detonation einer ferngezündeten Sprengfalle. Der vierte deutsche Soldat kam erst etwa vier Stunden später ums Leben, als ein gepanzertes deutsches Sanitätsfahrzeug von Aufständischen beschossen wurde. Fünf Soldaten wurden verletzt. Für die Todesopfer im Alter von 24 bis 38 Jahren soll es in Deutschland eine Trauerfeier geben. Ein Ministeriumssprecher korrigierte damit auch erste Angaben, wonach die Soldaten durch einen Raketenangriff getötet wurden. Nach neuester Darstellung waren die Deutschen bei dem ersten Angriff innerhalb einer Kolonne gemeinsam mit afghanischen Soldaten und weiteren Angehörigen der Internationalen Schutztruppe ISAF unterwegs. Der Anschlag habe das letzte Fahrzeug der Truppe - ein gepanzertes Fahrzeug vom Typ "Eagle IV" - getroffen.
Zuvor hatten mehrere andere Fahrzeuge die Stelle schon passiert, ohne dass die Falle zündete. Zudem soll die Straße nach afghanischen Angaben vorher geräumt worden sein. Beim vierten deutschen Toten handelt es sich um einen Oberstabsarzt, der in einer anderen Kolonne zur Bergung des zuvor beschädigten Fahrzeugs unterwegs war. Nach Ministeriumsangaben wurde er in einigen Kilometern Entfernung von dem ersten Angriff bei einem Gefecht gegen 18.30 Uhr (Ortszeit) getötet. Dort schlug eine Granate in ein Fahrzeug vom Typ "Yak" ein, in dem der Sanitäter saß. Zwei weitere Insassen blieben unverletzt. Offen blieb, warum das Einsatzführungskommando der Bundeswehr am Donnerstag bereits gegen 15.00 Uhr deutscher Zeit (17.30 Uhr Ortszeit) den Tod von vier Bundeswehrsoldaten bestätigte. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte auf eine entsprechende Frage, die Informationen über die Zahl von vier Toten sei nicht aus seinem Haus gekommen.
An dem großangelegten Einsatz gegen die radikal-islamischen Taliban waren am Donnerstag etwa 3000 Soldaten beteiligt, darunter auch etwa 100 Deutsche. An der weiterhin andauernden Militäroperation seien neben den deutschen Soldaten Einheiten aus Ungarn, den USA, Schweden, Belgien und Kroatien beteiligt. Offen ist nach Ministeriumsangaben, ob sich der Anschlag gezielt gegen die Bundeswehr richtete und möglicherweise mit dem Besuch von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bei den deutschen Soldaten zusammenhing.
Zuvor hatten mehrere andere Fahrzeuge die Stelle schon passiert, ohne dass die Falle zündete. Zudem soll die Straße nach afghanischen Angaben vorher geräumt worden sein. Beim vierten deutschen Toten handelt es sich um einen Oberstabsarzt, der in einer anderen Kolonne zur Bergung des zuvor beschädigten Fahrzeugs unterwegs war. Nach Ministeriumsangaben wurde er in einigen Kilometern Entfernung von dem ersten Angriff bei einem Gefecht gegen 18.30 Uhr (Ortszeit) getötet. Dort schlug eine Granate in ein Fahrzeug vom Typ "Yak" ein, in dem der Sanitäter saß. Zwei weitere Insassen blieben unverletzt. Offen blieb, warum das Einsatzführungskommando der Bundeswehr am Donnerstag bereits gegen 15.00 Uhr deutscher Zeit (17.30 Uhr Ortszeit) den Tod von vier Bundeswehrsoldaten bestätigte. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte auf eine entsprechende Frage, die Informationen über die Zahl von vier Toten sei nicht aus seinem Haus gekommen.
An dem großangelegten Einsatz gegen die radikal-islamischen Taliban waren am Donnerstag etwa 3000 Soldaten beteiligt, darunter auch etwa 100 Deutsche. An der weiterhin andauernden Militäroperation seien neben den deutschen Soldaten Einheiten aus Ungarn, den USA, Schweden, Belgien und Kroatien beteiligt. Offen ist nach Ministeriumsangaben, ob sich der Anschlag gezielt gegen die Bundeswehr richtete und möglicherweise mit dem Besuch von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bei den deutschen Soldaten zusammenhing.
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Tote Soldaten sind keine Lösung!
Das kann nicht angehen. Die Soldaten müssen die Misere ausbaden, die uneinsichtige Politiker immer weiter anrichten. Zukunft negativ! Ich will nicht, dass weiter Menschen in Afghanistan sterben. Und die uneinsichtige Behauptung einer Kerstin Müller bei Anne Will, alle Kritiker des Bundeswehreinsatzes würden den Taliban den Rücken stärken teile ich überhaupt nicht. Mit jedem toten Zivilisten, der auf die Rechnung der Nato geht, entstehen weitere Taliban. Eine ganz simple Rechnung, die Frau und Herr Maier selbstverständlich verstehen. Aber unsere Politiker anscheinend gar nicht. So weit weg sind sie von ihrem Wahlvolk. Mehr als 70 % lehnen diesen idiotischen und menschenfressenden militärischen Einsatz ab. Und sie haben Recht!
100% einig
Herr Münzenberg. Ihrem Kommentar ist nichts hinzu zufügen. Adebar
Anschlag?
Wenn deutsche Soldaten sterben, wurde ein feiger "Anschlag" auf sie verübt. Kommt hingegen der Feind bei einer "Friedenssicherungsmission" zu Tode, handelt es sich um "Kollateralschäden" oder eine "Verkettung unglücklicher Umstände". Warum die tendenziöse Sprachfärberei in der Berichterstattung? Selbst Guttenberg und Merkel sprechen inzwischen von Krieg. Wie sinnlos, schändlich und teuer dieser ist, steht auf einem anderen Blatt...